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Manual / Guide

Digitalzusatz DEX 102 — Beschreibung und Bedienungsanleitung

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Description and operating manual for the AEG-Telefunken Digitalzusatz DEX 102, a freely programmable digital logic unit designed as a companion to analogue computers. The 39-page manual covers technical specifications (clocked JK flip-flops, AND/OR interconnection elements, relay amplifiers, adjustable timer elements, and a multi-frequency clock generator), physical construction, programming via a patch-cord field, and connection to the RA 742 desk calculator for hybrid analogue-digital computation. Includes a full circuit diagram appendix and an element reference chart covering the DEX 100/DEX 102 family.

Manufacturer
Telefunken
System
DEX 102
Type
Manual / Guide
Language
German
Learning track
machine reference
Pages
39
  • DEX 102
  • Telefunken
  • digital supplement
  • hybrid computing
  • logic elements
  • analogue-digital interface

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Digitalzusatz DEX 102 — Beschreibung und Bedienungsanleitung

EN | <> DATENVERARBEITUNG ING EZm Digitalzusatz DEX 102 Beschreibung und Bedienungsanleitung INHALT D ee a ery r o ee WWWWWWwW WWW WwW WwW Ww MIND HMO oO oo] PWN m oo oJ WDmD — no TECHNISCHE UBERSICHT Verwendungszweck Lieferumfang und Bestellbezeichnungen Technische Daten Allgemeine Daten Flipflop Inverter Verstarker Zeitglied Relaisverstärker Verknüpfungselemente Schalter Taktgenerator Stromversorgung Abmessungen Umgebungsbedingungen Aufbau Funktion Wirkungsweise Flipflops Verknüpfungselemente Verstärker Inverter Zeitglieder Relaisverstärker Schalter Koppelfeld Funktionsleitungen der Pausentaste Komparatorverstärkerausgänge Komparatorschaltereingänge Taktgenerator Stromversorgung BETRIEB Inbetriebnahme Netzanschluß Einschalten Seite bt Horan» hppP AAR AD DL 11 11 12 13 13 14 14 15 15 16 16 17 17 18 19 19 19 19 DD DD Noe NNNNNNYNMDY LH WwwWwwwwwww iw wm m BoOwWwwwm - vw Bir an oR BR wnwn pw ww wm r BOR BOR BBB OR RR OR BR © NWO MNNM DY WH oOo PWN www wo 0 -I NNNNNN a a all ial alata ANHANG: Plan 1 Plan 2 Plan 3 Plan 4 Plan 5 Plan 6 Plan 7 Plan 8 Anschluß von Externgeräten Parallelschaltung mehrerer DEX 102 Anschluß von Tischanalogrechnern RA 742 Bedienung Normieren, Löschen Setzen der Flipflops Takten Auslösung durch eine Impulsfolge Einzeltakt Paralleltakt Fremdtakt Einstellen der Zeitglieder Programmierung Aufteilung des Programmierfeldes (vgl. Abb. AR 314) Aufteilung des Steuerfeldes Ein- und Ausgabe von Daten Manuelle Eingabe, visuelle Ausgabe Ein- und Ausgabe von binären Informa- tionssignalen Ein- und Ausgabe über Relais Spezielle Programmierungshinweise Konjunktion (UND-Schaltung) Disjunktion (ODER-Schaltung) Konjunktion/ Disjunktion Disjunktion/ Konjunktion Vereinzeln Mehrfachausnutzung eines disjunktiven Terms Shiftregister Zähler Frei programmierbare Flipflops Einfaches RS-Flipflop, binär-1-aktiv ‚Einfaches RS-Flipflop, binär-0-aktiv -Getaktetes RS-Flipflop, binär-1-aktiv Stromlauf-, Bauschalt- und Anschlußpläne Gesamtschaltplan Löschverstärker-Inverter Flipflop Verstärker-Inverter Zeitglied-Inverter Pulsgenerator Verbindungskabel RA 742 - DEX 102 Anschlußplan zum Verbindungskabel Seite 19 19 19 20 20 20 20 20 20 20 21 21 21 21 25 28 28 28 28 28 29 29 30 30 30 31 32 33 33 34 34 35 BILDERVERZEICHNIS Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild oO Io mRum m Hr om HRW DH Ow 17 18 19 20 21 24 25 26 27 28 29 30 31 Digitalzusatz DEX 102 Vorderansicht DEX 102 Flipflop Schema eines Verknüpfungselements Schaltung von Verknüpfungselementen Verstärker Inverter Zeitglied Relaisverstärker Schalter Programmierfeld und Koppelfeld Funktionsleitungen der Pausentaste Komparatorverstärker Taktgenerator Steuerfeld Schaltung bei zu geringem Pegel der Steuersignale UND-Schaltung ODER-Schaltung Disjunktion mit zusätzlichem Inverter Konjunktionen mit nachfolgender Disjunktion Disjunktionen mit nachfolgender Konjunktion Konjunktion mit mehreren Ausgängen Konjunktion mit einem Ausgang, wenn Flipflops nachfolgen Ein Term in den Variablen mehrerer Disjunktionen Shiftregister Schaltung zum Vorwärts-Shiften Binärumsetzer vorwärts Ereignis- Zähler Einfaches RS-Flipflop, binär-l-aktiv Einfaches RS-Flipfloo, binär-0Q-aktiv a) allgemein b) Schaltung für DEX 102 Getaktetes RS-Flipflop, bindr-1-aktiv a) allgemein b) Schaltung fiir DEX 102 Seite 11 12 12 13 13 14 14 15 15 16 16 17 25 26 29 29 30 30 30 31 31 31 32 32 33 33 34 34 35 1.1, Verwendungs- zweck TECHNISCHE ÜBERSICHT Der Digitalzusatz DEX 102 erfüllt zwei Aufgaben: Fr dient erstens als Experimentier- und Schulungsgerät für die digitale Schaltungstechnik und hat zweitens spezielle Anschlußmöglichkei- ten und Steuerelemente zum Einsatz als Digitalzusatz für Tisch- analogrechner. Digitalzusatz als Experimentiergerät In den verschiedensten Anwendungsbereichen der Praxis dient das Gerät zum schnellen und flexiblen Aufbau von digitalen Schal- tungen. So läßt sich der provisorische Laboraufbau einer solchen