Analog Computers

Reference / Paper · 1966

Zur Steuerung von Analogrechenschaltungen

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A 1966 German academic article from the Institut für Angewandte Mathematik at Technische Hochschule München, presenting switching-control methods for sequencing analog computer programs. The authors (Heinhold and Kulisch) describe how a matrix-based digital control unit can manage the compute/halt/initial-condition phase sequence of analog integrators, including branching on comparator outputs for iterative convergence and multi-segment computations. Published in Elektronische Rechenanlagen, Vol. 8, No. 5, pp. 231–235, it anticipates the digital-control architectures of hybrid computers.

Manufacturer
Technische Hochschule München
Author
J. Heinhold; U. Kulisch
Year
1966
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
general theory
Pages
6
  • Technische Hochschule München
  • analog computer control
  • switching control
  • hybrid computing
  • finite state machine

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Zur Steuerung von Analogrechenschaltungen

Zur Steuerung von Analogrechenschaltungen Switching control for analog computer programs Elektron. Rechenanl. 8 (1966), H. 5, S. 219—225. Manuskripteingang: 4. 4. 1966. Die Arbeit behandelt verschiedene Vorschläge zur Evzielung einer einfacheren und flexibleren Steuerung von Analogrechen- schaltungen bei iterativer Arbeitsweise. Es wird ferner eine geeignete, typenunabhängige Symbolik zur Beschreibung der Steuerung des Rechenablaufs durch eine Steuerskizze angege- ben This paper treats several suggestions for obtaining a simpler and more flexible switching command for analog computer programs involving ttevative methods. It also provides a suita- ble symbol-table, which together with the circuit diagram des- cribes graphically the switching during the iterative pass. This symbol-table is independent of the particular computer. 1. Einleitung Ähnlich, aber noch ausgeprägter als beim Digitalrechnen zerfällt auch beim Analogrechnen ein größeres Rechenpro- gramm in einen Rechenteil und einen Steuerteil, der die Einhaltung einer gewissen Reihenfolge und das Ineinander- greifen gewisser Teile des gesamten Programmes regelt. Die Rechnung spielt sich ab im Bereich reeller Variabler. Zur Steuerung verwendet man Boolesche Variable. Zur Beschreibung der Rechenschaltung ist seit Jahren eine ziemlich einheitliche Symbolik gebräuchlich. Im Gegensatz dazu hat sich zur Beschreibung der Steuerung des Rechen- ablaufes bisher noch keine einheitliche und allgemein ver- wendbare Symbolik herausgebildet. Ein Grund dafür mag in der unterschiedlichen Organisation der verschiedenen kommerziellen Anlagen liegen. Die vorliegende Arbeit ist entstanden aus dem dringenden Bedürfnis nach einer einfachen, maschinenunabhängigen Symbolik, welche die Steuerung des Rechenablaufes ein- deutig und reproduzierbar wiedergibt. Bei dieser Symbolik sollte den Grundprinzipien sowie mathematischen Ge- sichtspunkten der Vorrang vor vielfach üblichen techni- schen Realisierungen eingeräumt werden. Das Ergebnis erwies sich als einfacher, übersichtlicher und vor allem flexibler als dies für die meisten kommerziellen Anlagen erforderlich wäre. Nachträglich stellte sich daher die Auf- gabe, eine Maschine anzugeben, welche die Möglichkeiten der entwickelten Symbolik voll ausschöpft. Diese Anlage, wie die genannte Symbolik, wird im folgenden besprochen. 