Digital-Experimentiergerät DEX 100 — Beschreibung
@ TELEFUNKEN
Digital-Experimentiergerät
DEX 100
Beschreibung
ALLGEMEINE ELEKTAICITATS GESEN |
AEG-TELEFUNKEN
Sarhbereich Zil2gen Infermeticesteshss
TAK Koayatanz, Huckiesttahn i
Zeitenangabe gestattet
“3 or Western Germany
INHALT
jr
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oO
Technische Übersicht
Verwendungszweck
Lieferumfang
Technische Daten
Aufbau
Funktion
Wirkungsweise
Flipflops
Verknüpfungselemente
Verstärker
Inverter
Zeitglieder
Relaisverstärker
Schalter
Koppelfeld
Taktgenerator
Stromversorgung
Betrieb
Inbetriebnahme
Netzanschluß
Einschalten
Anschluß von Externgeräten
Parallelschaltung
Anschluß von Tischanalogrechnern
Bedienung
Normieren, Löschen
Setzen der Flipflops
Takten
Einstellen der Zeitglieder
Programmierung
Aufteilung des Programmierfeldes
Aufteilung des Steuerfeldes
Fin- und Ausgabe von Daten
Seite
bw
m Ne} oa ow
12
14
14
14
15
15
16
17
18
19
19
19
19
19
19
20
20
20
21
21
22
22
27
us
QO wo
on nan oO FPF WwW WD
Spezielle Programmierungshinweise
Schaltplane
Gesamtgerät DEN 100
Flipflop FS6 N
Verstärker-Inverter VI6A
Zeitglied-Inverter ZI6 A
Pulsgenerator PC 6 A
Relais-Steckeinheit S-RS 1
Koniunktions-St S-KS 1
Verbindungskabel RA 741 - DEX 100 Z
Seite
30
1. TECHNISCHE ÜBERSICHT
1.1. Verwendungszweck Das Digital-Experimentiergerät DEN 100 erfüllt zwei Aufgaben.
Es dient einmal als Experimentier- und Schulungsgerät für die
digitale Schaltungstechnik und hat zum anderen spezielle An-
schlußmöglichkeiten und Sieuerelemente für den Einsatz als
Digitalzusatz für Tischanalogrechner. Für den letzteren An-
wendungsfall können zusätzliche Steuerfunktionen durch die
Nachrüstung mit Steckeinheiten gewonnen werden.
Digital-Experimentiergerüt
Für die verschiedensten -\nwendungsbereiche der Praxis dient
das Gerät zum schnellen und Nlexiblen Aufbau von digitalen
Schaltungen. So läßt sich der provisorische Laboraufbau einer
solchen Schaltung elegant durch eine Programmierung mit den
vorhandenen Standurdelementen umgehen. Es können mit Boole-
scher (Schalt-) Algebra oder experimentell aufzubauende Schal-
tungen schne.: rea:isiert werden.
So lassen sich zum Zweck der Problemanalyse und Demonstra-
tion Digitale Zähl- und Rechenwerke, Schaltwerke für Codierung
und Überse'zung sowie komplette Steuer- und Regelwerke reali-
sieren.
Ebenso ist es möglich, das DEX 100 als komplexes Datenverar-
beitungssystem in Steuerketten und Regelkreise einzubauen, da
die Elemente des DEX 100 direkt mit binären Signalen ansteuer-
bar sind und eine Ausgabe über die hochbelastbaren Flipflop-
und Verstärker-Ausgänge bzw. über Relais möglich ist. Außer-
dem ist eine zeitabhängige Steuerung durch Fremdtaktung mög-
lich.
Damit ergeben sich breite Änwendungsmöglichkeiten auf dem Ge-
biet der digitalen Informationsverarbeitung. Das hierfür ausge-
rüstete Experimentiergerät (vel. 2,4.1.) wird zusätzlich zur
Typbezeichnung DEX iv0 mit dem Buchstaben E gekennzeichnet:
1.2. Lieferumfang und
Bestellbezeichnungen
im Rahmen dieser Beschreibung jedoch nur dort, wo es auf
eine Unterscheidung gegenüber der als Digitalzusatz für Ana-
logrechner vorgesehenen Ausführung ankommt.
Digitalzusatz für Tischanalogrechner
Ein weseniliches zusätzliches Einsatzgebiet findet das Gerät
in Verbindung mit elektronischen Analogrechnern. Durch Hin-
zuschaltung des Digital-Experimentiergerätes zu den
TELEFUNKEN-Tischanalogrechnern RAT 740 SE, RA 741 und
RA 742 werden iterative und hybride Problembearbeitungen durch-
führbar.
Der Ablauf der analogen Kechenprogramme läßt sich von den
frei programmierbaren digitalen Schaltelementen her beein-
flussen und steuern. Damit wird die Art des hybriden Rechnens,
bei dem sich die Vorteile analoger Problembearbeitung und
digitaler Programmuberwachung ergänzen, auch bei den weit-
verbreiteten und preiswerten Vischanalogrechnern möglich,
Diese Ausführung des Gerätes wird, dort wo es auf eine Unter-
scheidung gegenüber des als Digital-Experimentiergerät ver-
wendeten ankommt, mit dem Kennbuchstaben Z versehen.