Schaltung elegant durch eine Programmierung mit den vorhande- nen Standardelementen umgehen. Es können mit Boole’ scher (Schalt-) Algebra oder experimentell aufzubauende Schaltungen schnell realisiert werden. So lassen sich zum Zweck der Problemanalyse und Demonstration digitale Zähl- und Rechenwerke, Schaltwerke für Codierung und Übersetzung sowie komplette Steuer- und Regelwerke realisieren. Ebenso ist es möglich, das DEX 102 als komplexes Datenverar- beitungssystem in Steuerketten’und Regelkreise einzubauen, da die Elemente des DEX 102 direkt mit binären Signalen ansteuer- bar sind und eine Ausgabe über die hochbelastbaren Flipflop- und Verstärker-Ausgänge bzw. über Relais möglich ist. Außer- dem ist eine zeitabhängige Steuerung durch Fremdtaktung mög- lich. Damit ergeben sich breite Anwendungsmöglichkeiten auf dem Ge- biet der digitalen Informationsverarbeitung. Digitalzusatz für Tischanalogrechner Ein wesentliches zusätzliches Einsatzgebiet findet das Gerät in Verbindung mit elektronischen Analogrechnern. Durch Hinzu- schaltung des Digitalzusatzes zu dem TELEFUNKEN - Tischanalogrechner RA 742 werden iterative und hybride Pro- blembearbeitungen durchführbar. Das DEX 102 wurde speziell als Zusatzgerät für den Analogtischrechner RA 742 gebaut. Es läßt sich daher auch nur sinnvoll über ein Verbindungskabel an diesen Rechner anschließen. Für einfache Schaltungen können jedoch auch Verbindungen vom Steckbrett des DEX 102 zum Programmier - brett eines Rechners direkt hergestellt werden. Der Ablauf der analogen Rechenprogramme läßt sich von den frei programmier- baren digitalen Schaltelementen her beeinflussen und steuern. Da- mit wird die Art des hybriden Rechnens, bei dem sich die Vorteile analoger Problembearbeitung und digitaler Programmüberwachung ergänzen, auch bei den weitverbreiteten und preiswerten Tisch- analogrechnern möglich. 1.2. Lieferumfang und Bestellbe- zeichnungen Der Digitalzusatz besteht im wes:......uen aus einer Ansammlung von Flipflops, Verstärkern, Invertern, Zeitgliedern, Relaisverstärkern und Verknüpfungs - elementen, die größtenteils zur leichteren Wartung auf Steckeinheiten untergebracht sind. Die Ein- und Ausgänge sind zur flexiblen Programmierung auf ein zentrales, aus- wechselbares Programmierfeld geführt. Für den Eingriff in das Programm sind eine Reihe von Bedienelementen, wie Schalter, Tasten und Potentiometer, vorhanden. Meh- rere Relais stehen neben den Ausgängen von Flipflops, Ver- stärkern und Invertern zur Datenausgabe zur Verfügung. Alle diese Teile sind zusammen mit Taktgeber, Bedienteil und Stromversorgungseinrichtung in einem Gehäuse unter- gebracht. Der Digitalzusatz ist so geschaltet, daß der Tischanalog- rechner RA 742 gewisse Steuerfunktionen, wie Taktung, Normierung usw., übernehmen kann. Schaltelemente Anzahl der vorhandenen Elemente Flipflops 24 Verstärker 6 Inverter 10 Zeitglieder 4 Relaisverstärker 4 Verknüpfungsglieder mit 3 Dioden 12 mit 4 Dioden 23 mit 5 Dioden 10 mit 6 Dioden 6 mit 7 Dioden 2 mit 11 Dioden 4 Schalter 10 Bild 1 Digitalzusatz DEX 102 Bestückungsumfang Baugruppe Bezeichnung Typ Bestell-Nr. Anzahl Digitalzusatz DEX 102 55. 3044. 300-00 1 Gehäuse 55. 3044. 302-00 1 Einschub 55. 3044. 310-00 1 Löschverstärker- H-Lil 55. 3044. 800-00 1 Inverter Flipflop FS 6N 55. 5001. 840-00 6 Verstarker-Inverter VI 6A 55.5001. 895-00 1 Zeitglied-Inverter ZI 6A 55.5001. 896-00 1 Puls-Generator PG 6A 55.5001. 897-00 1 Zubehör Satz Programmierzubehör, 55.4044.901-14 1 bestehend aus: Programmierschnur 12,5 cm lang) sortiert in den 120 Programmierschnur 25 cm lang) Farben 80 Programmierschnur 50 cm lang) Rot, Blau, 40 Programmierschnur 100 em lang) Gelb und Grün 10 Kabelhalter 55.3001. 601-00 *) Netzschnur 5 Lv 4941.001-19 1 Auswechselbares Programmierfeld zum Digitalzusatz DPF 121 55. 3044, 320-00 Satz Kontaktstifte 55. 3001. 715-00 *) . x) Verbindungskabel Kabel RA 742/DEX 102 55. 3048. 789-00 *) *) Nur auf besondere Bestellung 1.3. Technische Daten 1.3.1. Allgemeine Daten 1.3.2. Flipflop 1.3.3. Inverter 1.3.4. Verstarker 1.3.5. Zeitglied 1.3.6. Relaisverstärker Die binären Ziffern 0 und 1 werden durch folgende Spannungen dargestellt: Eingangsgröße ''0" Eingangsgröße ''1" Ausgangsgröße ''0" Ausgangsgröße "1" < 2V 2-2 V*) > 10V < 20 V < 2V 2 OV 210V < 20 V Einheitslast, disjunktiv = 50 kOhm gegen - 13,5 V konjunktiv 1 kOhm gegen + 13,5 V *) Für die Konjunktionen genügt:''0'' = Kontaktschluß Typ Eingangslast Ausgangsbelastung Dynamische Daten max. Folgefrequenz Abfallverzögerung Anstiegsverzögerung Abfallzeit Anstiegszeit Eingangslast Ausgangsbelastung max. Folgefrequenz Eingangslast Ausgangsbelastung max. Folgefrequenz Eingangslast Ausgangsbelastung Anstiegsverzögerung Abfallverzögerung Tastverhältnis "0" -Zeit/Verzégerungs- zeit Eingangslast Ausgang Belastbarkeit Anzugsverzögerung Abfallverzögerung gegen Masse "1" = offener Kontakt getaktetes RS-Flipflop mit JK-Charakteristik 1 Einheit, disjunktiv 10 Einheiten 100 kHz typ. 25 kHz min. 3 us 1 MS 1 WS 1 us UTUUN 1 Einheit, disjunktiv 10 Einheiten > 100 kHz 2 Einheiten, disjunktiv 