2. Die Rechenzustände eines Integrierers Die Rechenelemente eines Analogrechners lassen sich, wenn man sie vom Gesichtspunkt der Steuerung des Rechen- ablaufes her betrachtet, in zwei Klassen einteilen. Die einen verhalten sich stationär, d.h. sie befinden sich während des Rechenablaufes stets im selben Zustand. In diese Klasse gehören beispielsweise die Potentiometer, Summierer, Mul- tiplizierer, die allgemeinen und speziellen Funktionsgeber usw. Ein Multiplizierer liefert beispielsweise während des Rechenablaufes am Ausgang stets das Produkt der Ein- ‚gangsgrößen. Die zweite Klasse wird im wesentlichen von den Integrierern repräsentiert. Sie verhalten sich nicht von J. HEINHOLD und U. KULISCH Institut für Angewandte Mathematik Technische Hochschule München stationär, d.h. sie können während des Rechenablaufes verschiedene Zustände annehmen und dabei jeweils ver- schiedene Operationen ausführen. Für die Steuerung des Rechenablaufes sind lediglich diese nicht stationären Rechenelemente von Bedeutung. Die Aufgabe der Steue- vung einer Analogrechenschaltung besteht darin, die nicht stationären Rechenelemente der Schaltung zu geeigneten Zeitpunkten in die gewünschten Zustände überzuführen. — un(t) iL——o u(t) Bild 1. Prinzipschaltbild eines Integrierers. Um die Rechenzustände eines Integrierers zu untersuchen, betrachten wir das Prinzipschaltbild eines Integrierers Bild 1. Für die Steuerung des Rechenablaufes sind die beiden in Bild 1 mit A und R bezeichneten Relaiskontakte von Bedeutung. Jeder dieser Schalter kann zwei Stellungen annehmen, die wir mit 0 im offenen und L im geschlossenen Zustand bezeichnen. Jede Kombination der Schalterstellungen bezeichnen wir als Zustand des Integrierers. Ein Integrierer besitzt dem- nach insgesamt vier mögliche Zustände, die in Bild 2 zu- sammengestellt sind. Nummer des| Relaisbezeichnung | Bezeichnung des Zustan- Zustandes A R des des Integrierers 1 0 L Rechnen 2 L 0 Anfangsbedingung 3 0 0 Halt 4 L L keine praktische Bedeutung Bild 2. Die Zustände eines Integrierers. Im Zustand 1 ist das A-Relais offen und das R-Relais geschlossen (siehe Bild 1). Wir bezeichnen diesen Zustand als Rechnen. Die Eingangsgrößen uy(t) (v = 1(1)”) werden über die Eingangswiderstände R, (v = 1(1)n) geleitet auf das Gitter eines offenen Verstärkers (V) mit einem sehr hohen Verstärkungsfaktor V>>1, dessen Ausgang über einen Kondensator der Kapazität C in den Eingang zurück- gekoppelt ist. In diesem Zustand liefert der Integrierer bekanntlich am Ausgang die Größe t ué)=— f 2 kyw(r)dr+u(0), t=O0v=1 mit kv = 1/RvC. Dabei ist #(0) derjenige Wert, welcher zum Zeitpunkt ¢ = 0 am Ausgang des Integrierers anliegt. Die Einstellung dieses Anfangswertes “(0) muß vor der eigentlichen Rechnung erfolgen. 219 Hierzu dient der Zustand 2 (siehe Bild 2). Hier ist das A-Relais geschlossen und das R-Relais offen. Wir bezeich- nen diesen Zustand als Anfangsbedingung. In diesem Zu- stand wird bekanntlich der Kondensator und damit der Ausgang des Integrierers auf den Wert (0) aufgeladen, falls am Eingang die Größe ug = —u (0) anliegt. Im Zustand 3 sind beide Relais offen. Wir bezeichnen diesen Zustand mit Halt. Der Integrierer halt hier eine zeitlang den Endwert des Zustandes, den er vor dem Zustand Halt inne hatte. War dies der Zustand Rechnen, so halt er den Endwert der ausgeführten Rechnung. War es der Zustand Anfangsbedingung, so hält er den eingestellten Anfangs- wert. Der Zustand Halt wird beispielsweise dazu benutzt, um einen errechneten Wert «(f,) auszudrucken. Ein Digi- talvoltmeter oder ein Drucker braucht nämlich, um einen Wert u(tf,) erfassen zu können, eine gewisse Zeitspanne. Während dieser Zeitspanne darf sich der zu lesende Wert nicht ändern. Die Rechnung muß daher kurzfristig durch den Zustand Halt unterbrochen werden. Der Zustand 4, in dem beide Relais geschlossen sind, hat keine praktische Bedeutung. 