Datasheet · 1969
DIN 40700 Blatt 18: Schaltzeichen — Analogrechentechnik
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DIN 40700 Sheet 18 (October 1969) is the German national standard defining graphical circuit symbols for analog computing technology. It catalogs 40 standardized symbols for linear computing elements (summing amplifiers, integrators, complementary integrators, track-and-hold units), nonlinear elements (multipliers, dividers, function generators, limiters, comparators), and hybrid (analog-digital) elements. The standard was prepared by the Electronics Standards Committee of the German Standards Institute (DNA) in alignment with IEC recommendations.
- Manufacturer
- Fachnormenausschuß Elektronik im Deutschen Normenausschuß (DNA)
- Year
- 1969
- Type
- Datasheet
- Language
- German
- Learning track
- general theory
- Pages
- 7
- Fachnormenausschuß Elektronik im Deutschen Normenausschuß (DNA)
- circuit symbols
- graphical standards
- analog computing elements
- hybrid computing
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DIN 40700 Blatt 18: Schaltzeichen — Analogrechentechnik
DK 681.33 : 003.62 DEUTSCHE NORMEN | Oktober 1969
Schaltzeichen DIN
Analogrechentechnik 40700
Blatt 18 ,
Graphical symbols for analog computation
Diese Norm ist in Zusammenarbeit mit dem Fachnormenausschuß Informationstechnik im DNA aufgestellt worden.
Die an den Ein- und Ausgängen der Schaltzeichen verwendeten Buchstaben und Ziffern gehören nicht zum Schalt-
zeichen, sie dienen nur der Erläuterung der Wirkungsweise.
IEC-Empfehlungen für Schaltzeichen dieser Norm bestehen zur Zeif noch nicht.
Nr | IEC Schaltzeichen. : Benennung Bemerkung
® Lineare Rechenelemente
2 .
¢ Koeffizienten- _
F 1 x y potentiometer ye aw
3 (potentiometer) 0<a<ı
a
3 y=—Vex .
8 v>1
E 2 x y „Rechenyerstärker. Ein Rechenverstärker ist ein Gleichspan-
z (operational_amplifie nungsverstärker mit einem gegenpha-
P sigen Ausgang. Das Schaltzeichen kann
© i nur_mit einer geeigneten r
Fi verwendet werden.
3
- o x =
> 3 27 y | Offener Verstärker 4 pa 9
E : (high-gain amplifier) V>l1
é Xn c; Bewertungsfaktoren
E
H
: h
® „Umkehrer, Inverter
2 4 x y : = —
A (inverter) y *
3
$ rn
>
$ 5 HE ‚Summierer. ya 2 ii
z “1: (summer) c; Bewertungsfaktoren
a m Dr Den” IR pam, gen, VE en.
Nur zur Information
Wird bei Änderung nicht ause of
ng nicht eusgetauscht Fortsetzung Seite 2 bis 7
Erlauterungen Seite 7
ry Fachnormenausschuß Elektrotechnik im Deutschen Normenausschuß (DNA)
Alleinverkauf der Normblätter durch Beuth-Vertrieb GmbH, Berlin 30 und Köln DIN 40700 BI. 18 Okt. 1969 Preisar. 6
"4 AEG Vervielfältigung tt. DNA- Merkblatt, Ziff. 1
Seite 2 DIN 40700 Blatt 18
IEC
Schaltzeichen
Benennung
Bemerkung
yo
Ss}
—Jfe
&%
1.1 Ao y
An—i Cn)
Frei steverbarer
Integrierer
un
y-- hg: J 2% x (dt + y(0)
y(0) Anfangswert
kg Iniegrationsfaktor
c; Bewertungsfaktoren
it, Integrationsdauer
Mit den Steuerleitungen s, und s9
werden die Betriebszustände des Inte-
grierers gesteuert. Der Zusammenhang
zwischen den Steversignalen (an sy
und so) und den Beiriebszuständen des
Integrierers kann durch eine Tabelle
oder durch eine formelmäßige Notie-
rung dargestellt werden.
-y(0)
x —feı
X2——1C2
1:1 Ao y
Xne1C8n
Integrierer
(integrator)
yn
o~—
—
cl
SZ
~
oO
=
Komplementär-Integrierer
Bei einem Komplementär-Integrierer
sind die Steversignale s] und so speziell
so festgelegt, daß er den Betriebs-
zustand „Integrieren“ immer nur dann
annimmt, wenn ein ihm zugeordneter
Integrierer (Nr 6) nicht im Betriebs-
zustand „Integrieren” ist.