10 Einheiten > 100 kHz 1 Einheit, disjunktiv 5 Einheiten einstellbar zwischen 10 ms und 10 s <i Us v1 1 Einheit, disjunktiv 2 Umschaltkontakte 100 V, 1A, 30 W <10 ms <25 ms 1.3.7. Verknüpfungs- elemente 1.3.8. Schalter 1.3.9. Taktgenerator 1.3.10. Stromversorgung Typ Eingänge Ausgänge Belastung 3 Dioden-Logik 4 Dioden-Logik 5 Dioden-Logik 6 Dioden-Logik 7 Dioden-Logik 11 Dioden-Logik Ausgang Belastbarkeit Pulsfolgefrequenz Taktsperre Ansteuerung Eingänge Eingangslast Triggereingang Ansteuerpegel Steuerflanke Steilheit Impulsdauer max. Folgefrequenz Eingangswiderstand Einzeltakt Ansteuerung Schaltspannung Schaltstrom max. Folgefrequenz Paralleleingang Ansteuerung Amplitude Flankensteilheit Impulsdauer max. Folgefrequenz Eingangswiderstand Parallelausgang Impulsform Araplitude Flankensteilheit Dauer der Pulslücke Belastbarkeit Spannung Frequenz Aufnahme passive Diodenlogik konjunktiv verknüpft disjunktiv verknüpfbar Eingangslast Ausgangsbelastung Einheiten Einheiten 1/2 10 1 20 1 20 1 20 1 20 2 >20 1 Umschaltkontakt >20 Einheiten, konjunktiv 4 Einheiten, disjunktiv 1; 2; 5; 50; 100 Hz; 1; 10 kHz und Einzeltaktauslö- sung binär '1" 2, disjunktiv verknüpft 2 Einheiten 6 V negativ ( 1/0-Sprung) >10 V/us >1 us 80 kHz typ. 20 kHz min. 4,7kQ, 1000 pF Kontaktschluß gegen Masse w- 13,5 V <40 mA >10 Hz positive Impulse >10V >10 V /us > 3 Bs > 100 kHz ~5,6k Rechteck >+10,5 V >10 V /us < 25 HS > 300047 Paralleleingänge 220 V ~ 50 Hz + 5% ~ 80 W 1.3.11. Abmessungen 1.5.12. Umgebungsbedin- gungen 1.4. Aufbau Höhe 384 mm Breite 550 mm Tiefe 410 mm Gewicht = 30 kg Temperatur 23° + 15°C rel. Luftfeuchte 20....90 % Der Digitalzusatz stellt eine geschlossene Einheit dar, in der neben den Schaltbaugruppen auch die erforder- lichen Versorgungseinheiten untergebracht sind. Die aktiven Elemente wie Flipflops, Verstärker, Inverter, Zeitglieder und Relaisverstärker sowie der Pulsgenerator sind auf Steckeinheiten mit gedruckter Leitungsführung auf- gebaut und in einem Magazin untergebracht. Daneben befin- det sich auf einem gesonderten Chassis das Netzgerät, wäh- rend die Elemente der Verknüpfungsglieder direkt hinter dem Programmierteld verdrahtet sind. Den Haupiteil der Frontplatte nimmt das Programmierfeld ein, an dessen Buchsen die Ein- und Ausgänge sämtlicher Schaltbaugruppen geführt sind. Setztasten für Flipflops Zeitverzögerungs- Netzschalter potentiometer _- Anzeigelampen für Flipflops und Inverter @ reuse | Drehschalter . zur Wahl der Se Ae eeeeenes 4 Taktfrequenz ~~ Programmierfeld Steuerfeld Bild 2 DEX 102, Vorderansicht Zum leichten Auffinden sind die Buchsen durch Farben ge- kennzeichnet und gleiche Elemente gruppenweise zusammen- gefaßt. Das Gerät kann mit auswechselbaren Programmier- feldern ausgerüstet werden, um z.B. das Gerät selbst rati- oneller einsetzen bzw. bestimmte Programme auf diese Wei- se speichern zu können. Zu diesem Zweck muß das eigentli- che Programmierfeld nur noch mit einem Satz von Kontakt- stiften ausgerüstet werden, da die Aufhängevorrichtung und der Verriegelungsmechanismus des abnehmbaren Program- mierfeldes zur Grundausrüstung der Geräte gehören. Um das Programmierfeld sind die verschiedenen Bedien- und Anzeigelemente angeordnet. Direkt über dem Program- mierfeld befindet sich eine Reihe von Anzeigelämpchen, die den darunterliegenden Ein- und Ausgängen von Flipflops und Invertern vertikal zugeordnet sind. Sie zeigen den Zustand dieser Elemente an. Darüber liegen in der gleichen Zuord- nung die Tasten zum Setzen der Flipflops. Mit den vier dar- überliegenden Potentiometern kann die Verzögerungszeit At von vier Zeitgliedern einzeln eingestellt werden. In der rechten oberen Ecke ist der Bedienteil mit Netzschal- ter, Löschtaste und Taktwahlschalter untergebracht. Darun- ter befindet sich das Steuerfeld zum Analogrechner. Die Buchsen dieses Feldes sind mit zwei 30 poligen Steckerlei- sten an der Rückseite des Gerätes verbunden, über die der Anschluß von zwei Tischanalogrechnern RA 742 möglich ist. Auf das Steuerfeld sind außerdem die Kontakte der Ausgabe- relais geführt. Die danebenliegenden Schalter sind einer Dop- pelreihe von Buchsen horizontal zugeordnet. Am unteren Rand der Frontplatte liegen Tasten und Eingangsbuchsen für Einzeltakt und Fremdtriggerung. 1.5. Der Digitalzusatz besteht aus einer Reihe von binären Funktion Schaltelementen, Die Konzeption dieses Gerätes ermög- licht es, binäre Schaltwerke anhand von Blockschaltbil- dern oder booleschen Gleichungen zu programmieren, d.h. die auf das Programmierfeld geführten Ein- und Ausgänge der Schaltelemente mit Hilfe von Programmier- schnüren geeignet zu verbinden, Besonders elegant und einfach wird dieses Programmieren da- durch, daß nur die binären Informations- Verbindungen herge- stellt werden müssen, da Stromversorgung und eventuell erforder- liche Taktleitungen bereits intern verdrahtet sind. Da das Gerät nur getaktete Flipflops oder sog. RST-Flipflops ent- hält, lassen sich mit ihm getaktete oder Synchron-Schaltwerke auf- bauen. Den Hauptbestandteil eines solchen Systems bilden die Flip- flops als