Das Digital-Experimentiergerät besteht im wesentlichen aus
einer Ansammlung von Flipflops, Verstärkern, Inveriern,
Zeitgliedern, Relaisverstärkern und Verknüpfungselementen,
die größtenteils zur leichteren Wartung auf Steckeinheiten
untergebracht sind. Die Ein- und Ausgänge sind zur flexib-
len Programmierung auf ein zentrales, auswechselbares
Programmierfeld geführt. Für den Fingriff in das Pro-
gramm sind eine Reihe von Bedieneleinenien wie Schalter,
Tasten und Potentiometer vorhanden. \lehrere Relais stehen
neben den Ausgängen von Flinflops. Verstärkern und Inver-
tern zur Datenausgabe zur Verfügung. Alle diese Teile sind
zusammen mit Taktgeber
as
Bedienteil und Stromversorgungs-
einrichtung in einem Stalhivehdiuse untergebracht.
Bei der Verwendung des ljigital-Experimentiergerates als
Dipitalzusatz werden einige Steuerleitungen durchgeschaltei,
so da ein Tischanalogrechner RA 741 oder RA 742 gewisse
Ger.
Bestückungsumfang 5
. e)
E oS
Baugruppe Bezeichnung Typ Bestell-Nr. Anzahl
Disatal- Experimentiergerät DEN 106 E 55.3044,901-00/E 1 -
TDigitalzusatz DEX 100 Z 55.3044.901-00/7 - 1
Gehäuse 55.32044.125-00 1 1
senschul 55.3044,101-00 1 1
Blip len FS6A 55,5901,840-00 6 6
ers Cpses-Tiverrer TRA 55,5001, 895-00 ] 1
Zeiiglied-ImVerter ZI 6A 55.5001.896-00 1 1
Puls-Generator PG6 A 95.5001. 897-00 1 1
Relais -Steckeinheit S-RS 1 55.7111, 065-00 - 1
Konjunktions -Sieck, S-KS | 55.7111.070-00 1 -
Zubehör Satz Programmierzub. 55.4044, 901-14 1 1
bestehend aus:
Programmierschnur 12,5cm lang) sortiert in den 120 120
Programmierschnur 25cmlang) Farben 80 80
Programmierschnur 50cm lang) Rot- Blau- 4040
Programmierschnur 100cm lang) Gelb- Grün 16.19
Kabelhalter 55.3001.601-00 0
Netzschnur 5 Lv 4941.001-19 1 1
Auswechselbare
Programmierfelder zum Experimentiergerät DPF 110 95.3044.110-00 x -
zum Digitalzusatz DPF 111 55.3044, 111-00 - »*)
Satz Kontaktstifte 55.3001. 715-00 x» x
Verbindungskabel Kabel RA 741/DEX 100 55, 0040,620-60 - %
* nur auf besondere Bestellung
1.3. Technische Daten Die binären Ziffern 0 und 1 werden durch folgende Spannungen
1.3.1. Allgemeine Daten dargestellt;
Eingangsgröße ''0" = 2V 2-2 7%
Fingangsgröße "1" = 10V £20V
Ausgangsgröße |'0" = 2V z OV
Ausgangsgröße ''1" = 10V = 20V
Einheitslast, disjunktiv—50k0hm gegen - 13,5 V
konjunktiv ~1 k0Ohm gegen + 13,5 V
*) Für die Konjunktionen genügt "0" = Kontaktschluß
gegen Masse
ort
4
= offener Kontakt
1.3.2. Flipflop Typ getaktetes RS-Flipflop mit
JK-Charakteristik
Eingangslası 1 Einheit, disjunktiv
Ausgangsbelasıung 10 Einheiten
Dynamische Daten
max. Folgefrequenz 100 kHz typ.
25 kHz min.
Abfallverzögerung
Anstiegsverzögerung =1 us
1.3.4. Verstärker
max. Folgefrequenz
Eingangslast
Ausgangsbelastung
max. Folgefrequenz
Eingangslast
Ausgangsbelastung
Anstiegsverzögerung
Abfallzeit —1 yas
Anstiegszeit 1 yes
1.3.3, Inverter Eingangslast 1 Einheit, disjunktiv
Ausgangsbelastung 10 Einheiten
>100 kHz
2 Einheiten, disjunktiv
10 Einheiten
>100 kHz
1 Einheit, disjunktiv
5 Einheiten
einstellbar zwischen 10 ms und
10s
1.3.6.
Relaisverstarker
1.3.7.
Verknüpfungsele-
mente
1.3.8,
Schalter
1.3.9.
Taktgenerator
Abfallverzögerung
Tastverhältnis
"0" -Zeit/Verzögerungs-
zeit
Eingangslast
Ausgang
Belastbarkeit
Anzugsverzögerung
Abfallverzögerung
Typ
Eingänge
Ausgänge
Belastung
3 Diodenlogik
4 Diodenlogik
5 Diodenlogik
6 Diodenlogik
7 Diodenlosix
11 Dioden.osık
Ausgang
Belastburkei:
Pulstolgefrequenz
Taktsperre
Ansteuerung
Eingänge
Eingangslast
Triegereingang
Ansteuerpegel
Steuerflanke
Steilheit
<1 jus
m]
1 Einheit, disjunktiv
2 Tmschaltkontakte
100%, LA, 30W
<idms
~25ms
passive Diodenlogik
xoniunktiv verknüpft
disjunktiv verknüpfhar
Kingangslast Ausgangsbelastg.