Frei steuerbarer Speicher
Ein Speicher hält im Betriebszustand
„Halten“ den am Ende des voran-
gegangenen Betriebszustandes „Fol-
gen” sich als Summe der Eingangs-
variablen ergebenden Wert fest. Die
Betriebszustände werden durch die
Steuersignale s, und sy gesteuert.
s
&
DIN 40700 Blatt18 Seite 3
Nr IEC Schaltzeichen Benennung Bemerkung
Beispiele für lineare Rechenelemente
yo Dieser Speicher ist im Betriebszustand
„Folgen“, solange ein Integrierer nach
Nr 7 in den Betriebszuständen „Inte-
grieren” oder „Halten“ ist. Im Betriebs:
10 Speicher zustand „Halten“ ist er, solange obiger
(track and hold amplifier) Integrierer in Anfangswertübernahme
ist. Der Speicher selbst nimmt den An-
fangswert im Betriebszustand „Pause”
auf.
-y(0)
Beim komplementären Speicher gilt das
11 Xa—Cı Komplementär-Speicher unter Nr 10 ausgeführte bezogen auf
a] y Nr 8 (Komplementär-Integrierer).
%— CH
Nichtlineare Rechenelemente
Nichtlineares
Die Art der Nichtlinearität kann bei
Bedarf durch Kennlinie, Formel oder
channels, general symbol)
12 x y Rechenelement, allgemein Text in das Schaltzeichen eingetragen
werden.
Multiplizierer, allgemein
13 (multiplier, general y=2]'%
symbol)
x
x—I Gekoppelter
14 | x n Multiplizierer, allgemein yı xx
(multiplier with two Yn =X Xp
Seite 4 DIN 40700 Blatt 18
Nr IEC Schaltzeichen Benennung Bemerkung
15 Dividierer yoo
(divider) x
Gleichzeitig Multiplizierer
16 und Dividierer 8%
(multiplier and divider y= 9
combind in one element)
x2
&
Funktionsgeber, allgemein ¥ = f(x)
17 u F(x) y (funktion generator, An Stelle von f(x) kann die spezielle
general symbol) Funktion eingesetzt werden.
Ku X1, X Y:
18 v2 Koordinatenwandler, ty. %—o—> ¥
Resolver (resolver) 1 %27* 192
| 2
Beispiele fiir nichtlineare Rechenelemente
19
Logarithmus-
funktionsgeber
y = Igx
20
Funktionsgeber für nicht-
analytische Funktion
y = f(x)
2a
Funktionsgeber für Funk-
tionen mehrerer Veränder-
licher
(multi-variable function
generator)
ymflapı..,%,)
Betragselement
{absolute value circuit)
_ J
N
4
a
#
DIN 40700 Blatt 18 Seite 5
Nr | IEC Schaltzeichen Benennung Bemerkung
y= y, fir x Sx)
23 Begrenzer y=S-xfirx; Sx oxy
(limiter) ¥ = yofirx 2 x5
Die Steigung S kann oo sein.
Signumelement y=—lfirx<0
24 x Y (si function) .
ignum functi y= +1 firs >0
7
-&
x Tote Zone n# <,<
25 xo % Y | (dead space circuit) y= 0 fir xy SxS xp
S; / y = Sg+ (x — x9) fir x > x9
ymx
— . .
2— Größtwertalied x;= Wert der im mathematischen.
26 max. y rowmwerig Sinne größten. Eingangsgröße
An x, (i=1+++n)
no 74
y— . Klei lied x; = Wert der im mathematischen
7 mn: Y einstwertglie Sinne kleinsten Eingangsgröße
A x;(i=1--'n)
28 Parabelmultiplizierer y=+x]'%
(square multiplier)
+h)
Servomultiplizierer yy a be xy
29 :
4 mit 2 Kanälen Ya=tx'x
27 ee
yy
Seite 6 DIN 40700 Blatt 18
(time-delay simulator}
Nr IEC Schaltzeichen Benennung Bemerkung
}
| xx
i =4
Modulationsmultiplizierer YI x3
30 mit 2 Kanälen FOR
(time-division multiplier) yg=+ 2
*3
Koordinatenwandler für 5 5
Kartesische in Polarkoor- | R=Yx” ty
31 dinaten y
(resolver, rectangular to p= arctan —
polar) *
R 5 Koordinatenwandler für
—1 7,9 x Polar- in kartesische Koor- _ Pp.
32 dinaten x= R-cos @
g— y (resolver, polar to rec- y=R'sinp
| tangular)
33 Totzeitglied y(t) = x(t — 7)
Rechenelemente zur Verarbeitung vo
(hybride Rechenelemente)
n analogen und binären Signalen
a y= y, fir >) x, >0
34 2] N_ Komparator, Vergleicher i=]
: | Y (Comparator) n
A y= fir >, x, <0
iZi
J2
m Analog-Digital-Schalter y= 1 for 2 x, > 0
35 : y (AD-Schalter) n
4 (AD-switch) y = 0 for >} x, <0
i=l
, Yı
Digital-Analog-Schalter y= y, firx=0
3% — Y | (DA-Schalter) -_
(DA-switch) y-yfürı=1
5 De
. DIN 40700 Blatt 18 Seite 7
Nr IEC Schaltzeichen Benennung Bemerkung
N Digital-Analog-Schalter Vereinfachte Darstellung, wenn nur
37 (DA-Schalter) durchgeschaltet oder getrennt wird.