zeitbestimmende und speichernde Elemente. Die Flipflops lassen sich mit binären Signalen über Vorspeicher setzen und rücksetzen. Außerdem lassen sie sich mit Tasten ein- zeln setzen und gemeinsam über eine Löschtaste oder.die Lösch- buchse (LÖ) rücksetzen. Der Zustand des Flipflops wird durch ein Lämpchen angezeigt. Auf dem Programmierfeld steht neben dem Ausgangssignal auch das dazu komplementäre Ausgangssignal zur Verfügung. ——— Letzteres ist besonders im Hinblick auf die Verkniipfungselemen- te wichtig. Diese lassen sich als passive Diodennetzwerke nur zweistufig konjunktiv-disjunktiv verknüpfen. Eine Umkehrung ist jedoch mit Hilfe der de-Morganschen Theoreme durch die inver- sen Ausgänge gegeben. Eine mehrstufige Logik läßt sich durch Zwischenschalten der Verstärker und Inverter realisieren. Die Steuerung des zeitlichen Ablaufs erfolgt über die Zeitglieder. Ein auf den Eingang dieser Elemente gegebenes Signal erscheint um eine zwischen 0,01 und 10 Sekunden einstellbare Zeit verzögert am Anfang. Die Eingabe von Daten erfolgt durch Handschalter, Setzen der Flipflops oder Ansteuerung mit binären Signalen. Zur Auswertung dienen Anzeigelämpchen. Es können aber auch Ex- terngeräte, wie z. B. Analogrechner, sowohl direkt von den Aus- gängen der aktiven Elemente (Flipflop, Inverter, Verstärker) als auch über die Relaisverstärker und -kontakte angesteuert werden. Bei Verwendung des DEX 102 als Digitalzusatz für Analogrechner werden über die Verbindungsstecker an der Rückseite des Ge- rates eine Reihe von Steuer- und Signalleitungen auf das Pro- grammierfeld und auf das Steuerfeld geführt: Ausgänge von Komparatorverstärkern des Analogrechners, Eingänge von Digital-/Analog-Schaltern des Analogrechners, Steuerbuchsen zum Normieren der Flipflops, Eingänge der Ansteuerleitungen für Analogrechner-Betriebs- zustände, Meldeleitungen für Analogrechner-Betriebszustände, Eingänge der Steuerleitungen zur Einzelsteuerung der In- tegrierer, Parallelschaltleitungen (Querverbindungen) zur Übertra- gung zusätzlicher Steuerfunktionen (z. B. für Anschluß von Komparatoren und Schaltern bei Erweiterung des Analogrech- ners), Eingänge zum Takten des Experimentiergerätes, Auf diese Weise ist der wechselseitige Eingriff der digital und der analog programmierten Steuer- bzw. Rechenschaltung möglich. Ein Digitalzusatz DEX 102 kann Anlagen mit max. zwei Tischanalog- rechnern versorgen. Die Verbindung des Digitalzusatzes mit Tisch- analogrechnern geschieht über Parallelschaltkabel ohne Äufßer- Ver- bindungsleitungen. In der folgenden Übersicht sind die hier verwendeten Schalt- elemente und ihre Symbole zusammengefaßt. Digitale Elemente Benennung des . Nr. Elementes Symbol (Schaltzeichen ) Bemerkungen UND-Glied 1. (Konjunktionsglied) y=XyA X92 Symbolform bei n Ein- und m Ausgängen = Y2 =... = Yn F x AXD ALA XH Wird eine Konjunktion zur Bildung meh- rerer Disjunktionen benötigt, so sind hierbei zur gegenseitigen Entkopp- lung getrennte Konjunktionsaus - gänge zu verwenden. Passive Elemente (Unbeschaltete Eingänge wirken wie mit 1 beschaltet) 2.1. ODER-Glied {Disjunktionsglied) yzıyıvxXa Symbol bei n Eingangssig- nalen. Y=X,VXQV. Vv Xp Dieses Element entsteht durch | Sammetn von 2 oder mehr UND- Glied - Ausgängen auf dem (statischen) Eingang ei- nes aktiven Elementes Um die logische Wirkung ei- ner solchen Schaltung deut- lich zu machen,wird das ODER - Symbol gestrichelt und Phantom - ODER genannt. {s.a. N.5-8) Aktive Elemente Inverter (Negationsglied) Verstarker y=x Bei mehr als 2 Verknuptungs - stufen mufi nach jeweils 2 Stufen 1 Inverter zwischen- geschaltet werden. Elemente der Digital-Zusätze DEX 100/DEX 102 AR 144.4 Blatt 1 10 Nr. "elementes Symbol (Schaltzeichen) | Bemerkungen Nach dem Drücken der Lösch- >. ue ° = “ S= Setzen ' PT == x R= Rücksetzen R— A S und R werden durch 1 aktiviert T= Takt spricht auf einen 0/1-Sprung an. Aktive digitale Elemente (unbeschaltete Eingänge wirken wie mit 0 beschaltet ) Zeitglied (Z) At =!0ms...10s Das Zeitglied verzögert den Übergang von 0 auf I um die einstelibare Verzögerungs- zeit At, Bei unbeschaltetem Zeitglied ist A=0. 1/0 - Schalter (S) a * an der Frontseite des Gerätes ** auf dem Programmier feld Az1, Är0 Handschalter zur Erzeugung der binären I und 0. Der Handschalter” und die beiden Buchsen A und Ä*” sind waagrecht angeordnet. Die Lage des Schaiters weist auf die Buchse, an der eine 1 an- liegt , die jeweils andere Buch- se führt dann eine. Hybride Elemente 5 N Y=X für S=0 (unbeschaltet, X . Ruhelage ) 8.| Relaisverstarker aan y Y=Xq für S=1 (R) x, 4) S darf ats disjunktiver Eingang verwendet werden. APF DPF Komporator - Ver- | stärker oder x K K=1 für Xy+X2>0 9.| Analog/Digital - x, | K=O für xy + X2=0 Schalter | (AD-Schalter) DPF K Komporator - APE —.