Hinneiten Einheiten
1/2 10
1 20
1 20
1 20
1 20
2 >20
1 Umschaltkontakt
>20 Einheiten, konjunktiv
4 Einheiten, disjunktiv
1; 2,5; 50; 100 Hz;
1; 10 kHz und Einzeltaktauslösung
binär 1"
2, disjunktiv verknüpft
2 Einheiten
6V
negativ
>10V/ ‚us
/
1.3.10. Stromversorgung
1.3.11. Abmessung
1.3.12. Umgebungsbe-
dingungen
Impulsdauer
max. Folgefrequenz
Eingangsimpedanz
Einzeltiakt
Ansteuerung
Schaltspannung
Schaltstrom
max. Folgefrequenz
Paralleleingang
Ansteuerung
Amplitude
Hisukenstellbeit
Impuisdauer
man. bol gefrequenz
Fingangswiderstand
Paralleluaustang
inputs corny
Amplitude
Flankensteilheit
Dauer der Pulslücke
Belastbarkeit
Spannung
Frequenz
Aufnahme
Höhe
Breite
Tiefe
Gewicht
Temperatur
rel. Luftfeuchte
>] pus
&0 kHz typ.
20 kHz min.
4,7k0hm // 1000 pF
Kontakischluß gegen Masse
—-25V
>10 Hz
positive Impulse
>10V
>10V / pus
>3 ‚us
>10G kHz
---5,6 kOhm
S25 jus
>800 Ohm 47 Paralleleingänge
220 VoL
50 Hz > 3%
—~ 860 W
584 mm
550 nım
410 mm
~50 kg
1.4. Aufbau
Das Digital-Experimentiergerät stellt eine geschlossene
Einheit dar, in der neben den Schaltbaugruppen auch die er-
forderlichen Versorgungseinheiten untergebracht sind.
Die aktiven Elemente wie ilipflops, Verstärker, Inverter,
>
“eitgiieder und !telal
cCostarker sowie der Pulsgenerator
sind auf Steckeinheiten mit gedruckter Leitungsführung
aufgebaut und in einen: avin untergebracht. Daneben be-
findet sich auf einen: vesmncderten Chassis das Netzgerät,
während die Elemente der \ ersimipruneselieder direkt hinter
den: Programmier-beid verdrntre: sind.
Den Hauptteil der Frontio.ette nimmı das Programmier-
feld cin, sul dessen Buchser die Pin- und Ausgänge sämt-
licher Schaltbaugruppen gerührt sind,
Zum leichten Auffinden sind die Ruchsen durch Farben ge-
kennzeichnet und gietouc HKlemen'e gruppenweise zusammenge-
faßt, Das Geri? kann. wach .elbaren Programmierfeidern
ausgerüstet werden, um 2.B. das Gerät selbst rationeller
einsetzen zu können bzw. bestimmte Programme auf diese Weise
speichern zu können. Zu diesem Zweck muß das eigentliche Pro-
grammierfeld nur noch mit einem Satz von Kontaktstiften aus-
gerüstet werden. Go cie \ufhängevorrichtung und der Verriegelungs -
mechanismus des abnehinbaren Programmierfeldes zur Grund-
ausristung der Geräte gehören.
Um das Prograininierteld sind die verschiedenen Bedien- und
Anzeigelemente angeordnet. Direkt über dem Programmier-
feld befinde: sich eine Reihe von Anzeigelämpchen, die den
darunterliegenden Ein- und Ausgängen von Flipflops und In-
vertern vertikal zugeordnet sind, Sie zeigen den Zustand
dieser Elemente an, Darüber liegen in der gleichen Zuordnung
die Tasten zum Seizen der Flipflops, Mit den vier darüberlie-
genden Potentiometern kann die Verzüyerungszeit At von vier
Zeitgliedern einzein eingesielli werden.
In der rechten oberen Ecke ist der Berlienleil mit Netzschälter ,
Löschtaste und Taktwahlschalter untergebracht. Darunter be-
findei sich das Koppelleld zum Analogrechner. Die Buchsen
dieses Feldes sind mi zwei 3000 igen Steckerleisten an der
Rückseite Ges Geriies verbuuden, uber die der Ansc
x
zwei Tisrlhannlopre f das Nopnnel-
Funktion
Die danebenliegenden Schalter sind einer Doppelreihe von
Buchsen horizontal zugeordnet. Am unteren Rand der
Frontplatte liegen Tasten und Eingangsbuchsen für Einzeltakt
und Fremdtriggerung.
Das Digital-Experimentiergerät besteht aus einer Reihe von
binären Schalielememen. Die Nonzeption dieses Gerätes er-
möglichi es, bin: re “chuliserke anhand von Blockschaltbildern
oder Boolscher Gleicrunven zu programmieren, d.h. die
auf das Programmierie’ celiurien Ein- und Ausgänge der
Schalfelemenie ait tt) Te von Provrammierschntren geeignet
zuaeriinden, Besonders elecant und einfach wird dieses Pro-
graminieren dadurch. aa nur die binären Informations-Verbin-
dunven here¢s +s. 7 wercen ınüssen, da Stromversorgung und
evenruell erforder iche Inktleitungen bereits intern verdrahtet
sind,
Da das Gerät nur getextete Flipflops oder sog. RST-Flipflops
enthält, lassen sich v.:: ihm getaktete oder Synchron-Schalt-
werke aufbauen. Den Hauntbestandteil eines solchen Systems
bilden die Flipflops «cs zeitbestimmende und speichernde
Elemente,
Die Flipflops lassen sich mi! binären Signalen über Vorspeicher
setzen und rückseizen. \uferdem lassen sie sich mit Tasten
einzeln setzen und gemeinsam über einelöschtaste rücksetzen,
Der Zustand des Flipflops wird durch ein Lämpchen angezeigt.