(DA-switch) Durchschaltung für x =1
Sonstige Elemente
38 G Rauschgenerator
(noise generator)
x x)
Xo wy
39 Xn —
n-Koordinatenschreiber
{recorder with n channels}
Jit)
x — ?
40 :
potent schreler
multi-channel recorder)
Ve
—
Erléuterungen
Die in dieser Norm enthaltenen Schaltzeichen gelten vor-
wiegend für die mit elektrischen bzw. elektronischen Mitteln
realisierten Analogrechner.
Ihre Übertragbarkeit auf mechanische, pneumatische oder
hydraulische Recheneinrichtungen ist grundsätzlich möglich,
bleibt aber bei der vorliegenden Norm unberücksichtigt.
Die Schaltzeichen dienen auch zur Beschreibung und Dar-
stellung von Rechenverfahren in Rechenplanen. Hier sind sie
als Symbole für Rechenoperationen aufzufassen, unabhängig
von der Art der technischen Realisierung.
Bei den Benennungen der durch die Schaltzeichen dar-
gestellten Rechenelemente wurde in den Fällen die zu-
gehörige Bezeichnung aus dem amerikanischen Sprach-
gebrauch hinzugefügt, wo sie eindeutig in der Fachwelt
bekannt sind und ihre eingebürgerte Prägnanz zur Erläute-
rung der deutschsprachigen Benennung beiträgt.
Der in dieser Norm dargestellten großen Anzahl von
40 Schaltzeichen liegen nur wenige Prinzipien zugrunde, die
es gestatten, weitere Schaltzeichen in verständlicher Weise
zu kombinieren. Diese Eigenschaft ist wichtig im Hinblick auf
die Verbindung mit digitalen Recheneinrichtungen (hybride
Rechensysteme). Beispiele solcher Kombinationen finden sich
als Ansätze in den Nummern 34 (Komparator}, 35 (Analog-
Digital-Schalter) und 36 und 37 (Digital-Analog-Schalter).
Die Analogrechentechnik ist durch die verbreitete Verwen-
dung von Verstärkern gekennzeichnet. Das Dreieck als
Symbol eines Verstärkers findet sich darum in fast allen
vorgelegten Schaltzeichen. Die Spitze des Dreiecks zeigt
dabei stets zur Ausgangsseite des Verstärkers. Die beson-
deren Eigenschaften der „Rechenverstärker”, wie z.B. ihre
hohe Verstärkung, Linearität und Driftfreiheit, werden durch
selbständige Verstärkersymbole dargestellt (z.B. Nr 2 und 3)
und damit von den übrigen Verstärkern der Elektrotechnik
(z.B. für Hoch- oder Tonfrequenzen) abgegrenzt. Auch die
Schaltzeichen Nr 4 bis Nr 11 (Umkehrer, Summierer und
Integrierer) gehen vom „Verstärkerdreieck” aus.
Für alle Rechenelemente, bei denen der Ausgang über
eine nichtlineare Operation mit dem Eingang verknüpft ist,
wird als Grundelement ein Fünfeck verwendet, das aus
einem „Verstärkerdreieck” durch Kombination mit einem
Rechteck entstanden ist (Nr 12). Die Schaltzeichen Nr 13
und 14 machen davon allgemeinen oder speziellen Gebrauch
und zeigen dem Benutzer des Normblattes die Ausbau-
fähigkeit des vorgelegten Systems von Schaltzeichen und
Kennzeichen.
Aus den Normen DIN 40700 Blatt 10 sowie DIN 40716 Blatt 5
wurden einige für die Analogrechentechnik häufig benötigte
Beispiele in dieses Blatt übernommen.
Eine Besonderheit ist lediglich das Schaltzeichen Nr 1 für
ein „Koeffizientenpotentiometer”, das nicht nach DIN 40712
dargestellt wird, obwohl es technologisch ein Einstellwider-
stand ist. Diese Abweichung hat praktische und historische
Gründe, wobei die praktischen an Bedeutung überwiegen.
in den „Rechenplänen” wird weitestgehend von der „ein-.
poligen“ Darstellungsweise Gebrauch gemacht, wie sie in
Übersichtsplänen üblich ist. Dieser einpoligen Darstellungs-
weise ist der in den Leitungsweg eingefügte Kreis (siehe
Nr 1) besser angepaßt.