—-|—. — Y=%ı für K=1 (unbeschaltet) 10 Schalter oder Digital/Analog - Schalter (DA~ Schalter) Y=Xo für K=0 K darf nicht als disjunktiver Eingang verwendet werden. Teut “en Elemente der Digital-Zusätze DEX 100 / DEX 102 Blatt 2 AR 145.2 1.6. Wirkungsweise 1.6.1. Flipflops Tabelle 1 “Setz- > N 5 L Ausgong Eingang J T ——. i . ~ N R Ä Rücksetz- .), > »—(. Inversausgong Eingong e— | Löschen ' S A | | | _ _ _ _ R fe nn un m m A 1 Flipflop L Symbot Bild 3 Flipflop Die Flipflops sind aktive Elemente mit Speichereigenschaften für binäre Zustände, Sie sind als getaktete symmetrische Flipflops mit Kondensatorvorspeicher und Ausgangsverstärker aufgebaut. Auf das Programmierfeld geführt sind Setzeingang ''S", Rücksetz- eingang 'R'' und zwei Ausgänge "A" und "A", deren Zustände zu- einander komplementär sind, so daß neben dem Ausgangssignal auch das dazu inverse Signal zur Verfügung steht. Die Flipflops lassen sich ungetaktet einzeln mittels Drucktaste set- zen und über die gemeinsame Löschleitung normieren. Den Aus- gangszustand zeigt ein Lämpchen an, das leuchtet, wenn am Aus- gang die Bedingung ''1" herrscht. Die Funktionstabelle der Flipflops ist in Tab.1 dargestellt. Die Eingangssignale Sn bzw. R, werden zum Zeitpunkt t, an die Ein- gänge S bzw. Rder Vorspeicher gelegt.Die Ausgänge A bzw. A haben zu diesem Zeitpunkt die Zustände Ay, bzw. A,. Nach dem Ein- treffen des Taktimpulses gehen diese dann in den Zustand Ani 4 bzw. An+1 über. Hingangssignal Ausgangssignal S R A n n n+1 0 0 A n 0 1 0 1 0 1 1 1 A n Das aus der letzten Zeile der Tabelle ersichtliche Verhal- ten kennzeichnet die JK-Charakteristik der Flipflops.. Die- ses JK-Verhalten ermöglicht es, auf einfache Weise Binär- Untersetzer und Zähler zu realisieren, obwohl die Flip- flops synchron getaktet werden (siehe hierzu auch Program- mierung 2.4). Es genügt, beide Eingänge mit einer "1" zu be- schalten, die Ausgänge wechseln dann mit jedem Takt ihren Zustand. Einen weiteren Vorteil haben die Flipflops aufgrund der in den Eingängen befindlichen Entkopplungsdioden (vgl. 2.4.4.5). Sie ermöglichen den Aufbau von Schieberegistern u. ä. durch einfaches Hintereinanderschalten der Flipflops (vgl. 2.4.4.7), 11 1.6.2, Verkniipfungs- elemente 7 4.“ || QS konunktive Eingänge bzw disjunktive Ausgange -+ N Symbol Bild 4 Schema eines Verknüpfungselements Bei den Verknüpfungselementen handelt es sich um passive Di- odennetzwerke, mit denen sich je nach Programmierung Kon- junktionen oder Disjunktionen realisieren lassen. Vom Eingang her gesehen ergeben die Dioden für den verwendeten positiven Signalhub eine Konjunktion (UND-Glied). Die Anodenseite ist direkt mit dem Konjunktionswiderstand verbunden. Mindestens eine der Dioden muß als Ausgang verwendet werden. Diese läßt sich dann mit Dioden weiterer Elemente direkt zu einer Disjunktion (ODER-Glied) verbinden. Der zugehörige Disjunk- tionswiderstand wird durch das Eingangsnetzwerk des folgen- den aktiven Elements (Flipflop, Verstärker usw.) gebildet. oktıves Element aktives Element 2.8. Verstarker Verknupftungselement z.B. Verstörker u | | | | L DZ 7 -13,5V 214 ne | ! | | | | Schaltung | +13, 5V | Ww... — Mm N m \ N N I) Schaltplan Bild 5 Schaltung von Verknüpfungselementen 12 Es läßt sich damit eine zweistufige Logik in der Reihenfolge Kon- junktion-Disjunktion aufbauen. Für eine mehrstufige Logik ist die Zwischenschaltung von aktiven ungetakteten Elementen, wie Ver- stärker und Inverter, erforderlich. Eine Umkehrung der Reihen- folge ist nur durch Anwendung der de-Morganschen Theoreme (siehe Programmierung) möglich. Die Mehrfachausnutzung einer Diode als Ausgang ist möglich, wenn dem Netzwerk als aktive Elemente Flipflops folgen, da in deren Ein- gängen Entkopplungsdioden eingeschaltet sind. In allen anderen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, mehrere Dioden als Ausgänge zu ver- wenden. Nach dem Vorhergesagten stehen also von jedem n-teiligen Ver- knüpfungselement maximal n-1 Dioden zur Bildung einer Konjunk- tion zur Verfügung, und zur Bildung einer Disjunktion mit m Va- riablen sind m Verknüpfungselemente erforderlich. 1.6.3. Die Verstärker sind ungetaktete aktive Elemente und liefern am Verstärker Ausgang das verstärkte Eingangssignal. Sie dienen im Zusammen- hang mit den passiven Diodennetzwerken besonders zum Aufbau von mehrstufigen Verknüpfungen (siehe 1.6.2). dısjunktiver Eingang E Ausgang A | | | -13,5V 5 > L | u Le Ver stärker Symbol Bild 6 Verstärker 1.6.4. Die Inverter sind ungetaktete aktive Elemente und liefern am Inverter Ausgang das invertierte und verstärkte Eingangssignal. Sie dienen dem Aufbau von mehrstufigen Verknüpfungen (s. 1.6.2). Da sie außerdem mit Anzeigelämpchen ausgerüstet sind, die aufleuchten, wenn am Eingang eine ''1" steht, eignen sie sich besonders zum Erproben von Schaltwerken. Die passive Logik kann damit schon vor Taktauslösung auf ihre Richtigkeit über- prüft werden. t | | dısjunkt | ¢ A tsyunktiver > “\ Inversausgang A Eingang E 1 ! | i | -13,5.V | E A Lee Inverter Symbol Bild 7 Inverter 13 1.6.5. Zeitglieder 1.6.6. Relaisverstärker 14 Die Zeitglieder sind ungetaktete aktive Elemente, deren Aus- gänge das zeitverzögerte Eingangssignal liefern, Sie ermögli- chen es, in den getakteten Ablauf der Synchronlogik einzu- greifen und gewisse Zeitabhängigkeiten hineinzubringen. Die Zeitglieder bestehen im wesentlichen aus einem RC-Glied mit nachgeschaltetem