Auf dem Programınierfeld steht neben dem Ausgangssignal
auch das dazu komplemeniire Ausgangssignal zur Verfügung,
Letzteres ist besonders im Hinblick auf die Verknüpfungs-
elemente wichtig. Diese lassen sich als passive Diodennetz-
werke nur zweistufig-koniunktiv-disjunktiv verknüpfen. Eine
Umkehrung ist jedoch mit Hilfe der de-Morganschen Theorenie
dureh die inversen Ausgänge gegeben, Eine mehrstufige Logik
lässt sich durch “wisene: alien cer Verstärker und Inverter
realisieren. Die Steuerung des zeiilichen Ablaufs erfolgt uber die
Zeitglieder. Ein auf den Eingang dieser Elemente gegebenes Sig-
nal erscheint um eine zwischen 0,91 und 10 Sekunden einstel!-
bare Zeit verzögert am Ausgany.
Die Eingabe von Daten erfolgt durch Handschalter, Setzen
der Flipflop oder Ansteuerung mit binären Signalen. Zur
Auswertung dienen Anzeigellimpchen, Es können aber auch
Txterngseräte, wie zum Beispie! Analogrechner, sowohl
direkt von den Ausgängen der aktiven Elemente (Flipflop,
'
Inverter, Verstärker) sts auch über die Relaisverstärker und
-Kontakte angesteuert werden.
Bei Verwendung des DEN 1067 als Digitalzusatz für Analog-
rechner werden über die \« vbindungsstecker an der Rückseite
des Gerätes eine Reihe con cuer- und Signalleitungen auf
das Programmierfeid vod auf cos Nonpelfeld, das ein Teil
des P’rogrammierfeldes !sı, verii.nt:
Ausgänge von Komparatorversrürkern des Analogrechners
Eingänge von Digital- Analog-Schaltern des Analogrechners
Steuerbuchsen zum Normieren der Flipflops
Lingänge der Ansivueriel ungen für Analogrechner-Betriebs-
zustände
Eingänge der Steuerleiiungen zur Einzelsteuerung der In-
tegrierer
Parallelschal'!eitungen zur Übertragung zusätzlicher
Steuerfunktionen /7.B. für den Anschluß von Komparatoren
und Schaltern bei Krweiterung des Analogrechners}
Kingänue zum Vokten des Experimentiergerätes
Aur diese Weise ist der wechselseitige Eingriff der digital
und der analog programmierten Steuer-bzw. Rechenschaltung
möglich.
Hin Digitalzusatz DEX 100Z kann Anlagen mit bis zu zwei lisch-
analogrechnern versorgen. Die Verbindung des Digitalzusatzes
mit Tischanalogrechnern geschieht über Parallelschaltkabel
ohne äußere Verbindungsleitungen.
10
1.6, Wirkungsweise
1.6.1. Flipflops
Tabelle 1
[mt |
4 |
u A
Setz- > N 5 C Ausgang
Eingang | x T ~—
\ R
Rucksetz- > A a ( inversausgang
Eirgang wy ,
i Loschen \
| _
Lo le m nn
ot Flipflop Symbot
Die Flipflops sind aktive Elemente mit Speichereigenschaften
für binäre Zustände. Sie sind als getaktete synimetrische Flip-
flops mit Kondensatorvorspeicher und Ausgangsverstärker auf -
gebaut. Auf das Programmierfeid geführi sind Setzeingang "S”,
Riicksetzeingang ''R'' und zwei Ausgänge "A" und "A", deren
Zustände zueinander komplementär sind, so daß neben dem Aus-
gangssignal auch das dazu inverse Signal zur Verfügung steht,
Die Flipflops lassen sich ungetaktet einzeln mittels Drucktaste
setzen und über die gemeinsame Löschleitung normieren,
Den Ausgangszustand zeigt ein Lämpchen an. das leuchtet, wenn
am Ausgang die Bedingung "1" herrscht,
Die Funktionstabelie der Flipflops ist in Tabl dargestelit. Die
Eingangssignale 5 bzw, R , werden zum Zeitpunkt t an die Ein-
Q n
gänge 5 bzw. R der Vorspeicher gelegt. Die Ausgänge A bzw. A
haben zu diesem Zeitpunkt die Zustände A bzw. A_. Nach dern
n
Eintreffen des Taktimpulses gehen diese dann in den Zustand
A bzw. A über,
n+l n+]
Eingangssignal Ausgangszustand
n n n+l
0 0 \
n
0 1 0
1 ie 1
1 A
A
pn
par
1.6.2. Verkntipfungs -
elemente
Das aus der letzten Zeile der Tabelle ersichtliche Verhalten
kennzeichnet die JK-Charakteristik der Flipflops. Dieses
JK-Verhalten ermöglicht es. auf einfache Weise Binär-Unter-
setzer und Zähler zu realisieren, obwohl die Flipflops synchron
getaktet werden (siehe hierzu auch Programmierung 2.4.). Es
genügt, beide Eingänge mit einer 1’ zu beschalten, die Aus-
gänge wechseln dann mit jedem Takt ihren Zustand.
Einen weiteren Vorteil haben cie Flipflops aufgrund der in den
Eingängen hefindlichen Ertkonnmlungsdioden (vgl. Abs, 2.4.4.5.).
Sie ermöglichen den Aufbau von Schieberesistern u.ä. durch
einfaches Hintereinanderschalien cer Fiinflopsfvel, Abs. 2.4.4.7.)
Konjunktive Eingange
bzw '
disjunktive Ausgange
Symbol
tL no -
Bei den Verknüpfungselementen handelt es sich um passive
Diodennetzwerke, mit denen sich je nach Programmierung
Konjunktionen oder Disjunktionen realisieren lassen. Vom
Eingang her gesehen ergeben die Dioden für den verwendeten
positiven Signelhub eine Koniunktion (UND-Glied). Die Anoden-
seite ist direkt mit dem Noniunktionswiderstand verbunden,
Mindesiens eine der Dioden mu als Ausgang verwendet werden.
Diese läßt sich dann mit Dioden weiterer Elemente direkt zu
einer Disjunktion (ODER -Glied)verbinden. Der zugehörige Dis-
junktionswiderstand wird durch das Eingangsnetzwerk des
folgenden aktiven Elements (Flinflop, Verstärker usw.) ge-
bildet.
IS
- - aktives Element
yea ares z B. Verstarker
!
|
!
|
|
| 413, 5%
|
L
V/
|
Schaltplon
N/
Es läßt sich damit eine zweistufige Logik in der Reihenfolge
Konjunktion-Disjunktion aufbauen, Für eine mehrstufige Lo-
gik ist die Zwischenschältung von aktiven ungetakteten Ele-
menten wie Verstärkern und Invertern erforderlich. Eine
Umkehrung der Reihenfolge ist nur durch Anwendung der
de-Morganschen-Theoreme (siehe Programmierung) mög-
lich.
Die Mehrfachausnutzung einer Diode als Ausgang ist möglich,
wenn dem Netzwerk als aktive Elemente Flipflops folgen, da
in deren Eingängen Eintkouplungsdioden eingeschaltet sind. In
allen anderen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, mehrere
Dioden als Ausgänge zu verwenden.
Nach dem Vorhergesagten siehen also von jedem n-teiligen Ver-
knüpfungselement maximal n-1 Dioden zur Bildung einer Kon-
junktion zur Verfügung und zur Bildung einer Disjunktion mit
m Variablen sind m Verknüpfungselemente erforderlich,
13
1.6.3, Verstarker Die Verstärker sind ungetakteie aktive Elemente und liefern
am Ausgang das verstärkte Eingangssignal. Sie dienen im Zu-
sammenhang mit den passiven Diodennetzwerken besonders
zum Aufbau von mehrstufigen Verknüpfungen (siehe 1.6.2.).
Zu tl Ausgang A
dis, ob tive
Eingang E
£ a
Verstorke: Symbol
1.6.4. Inverter Die Inverter sind unge’akteie aktive Elemente und liefern
am Ausgang das invertierte und verstärkte Eingangssignal.
Sie dienen dem Aufbau von menrstufigen Verknüpfungen (s.
1.6.2.). Da sie außerdem mit \nzeigelämpchen ausgerüstet
sind, die aufleuchten. wenn sin Fingang eine "1" steht, eignen
sie sich besonders zum Ki roben von Schaltwerken. Die passive
Logik kann damit schon vor Takrauslösung auf ihre Richtig-
keit überprüft werden.
nr.
IDEE:
disjunktiver
iver sausgang A
Eingang E
ers Symtet
1.6.5. Zeitglieder Die Zeitglieder sin uncetaktete aktive Elemente, deren
Ausgänge das veltvergrorerte Eingangssignal liefern. Sie
ermöglichen es, in den getakteten Ablauf der Synchronlogik
einzuoreifen und gewisse Zeitabhängigkeiten hineinzubringen.
Die Zeitulieder bestehen im wesentlichen aus einem RC-Glied
mit nachgeschaltetem Iınpulsformer. Das RC-Glied ist mit
einem Richteilement überbrückt, so daß die 0 unverzögert,
die 1 jedoch verzögert durchgescnaitet wird. Die Zeitkon-
stante des RC-Gliedes ist für Verzögerungszeiten At von 10 ms
bis 10 s mil einem von der Frontplatte aus bedienbaren
Potentiometer einstellbar, Die Erholzeit des Eingangsnetz-
14
disyurkt 2
Eings 4
1.6.6, Relaisverstärker
1.6.7. Schalter
disjurktiver
Einganc E
werkes liegt in der Größenordnung der kleinsten Zeitkon-
stanten, so daß für konstante Verzögerungszeiten die Zeit,
für die der Eingang auf U gesetzt wird, mindestens ebenso
grok sein muß, wie die folgende Verzögerungszeit.
Zeitglier Symbol
2
7
N
=
w
wn
<=
mach olter ]
S
—
Symbol
Retoisversta re:
Die Relaisverstärker erin ciicnen es, den Ausgang eines
Schaltwerkes über I mse!- kontakt extern auszuwerten, 50
istes z.B. mön!. Sen ole Nomakte die Integrierer-Relais
eines angeschlossehen no ovvechners zu steuern. Um zu ver-
meiden, daß dur. cline Penloropranimierung Fremdspannungen
auf die L.ogikelerieri sceniien, wurden die Kontakte außerhalb
des Programmiierte des aul dus Steuerfeld verlegt. (vgl. Abb. AR
135) Die Kontakte sind im vorsiehenden Bild gekennzeichnet.
Wird der \ers’ürker-Envang mit 0 beschaltet, liegt die Kontakt -
zunge in der mi einer: Querstrich gekennzeichneten Lage,
Die Schalter sind aktive Elemente und dienen zur manuellen
Eingabe von Boolschen Variablen. Sie sind symmeirisch mit
zwei zueinander komplementären Ausgängen aufgebaut.
1.6.8. Koppelfeld
1.6.8.1. Funktionsleitun-
gen der Pausentaste
nur bei DEX 100 Z
Die Schalter haben zwei Stellungen, In der linken Stellung (beim
Blick auf das Gerät) liefert A (linke Buchse) eine | und A eine 0,
in der rechten Lage ist A = Gund A = 1.
!