Impulsformer. Das RC-Glied ist mit einem Richtelement überbrückt, so daß die ''0'" unverzögert, die 1 jedoch verzögert durchgeschaltet wird. Die Zeitkonstan- te des RC-Gliedes ist für Verzögerungszeiten At von bis 10 s mit einem von der Frontplatte aus bedienbaren Po- tentiometer einstellbar. Die Erholzeit des Eingangsnetzwer- kes liegt in der Größenordnung der kleinsten Zeitkonstanten, so daß für konstante Verzögerungszeiten die Zeit, für die der Eingang auf''0' gesetzt wird, mindestens ebenso groß sein muß, wie die folgende Verzögerungszeit. | aL Ausgang A disjunktiver Eingang E | | : Zeitglied Symbol Bild 8 Zeitglied disjunktiver Eingang E 13,5 V AN Umschalter 1 Symbol - - J Relais verstarker Bild 9 Relaisverstärker Die Relaisverstärker ermöglichen es, den Ausgang eines Schalt- werkes über Umschaltkontakt extern auszuwerten. Um zu vermei- den, daß durch eine Fehlprogrammierung Fremdspannungen auf die Logikelemente kommen, wurden die Kontakte außerhalb des Programmierfeldes auf das Steuerfeld verlegt (vgl. Abb. AR 314.1). Die Kontakte sind im vorstehenden Bild gekennzeichnet. Wird der _ Varstärkereingang mit "0"'beschaltet, liegt die Kontaktzunge in “ der mit einem Querstrich gekennzeichneten Stellung. 1.6.7. Die Schalter sind aktive Elemente und dienen zur manuellen Ein- Schalter gabe von booleschen Variablen. Sie sind symmetrisch mit zwei zu- einander komplementären Ausgängen aufgebaut. Die Schalter ha- ben zwei Stellungen. In der linken Stellung (beim Blick auf das Ge- rät) liefern A (linke Buchse) eine "1" und Aeine "0", in der rechten Lage sind A = 0 und A =1. | | - Ausgang A | ‘ae | u A . l rı1ı | ve A rem + } T Inversousgong Symbol Schalter Bild 10 Schalter 1.6.8. Einen Teil des Programmierfeldes nimmt das Koppelfeld ein. Koppelfeld Es liegt im unteren mittleren Teil des Gesamt-Programmier- feldes (Adresse: m-s, 14-17) und enthält unter anderem Buch- sen für Verbindungsleitungen zu den angeschlossenen Analog- rechnern RA 742 (siehe Bild AR 313). Diese Buchsen sind also nur von Bedeutung, wenn das DEX 102 zusammen mit einem oder zwei Analogrechnern betrie- ben wird. . Bu . nn nn _4 OOQOOGOOOOQOOQEQOOQOGOOOEOOOOOO OOO GOOHGOOG: Koppelfeld COOOOQOOOGQOOOOOD OHO OOOOHOQOOQOO OOOO : 129 OOOOGQOOGOOO OHO OOHOHOOOGOOOO OOOO: 1WOOQOOOO OOO9OO9O0009 u‘) + ~~ 9 Oe ~. (O) 3 © 2 2 2999999908 ö O OO. 8 ©) Te) Soosssesses OO T 7 T PR O)KO)I(O) ©) OKO, (O)) (OO, OO) OOO OCC © COW OLO, OSLO, © I Seeossosonk VOOM) asaasagagas —= 4) HOO OO!OMHKOO|OKC TOO ISO Ol iS ° OO OGOOCOKC i K K : I y y LO QOOOGOOOOO CE \ ) QI. [OX0, 9,9),0,9,9,9, 0/00 0) OCTO}: Programmers 7 | ; 04 > ve — [= ” o Bild 11 Programmierfeld und Koppelfeld Im einzelnen lassen sich den Buchsen folgende Aufgaben zu- ordnen (siehe auch Zusammenstellung der Buchsenbelegung) : a) Ausgänge der Komparatorverstärker K1 und K2 (m-n, 16, 17) b) Komparatorschaltereingänge Diese Buchsen für Komparatorschalter und -verstärker sind zweimal nebeneinander angeordnet. Dabei ist die Reihe I mit dem am linken Steckerfeld auf der Rückseite des Gerätes anzuschließenden Rechner RA 742 und die Reihe II mit dem an der rechten Steckerleiste anschließ- baren Rechner verbunden. 15 1.6.8.1. Funktionsleitun- gen der Pausentaste 1.6.8.2. Komparator- verstärkeraus- gänge 16 c) Vier Inverter d) Funktionsleitungen der Pausetasten für die angeschlossenen Analogrechner und zentrale Löschleitung für alle Flipflops. | +13,5V! | Rs1 | Lösch— , Leitung zu den rst verstarker} Löscheingängen der FF P—Leitung rst ° ' Löschtaste Id. nA. _ P P P Lö Bild 12 Funktionsleitungen der Pausentaste Die p-Leitung wird durch einen Ruhekontakt (gegen Erde) des Pausen- relais im Tischanalogrechner gesteuert, d.h., wenn die Pausentaste betätigt ist, ist das Kkelais nicht erregt. Die Kontakte befinden sich in der gezeichneten Stellung. P liefert eine''1", P eine ''0", In allen anderen Betriebsstellungen des Rechners ist das Relais erregt und damit P= "0", P="1". Eine "1" am Löscheingang Lö bewirkt das Normieren sämtlicher Flipflops. Wird Lö mit der benachbarter Buchse P verbunden, so erfolgt automatisch das Normieren der Flipflops mit Drücken der Pausentaste am Analogrechner. Der Zustand des Ausgangs eines Komparatorverstärkers gibt eine binäre Ausgabe ab über die Größe seiner Eingangsspannung und damit über den Zustand des Analogrechnerprogramms. Er besitzt somit eine besondere Bedeutung bei der Kopplung von analogen und digitalen Systemen. Die Komparatorverstärkerausgänge werden wie die Ausgänge der übrigen aktiven Elemente behandelt. Aller- dings sind die Komparatoren des Analogrechners RA 742 (Typen HKM 111 und HKE 111) nur mit zwei Einheiten belastbar (siehe Technische Daten,1.3), Die Ausgänge liefern eine "1", wenn die Summe der Eingangsspan- nungen größer als '"'0'"' ist (siehe Übersicht AR 145). Ye A | E Stelteingang E Kompar atorausgong A | Komparatorverstarker Schalter Bild 13 Komparatorverstärker 1.6.8.3. Komparatorschalter oder Digital/ Analog-Schalter (D/A-Schal- Komparator- ter) ermöglichen es, eine analoge Größe mit Hilfe einer di- schalterein- gitalen Stellgröße zu schalten und erlauben es somit, das gänge Analogprogramm zu steuern. Die D/A-Schalter bilden das Gegenstück zu den Komparatorverstärkern. Die Schaltereingänge der im RA 742 verwendeten Kompara- torschalter (Typen HKM 111, HKE 111, ASM 741, ASE 741) sind beim Programmieren des DEX 102 wie die Verknüp- fungselemente (Konjunktionen) zu behandeln, bilden jedoch nur eine Belastung von 0,1 Einheiten. Ebenso wie bei die- sen wirkt auch ein unbeschalteter Eingang wie mit ''1" beschal- tet. Die Zungen der dazugehörigen Umschalter befinden sich dann in Ruhelage. 