77 X Ausgang A
+13,5 V | | nr?
| j I | NL,
— 7 }-—- 1 Inversausgang A
| Symbol
+13,5V
Schotter
Das Koppelfeld ist ein besonderer Teil des Programmier-
feldes (s. Aufteilung Programmiierfeld 2.4.1.). In der Ge-
räteausführung DEX 100 LE fait der Steckeinheit S-KS1) ist es
mit normalen 6-teiligen Verknitipfungselementen ausgerüstet.
In der Ausführungsform DEN 100% (mit der Steckeinheit S-RS1)
treten jedoch an deren Stelle neben zwei vierteiligen Ver-
knüpfungselementen die Funktionsleitungen der Pausentaste
des angeschlossenen lischnnalosrechners RA 741 sowie dessen
Komparatorverstärkerausgänge und Komparatorschaltereingänge
(Digital-/Analog-Schalter).
p- Leitung | +13,5V 135 V
CA |
Leschieitung
Die p-Leitung wird durch einen Ruhekontakt des Pausenrelais
im Tischanalogreciiner gestenert, d,h. wenn die Pausentaste
betitig: ist, ist das Relais nicht erregt. Die Kontakte befinden
sich in der geveichneten Stellung. PT liefert eine 1, PT eine 0.
Sind die Buchsen 1:6 verbunden, werden die Flipflops gelöscht.
In allen anderen Betriebsstellungen des Rechners isi das Re-
lais erregt.
16
1.6.8.2. Komparator - Der Zustand des Ausgangs eines Komparatorverstärkers
verstärkerausgänge gibt eine binäre Aussage über die Größe seiner Eingangs -
(nur bei DEX 100 Z) spannungen und damit über den Zustand des Analogrechner-
programms, Er besitzt somit eine besondere Bedeutung bei
der Kopplung von analogen und digitalen Systemen. Die Kom-
paratorverstärkerausgänge werden wie die Ausgänge der üb-
rigen aktiven Elemente behandelt. Allerdings sind die Kom-
paratoren des Analogrechners RA 741 (Typen HKM 111 und
HRNE 111) nur mit zwei Hinheiten belastbar (siehe Technische
Daten, Abschn. 1.3)
Die Ausgänge liefern eine 1. wenn die Summe der Eingangs -
spannungen größer ais 0 ist,
Up:
1 | + BV
A
Leg |
ty Stelleingang E
Kompor atorausgang A. i |
u |
Kompoaratorverstarker Schaiter
1.6.8.3. Komparator- Komparatorschalier oder Digital ’\nalog-Schalter (D/A-
Schaltereingänge Schalter) ermöglichen es, eine analoge Größe mit Hilfe einer
(nur bei DEX 100 Z) digitalen Stellgröße zu schalten und erlauben es somit, das
Analogprogramm zu steuern, Die D/A-Schalter bilden das
Gegenstück zu den Komparatorverstärkern.,
Die Schaltereingänge der im RA 741 verwendeten Komparator-
schalter (Typen HKM 111, MKF 111, AKM 741, AKE 741) sind
beim Programmieren des DEN 1002 wie die Verkniipfungs -
elemente (Konjunktionen) zu behandeln, bilden jedoch nur eine
Belastung von 0,1 Einheiten. Ebenso wie bei diesen wirkt auch
ein unbeschalteter Eingang wie mit 1 beschaltet. Die Zungen
der dazugehörigen Umschalter befinden sich dann in Ruhelage.
1.6.9. Taktgenerator Der Taktgenerator liefert die für die Flipflops erforderlichen
Taktimpulse, Er besteht aus Generator, Impulsformer und
Leistungsverstärker.
1.6.10.Stromversorgung
|
4— 1unz ———4
Fremd
Parallel
Einzel
ıNz O17
TS Hz - 6
5C Hz
GE Hz
Takt
leitung
TC kAZ
TU Tu 2.530
u > © J i — o 2 S
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Co x a - . un
oe Eu cs In Schalter se 3
eo = wos stellung Qu dt
Parallel unterbrocher
Der Generator ist ein moacditiviemer \ultivibrator und liefert
eine Impulsfolge, deren Freuen“ durch einen Drehschalter
an der Frontplatte wählbar is:, In den Stellungen "Fremd-, Parallel-
und Einzeltakt'' wird der Generator angehalten.
Bei 50Hz ist der Takt netzsvnehronisiert.
Der nachfolgende Impulsformer besteht aus Ansteuerteil und
einem MonoflopOS. Über den Ansteuerteil kann das Monoflop
durch Eigentakt, Einzeltakt und Fremdtriggerung angestoßen
werden. Dieses liefert dann einen negativen Impuls von 20 ‚us
Dauer, dessen positive Flanke, nach Verstärkung im Leistungs-
verstärker, zur Taktung der Flipflops herangezogen wird.
Der Parallelausgang ermöglicht es, mehrere parallelgeschaltete
Leistungsverstärker synchron von einem Taktgenerator anzu-
stellen,
Im Ansteuerte.l des Iimnuls’ormers ist noch eine Taktsperre
vorgesehen, die es ermöglicht. die Durchschaltung der Takt-
und Triggerimpulse zum \lonoflop per Programm zu unter-
binden.
Von der Stromversorgungseinheit werden alle für den Betrieb
des Gerätes erforderlichen Gleichspannungen geliefert. Drei
Brückengleichrichter mit anschließenden Glättungsgliedern
erzeugen die Gleichspannungen von +10,5V, +13,5 V und
-13,5V.
Zur Anzeige des Finschaltzustandes und zur Kontrolle der
Neizsicherung dienen zwei Lampchen an der Frontplatte des
18
2. BETRIEB
2.1. Inbetriebnahme Das Gerät wird mit einer normalen Netzschnur (Flexo-Schuko-
2,1.1. Netzanschluß Leitung) an das W echseis romnetz angeschlossen, Dabei ist
auf richtige Netzspannung und -frequenz zu achten (220 V
+10%, 50Hz + 2 Hz). Dus Gerät ist auch bei abweichenden
Netzfrequenzen noch be'ricbsfähig (45 Hz bis 65 Hz), jedoch
treten Mitzieherscheinungen des Taktgenerators bei 50 und
100Hz auf.
2.1.2. Einschalten Das Gerät ist mit dem Ne‘rschalter, der sich in der rechten
oberen Ecke der From: ce berindet, einzuschalten. Danach
muß die daneben befindliche Netz -Kontrollampe aufleuchten,
Leuchtet auch die Sicheriuceskontrolleuchte auf, so ist die
dahinter befind!iche Ne’rsicherung unterbrochen und auszu-
wechseln,
2,2, Anschluß von Für den Anschlu von Externgeräten sind keine besonderen
Externgeräten \afnanmen erforderlich, außer, daß für einen gemeinsamen
Berugspunk dureh Verbinden der Massepunkte gesorgt wird.
Yusnanınen davon bilden nur die Parallelschaltung von Digital-
Experimentiergeräten und der Anschluß von Tischanalogrechnern
des Typs RA 741.
2.2.1. Parallelschal- Beim V’arallelbetrieh von Digital-Experimentiergerdten sind
tung mehrer DEX 100 neben der Masse auch noch die Leistungsverstärker der Takt-
generatoren parallel zu schalten,.um eine synchrone Taktung
der Flipflops zu gewährleisten. Zu diesem Zweck brauchen
tt
nur die Buchsen ~
Parallel-Betrieb' der Geräte miteinander
verbunden zu werden und die Taktwahlschalter der parallei-
laufenden Geräte auf "Parallel” geschaltet zu werden (siehe
2,3.3.3.). Der Taktgenerator des nicht auf "Parallel ge-
schalteten Gerätes übernimmt dann die Steuerung. Es können
maximal 7 DEX 100 von einem Taktgenerator angesteuert werden,
2.2.2. Anschluß von Tisch- An der Rückseite des DEX 100 Z befinden sich zwei 30polige
analogrechnern RA 741 Buchsenleisten, an die über je ein Verbindungskabel (Typ
RA741/DEX 100) zwei RA TAL angeschlossen werden können.
ber diese Kabel werden neben Bezugspunkt und Relaisspannung
such sämtliche erforderlichen Funktionsleitungen zum Koppel-
IQ
‘elo und Steuerfeld (siehe diese unter 2.4.1. und 2.4.2.) ge-
eisen ist. is das DEN 100% bei Anschluß eines RA 741
ei ol nse otoisten such als Digitalzusatz ausgerüstet
te > eckeinheit S-RS I anstelle der S-KS1
une - u Jicung der Elemente entsteht bei
ee ee eer aie Funktion des Koppelfeldes
IST eu \ Lu
2.3. Bedienung Die Bedienung des Gert es =... rselen win:s von der Pro-
grammierung, auferorden ie rir sen. Din Deschbünßt sich
neben der Wahl des Takies aur des Sobre Uni Set een
der Flipflops sowie auf die Finstellung der Ze vg iecen.
Die erforderlichen Einstellungen werden - ebenso wie das
Programmieren - zweckinäßigerweise vor Auslösung des Taxies.
d.h. in der Stellung "Rinzeltakt" (siehe 2.3.3.). vorgenommen.
Erst danach wird mit der Wahl der gewünschten Taktfrequenz
der Takt ausgelöst,
2,3.1. Normieren, Durch Drücken der Taste "Löschen" lassen sich, vor Auslösung
Löschen des Taktes, sämtliche Flipflops geineinsam auf A = 0 nor-
mieren. Die Anzeigelampen der FF müssen dann alle gelöscht
sein,
Bei angeschlossenem RA 741 kann die Normierung auch durch
Betätigen dessen Pausentaste vorgenommen werden, wenn die
}
Buchsen "Lö" überbrückt sind (siehe 2.4.1., Koppelfeld),
2.3.2, Setzen der Mit Hilfe der Setztasten können die Flipflops einzeln auf
Flipflops A = 1 gesetzt werden. Die Setztasten befinden sich oberhalb
des Programmierfeldes mit senkrechter Zuordnung zu den
20
2.3.3. Takten
2.3.3.1. Auslösung durch
eine Impulstolge
2.3.3.2. Einzeltakt
2.3.3.3. Paralleltakt
2.3.3.4. Fremdtakt
2.3.4, Einstellen der
Zeitglieder
entsprechenden Ein- und Ausgangsbuchsen der Flipflops. Die
entsprechenden Anzeigelaimpen müssen dann aufleuchten.
Der Drehschalter in cei rechten oberen Ecke der Frontplatte
ermöglicht es, zwischen bestimmten Auslöseformen des für
die Flipflops erforderlichen Taktes zu wählen,
In den Stellungen I Hz. 2,5 ffs. 50 Hz, 100 Hz, 1 kHz,
10 kHz wird der Paki dume come imıpulsfolge gleicher Frequenz
In der Stellung "Einze. hens ces Takı einzeln durch Drücken
der Taste "Finzel” Ivrechts unten) ausgelöst werden, Das
Gleiche ist auch dureh Nomsarseli.änt zwischen der daneben-
liegenden Buchse "Tine 0 un esse möglich. Außerdem
kann durch Drücken Ger Poste Dauer eine Impulsfolge mit der
Frequenz von 2.5 Hz zusgel st werden.