1.6.9. Der Taktgenerator liefert die für die Flipflops erforderli- Taktgenerator chen Taktimpulse, Er besteht aus Generator, Impulsformer und Leistungsverstärker. Fremd p— Parallel N Einzel - = P— 1 Hz Puls- b— 2,5 Hz —+ ~~ Generator In Stellung "Parallel geschlossen’ ‚ Taktleitung zu den FF's > 50 Hz p— 100 Hz p— 1 kHz L— 10 kHz + 13,51 V Rs 5 = | N - Parallel-Eingang/Ausgang Trigger-Eingang TU j Taktsperre Einzel-Takt Bild 14 Taktgenerator Der Generator ist ein modifizierter Multivibrator und liefert eine Impulsfolge, deren Frequenz durch einen Drehschalter an der Frontplatte wählbar ist. In den Stellungen '"'Fremd-', "Parallel-' und "Einzeltakt"' wird der Generator angehalten. Bei 50 Hz ist der Takt netzsynchronisiert. Der nachfolgende Impulsformer besteht aus einem Ansteuer- teil und einem Monoflop OS. Über den Ansteuerteil kann das Monoflop durch Eigentakt, Einzeltakt und Fremdtriggerung angestoßen werden. Dieses liefert dann einen negativen Im- puls von 20us Dauer, dessen positive Flanke, nach Verstär- kung im Leistungsverstärker, zur Taktung der Flipflops herangezogen wird. Der Parallelausgang ermöglicht es, mehrere parallelgeschaltete, Leistungsverstärker synchron von einem Taktgenerator anzusteuern. Im Ansteuerteil des Impulsformers ist noch eine Taktsperre vorgesehen, die es ermöglicht, die Durchschaltung der Takt- und Triggerimpulse zum Monoflop per Programm zu unter- binden. 17 Parallel - DEX 102 Symbol RA 742: APF schaltkabel Koppelfeld im DPF SPF t bzw. I 1 K Komporatorverstärker AD-Schalter) | v a y oe) A 4 u“ links A von K ] n | © 0:© Komparstorschalter(DA -Schalter) 1 1 i N A a eo ms ® 0 © u et > > ©- 5 | 868“ Pr I bzw. Il rr [800000 fo 2 :: em = TO _O 3 of ry xO @L 4... I bzw. tl la} R 0.0 ? Hl R : 0.0 3 : IT ie) R . ie) R sO löscht FFs bei gedrückter . ‘J U Pausentaste i Bediengerat CO) ® won ; | wu [oO © | O [OO] ee Kopplung des RA 742 mit DEX 102 . AR 313 , März 69 1.6.10. Von der Stromversorgungseinheit werden alle für den Be- Stromversorgung trieb des Gerätes erforderlichen Gleichspannungen gelie- fert. Drei Brückengleichrichter mit anschließenden Glät- tungsgliedern erzeugen die Gleichspannungen von +10,5 V, +13,5 V und -13,5 V. Zur Anzeige des Einschaltzustandes und zur Kontrolle der Netzsicherung dienen zwei Lämpchen an der Frontplatte des Gerätes. 18 2.1. Inbetriebnahme 2.1.1. Netzanschluß 2.1.2. Einschalten 2.2. Anschluß von Externgeräten 2.2.1. Parallelschaltung mehrerer DEX 102 2.2.2. Anschluß von Tischanalogrech- nern RA 742 BETRIEB Das Gerät wird mit einer normalen Netzschnur (Flexo/Schuko-Lei- tung) an das Wechselstromnetz angeschlossen. Dabei ist auf richti- ge Netzspannung und -frequenz zu achten (220 V + 10%, 50 Hz + 2 Hz). Das Gerät ist auch bei abweichenden Netzfrequenzen noch betriebs- fähig (54 Hz bis 65 Hz), jedoch treten Mitzieherscheinungen des Taktgenerators bei 50 und 100 Hz auf. Das Gerät ist mit dem Netzschalter, der sich in der rechten obe- ren Ecke der Frontplatte befindet, einzuschalten. Danach muß die daneben befindliche '"'Netz''-Kontrollampe aufleuchten. Leuchtet auch die Sicherungskontrolleuchte auf, so ist die dahinter befind- liche Netzsicherung unterbrochen und auszuwechseln. Für den Anschluß von Externgeräten sind keine besonderen Maß- nahmen erforderlich, außer, daß für einen gemeinsamen Bezugs- punkt durch Verbindung der Massepunkte gesorgt wird. Ausnahmen davon bilden nur die Parallelschaltung von Digitalzusätzen und der Anschluß von Tischanalogrechnern des Typs RA 742, Beim Parallelbetrieb von Digital-Experimentiergeräten sind ne- ben der Masse auch noch die Leistungsverstärker der Taktgene- ratoren parallel zu schalten, um eine synchrone Taktung der Flip- flops zu gewährleisten. Zu diesem Zweck brauchen nur die Buchsen "Parallel-Betrieb" der Geräte miteinander verbunden und die Takt - wahlschalter der parallellaufenden Geräten auf "Parallel" geschal- tet zu werden (siehe 2.3.3.3). Der Taktgenerator des nicht auf "Parallel" geschalteten Gerätes übernimmt dann die Steuerung. Es können maximal 7 DEX 102 von einem Taktgenerator angesteu- ert werden. An der Rückseite des DEX 102 befinden sich zwei 30-polige Stek- kerleisten, an die über je ein Verbindungskabel (Typ RA 742/DEX 102) zwei RA 742 angeschlossen werden können. Über diese Kabel werden neben dem Bezugspunkt auch sämtliche erforderlichen Funktionsleitungen zum Koppelfeld und Steuerfeld (siehe diese un- ter 2.4.1 und 2.4.2) geführt. 