In der Stellung Por: el wird der Takt von einem parallel -
veschase en DEN O0 geiiefert. Zu diesem Zweck müssen
außerde:. die Buchsen "Parallelbetrieb' der Geräte mit-
einander verbunden werden (siehe 2.2.1.).
In der Stellung "Fremd kann der Takt durch Fremd-Trigger-
: u Vs wy B , ttn: nimm rt :
impulse, die über die Buchse Triggereingang eingegeben
werden, ausgelöst werden, Hierzu sind die Technischen Daten
"Taktgenerator, Triggereingang’ (Abschn. 1.3.) zu beachten.
Die Verzögerungszeit ai der Zeitglieder kann mit Hilfe der
Potentiometer, die sich am oberen Rand der Frontplatte be-
finden, im Bereich von 10 ms bis 100 s eingestellt werden.
Die Einstellung ist ungeiahr logarithmisch.
2l
2,4, Programmierung
2.4.1. Aufteilung des
Programmierfeldes
(vgl. Abb. AR 135)
Unter Programmierung versteht man in diesem Zusammenhang
das Verbinden der auf ein Buchsenfeld geführten Ein- und
Ausgänge spezifisch definierter Digitalelemente mittels Steck-
schnüren zu einem gewünschten Schaltwerk. Das Schaltwerk wird
in den meisten Fällen als Funktionsübersicht oder in algebraischer
Schreibweise (Boolsche Gleichungen) festgelegt sein.
Das DEX 100 besitzt zwei Buchsenfelder. Einmal das Program-
mierfeld - oder im Gegensatz zum Programmierfeld eines
Analogrechners auch "Digital-Programmierfeld' genannt - auf
das die Ein- und Ausgänge der "logischen Elemente" geführt sind.
Diese Elemente sind so ausgelest, daß praktisch auch eine
Fehlprogrammierung, solanse sie nicht über das Programmier-
feld hinausgeht, nicht zu einer Zerstörung der Elemente führen
kann,
Das zweite Buchsenfeld. das sogenannte Steuerfeld, führt da-
gegen insbesondere bei Nobm.ung v2 einem Tischanalogrechner
Relaisspannungen, die in einem ganz anderen Bereich als die
binären Informationssisna.e lesen. Eine Verbindung zwischen
Programmierfeld und S’euerfeld ist deshalb nach Möglichkeit
zu vermeiden.
Das Prosrammierfeld enthält 450 Buchsen, die entsprechend
ihrer Funktion durch Beschriftung und Farbe gekennzeichnet
sind. Zur leichteren Auffindung sind die Buchsen gleicher
Funktionsgruppen zusammengefaßt und gegen die übrigen
durch Striche abgegrenzt.
In der folgenden Liste der Buchsenbelegung sind die Buchsen
zur Orientierung mit Adressen versehen. Die Zuordnung der
Adressen ergibt sich aus den Koordinaten des Übersichts-
planes (Seite 39). Die Zeilen und Spalten des Programmier-
feldes wurden zu diesem Zweck mit Buchstaben bzw, Zahlen
versehen. Die Numerierung korrespondiert mit derjenigen
des Stromlaufplanes 3.1.
Das DEX 100 wird in zwei Ausführungsformen geliefert, die
sich nur in der Belegung des Koppelfeldes unterscheiden
(Pos. - 9 - ). In der Ausführung DEN 100E ist das Koppel-
feld mit vier Verknüpfungselementen belegt.
In der Ausführung DEX 100 Z sind zusätzlich zu zwei Ver-
knüpfungselementen die Komparatorverstärkerausgänge und
Komparatorschaltereingänge sowie die Funktionsleitungen
der Pausentaste von zwei anzuschließenden RA 741 auf das
Koppelfeld geführt.
Die Beschriftung sowohl des festen als auch des auswechselbaren
Programmierfeldes ist einheitlich und trägt der Anwendung des
Gerätes als Digitalzusatz (DTN 100Z) Rechnung. Die Buchsen-
farben dagegen dienen in erster Linie beim Gebrauch als Experi-
mentiergerät zur Orientierung. Sie sind daher beim festen wie
beim auswechselbaren Programmierfeld DPF 110 entsprechend
der Ausführungsform des Dici:al-Experimentiergerates (DEX 100 E)
ausgelegt. Auf Wunsch is: aber auch das auswechselbare Program -
mierfeld DPF 111 lieferbar, bei dem außer der Beschriftung auch
die Farbgebung der Aus’ührungsiorm als Digitalzusatz entspricht.
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2.4.2. Aufteilung des
Steuerfeldes
Das Steuerfeld dient nur der Kopplung des DEX100Z mit
Tischanalogrechnern RA 741. Auf dem Steuerfeld sind alle
cie Leitungen zusammengefaßt, die gegenüber den auf das
Konpelfeld geführten Leitungen Relaisspannung (-25 V)
!ühren und deshalb nicht mit den digitalen Schaltgliedern
verentinft werden dürfen.
Dıs steuerfeld ist in der gleichen Art wie das Programmier-
"el sexennzeichnet und adressiert. Zu beachten ist noch
Ce „umellung in zwei senkrechte gleiche Gruppen. Diese
sine non der Rückseite befindlichen 30-poligen Buchsen-
leisten. .n somit dem dort anzuschließenden linken Rechner I
una orn Rechner II zugeordnet.
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