19 2.3. Bedienung 2.3.1. Normieren, Löschen 2.3.2. Setzen der Flip- flops 2.3.3. Takten 2.3.3.1. Auslésung durch eine Impulsfolge 2.3.3.2. Einzeltakt 2.3.3.3. Paralleltakt 20 Die Bedienung des Gerätes ist, von der Programmierung einmal abgesehen, außerordentlich einfach. Sie beschränkt sich neben der Wahl des Taktes auf das Normieren und Set- zen der Flipflops sowie auf die Einstellung der Zeitglieder. Die erforderlichen Einstellungen werden - ebenso wie das Programmieren - zweckmäßigerweise vor Auslösung des Taktes, d.h. in der Stellung "Einzeltakt" (siehe 2.3.3), vorgenommen. Erst danach wird mit der Wahl der ge - wünschten Taktfrequenz der Takt ausgelöst. Durch Drücken der Taste "Löschen" lassen sich vor Aus- lösung des Taktes sämtliche Flipflops gemeinsam aufA=0 normieren. Die Anzeigelampen der FF müssen dann alle gelöscht sein. Eine Normierung kann auch durch Beschaitung der Buchse "16" mit einer ''1'" (siehe 1.6.8.1) erreicht werden. Bei angeschlossenem RA 742 erfolgt die Normierung durch Betätigung der Pausentaste des Rechners, wenn die Buchse "7,5" mit Buchse ''T" verbunden ist (siehe 2.4.1,Koppelfeld). Mit Hilfe der Setztasten können die Flipflops einzeln auf A = 1 gesetzt werden. Die Setztasten befinden sich oberhalb des Programmierfeldes mit senkrechter Zuordnung zu den entsprechenden Ein- und Ausgangsbuchsen der Flipflops. Die entsprechenden Anzeigelampen müssen dann aufleuch- ten. Der Drehschalter in der rechten oberen Ecke der Frontplat- te ermöglicht es, zwischen bestimmten Auslöseformen des für die Flipflops erforderlichen Taktes zu wählen. In den Stellungen 1 Hz, 2,5 Hz, 50 Hz, 100 Hz, 1 kHz und 10 kHz wird der Takt durch eine Impulsfolge mit der ent- sprechenden Frequenz ausgelöst. Einzeltakt kann in der Schalterstellung "Einzel" durch Drücken der Taste "Einzel" erreicht werden. Das Gleiche ist auch durch Kontaktschluß zwischen der danebenliegenden Buchse "Binzeltakt"' und Masse möglich. Außerdem kann durch Drücken der Taste ''Dauer" eine Impulsfolge mit der Frequenz von 2,5 Hz ausgelöst werden. In der Stellung "Parallel" wird der Takt von einem parallel- geschalteten DEX 102 geliefert. Zu diesem Zweck müssen außerdem die Buchsen ''Parallelbetrieb'' der Geräte mit- einander verbunden werden (siehe 2.2.1). 2.3.3.4, Fremdtakt 2.3.4. Einstellen der Zeitglieder 2.4. Programmierung 2.4.1. Aufteilung des Programmierfeldes (vgl. Abb.AR 314) In der Stellung "Fremd" kann der Takt durch Fremd-Triggerim- pulse, die über die Buchse "Triggereingang' eingegeben werden, ausgelöst werden. Hierzu sind die Technischen Daten ''Taktgene- rator, Triggereingang''(Abschn. 1.3) zu beachten. Die Verzögerungszeit At der Zeitglieder kann mit Hilfe der Po- tentiometer, die sich am oberen Rand der Frontplatte befinden, im Bereich von 10 ms bis 100 s eingestellt werden. Die Einstel- lung ist ungefähr logarithmisch. Unter Programmierung versteht man in diesem Zusammenhang das Verbinden der auf ein Buchsenfeld geführten Ein- und Aus- gänge spezifisch definierter Digitalelemente mittels Steckschnü- ren zu einem gewünschten Schaltwerk. Das Schaltwerk wird in den meisten Fällen als Funktionsübersicht oder in algebraischer Schreibweise (boolesche Gleichungen) festgelegt sein. Das DEX 102 besitzt zwei Buchsenfelder: Erstens das Programmier- feld - oder im Gegensatz zum Programmierfeld eines Analogrech- ners auch '"Digital-Programmierfeld'" genannt - auf das die Ein- und Ausgänge der "logischen Elemente" geführt sind. Diese Ele- mente sind so ausgelegt, daß praktisch auch eine Fehlprogram- mierung, solange sie nicht über das Programmierfeld hinausgeht, nicht zu einer Zerstörung der Elemente führen kann. Zweitens das sogenannte Steuerfeld,das dagegen bei Kopplung mit einem Tischanalogrechner RA 742 hauptsächlich Steuerbuchsen enthält, die dem Informationsaustausch zwischen dem DEX 102 und dem Analogrechner dienen. Die Pegel der Steuersignale, die vom Analogrechner kommen oder auf den Analogrechner einwir- ken sollen, entsprechen denen der binären Variablen des DEX 102. Für eine einwandfreie Funktion müssen jedoch bezüglich der Be- lastung der ankommenden und abgehenden Steuersignale einige Re- geln beachten werden, die unter 2.4.2 beschrieben sind. Das Programmierfeld enthält 450 Buchsen, die entsprechend ihrer Funktion durch Beschriftung und Farbe gekennzeichnet sind. Zur leichteren Auffindung sind die Buchsen gleicher Funktionsgruppen zusammengefaßt und gegen die übrigen durch Striche abgegrenzt. In der folgenden Liste der Buchsenbelegung sind die Buchsen zur Orientierung mit Adressen versehen. Die Zuordnung der Adressen ergibt sich aus den Koordinaten des Übersichtsplanes (AR 314). Die Zeilen und Spalten des Programmierfeldes wurden zu diesem Zweck mit Buchstaben bzw. Zahlen versehen. Die Numerierung korrespondiert mit derjenigen des Stromlaufplanes 3.1 (Gesamtge - rät DEX 102). Die Beschriftung sowohl des festen als auch des auswechselbaren Programmierfeldes ist einheitlich und trägt der Anwendung des Gerätes als Digitalzusatz zum Tischanalogrechner RA 742 Rech- nung. 21 T T é0T X40 SYA LHOISNVLNOH.I rJOG|OOG}.. |LAEUQEOOOOQOOEGOO@ AE © COO ©, £ LQO