1 El) __ >t U oo Die Stellungen der Relais eines Integrierers werden durch Anlegen von Steuerspannungen hervorgerufen. Eine solche Steuerspannung kann nur zwischen zwei festen Werten hin und her springen (Bild 3). Hierfür werden bei den ein- zelnen Maschinentypen unterschiedliche Spannungswerte verwendet. Mathematisch ist eine Steuerspannung nichts anderes als eine Boolesche Variable. Ihre beiden Werte bezeichnen wir mit 0 und L und sprechen dann von einer Steuergröße. Wir identifizieren nun die Werte einer Steuergröße s (¢) mit den Zuständen eines damit gesteuerten Relais, indem wir vereinbaren: Ein Relais ist bei Anlegen einer Steuer- größe s (£) geschlossen, wenn diese den Wert L hat und es ist offen, wenn die Steurgröße den Wert 0 besitzt. Bild 3. Steuerspannung. 3. Elementares und nichtelementares Analogrechnen Bezüglich der Zustände der in einer Schaltung verwendeten Integrierer unterscheiden wir zweierlei Arten von Analog- rechenschaltungen durch die Definition: Eine Rechenschaltung bzw. die Rechenart heißt elementar, wir sprechen dann auch von elemen- tarem Analogrechnen, wenn alle Integrierer der Schaltung synchron gesteuert werden und sich gleichzeitig im selben Zustand befinden. Andern- falls heißt die Schaltung bzw. die Rechenart nichtelementar oder iterativ. Wir besprechen kurz die wichtigsten Arten des elementaren Analogrechnens: a) Das repetierende Rechnen Die Steuerung des Rechenablaufes erfolgt hier über ein zentrales Steuergerät, das wir als Uhr bezeichnen. Eine Uhr führt die Integrierer einer Schaltung in zyklischer Folge in die Zustände A (Anfangsbedingung), R (Rechnen), A, R, A, R, ... über. Für die symbolische Darstellung einer Uhr verwenden wir im einfachsten Fall einer Zweiphasenuhr das in Bild 4 angegebene Symbol. Ein ‚‚Zeiger‘‘ läuft mit konstanter Winkelgeschwindigkeit um und wechselt nach konstanten Zeiten ta bzw. tr den Zustand der Schaltung. Bei jedem Umlauf des Zeigers wird die Rechnung genau wiederholt. Richtet man die Rechnung so ein, daß sich sehr kurze Bild 4. Symbolische Darstellung einer Uhr. TA TR Zeiten ta und rr ergeben, so erhält man auf einem Oszillo- graphen unter Ausnutzung des Nachleuchteffektes des Bildschirmes ein stehendes Bild der Lésung des Problems’). Werden während der einzelnen Repetitionsvorgänge Para- meter abgeändert, so kann man die Lösung als Funktion dieser Parameter auf dem Oszillographen beobachten. b) Das „einmalige Rechnen‘'?) Die Steuerung des Rechenablaufes erfolgt hier über gewisse Hauptrechenzustinde, die wir mit A für „Anfangsbedin- gung‘, R für „Rechnen“, H für „Halt“ usw. bezeichnen. Diese Zustände werden meist durch Druck auf dafür vor- gesehene Leuchttasten hervorgerufen (Bild 5). Man spricht in diesem Falle von Handsteuerung der Hauptrechenzu- stände. Die Gesamtschaltung kann sich immer nur in einem Hauptrechenzustand befinden, so daß die Anwahl eines Hauptrechenzustandesautomatisch den vorherigen beendet. Häufig ist es erwünscht, den Hauptrechenzustand genau nach Ablauf eines vorgegebenen Zeitintervalles zu ändern oder etwa den Rechenzustand von Ergebnissen der Rech- nung her zu steuern. Letzteres ist beispielsweise der Fall, wenn der Wert einer Funktion # (f) zu einem Zeitpunkt :, interessiert, in dem eine mit derselben Schaltung berech- nete Funktion v (¢) eine Nullstelle besitzt. Man wird dann die Rechnung zum Zeitpunkt i, kurzfristig unterbrechen, um den Wert « (f,) ausdrucken zu können. Ein Anhalten der Rechnung von Hand wäre aber viel zu ungenau. Jedem Hauptrechenzustand ist daher eine Buchse für externe Steuerung durch eine Steuergröße zugeordnet. Die Rech- nung wechselt in den betreffenden Hauptrechenzustand,. wenn diese Steuergröße vom Wert0O auf den Wert L springt. A R HoT} rep |] RH | usw. Taster für Handsteverung ° ° ° ° ° Buchsen fir externe Steuerung Bild 5. Steuerung des Rechenablaufes über Hauptrechen- zustände. c) Rechnen mit periodischem Halt Die Steuerung des Rechenablaufes erfolgt hier wieder über eine Uhr, welche zyklisch die Zustände R, H, R, H, R, H,... aufruft. Der Lauf der Uhr wird durch Druck auf eine dafür vorgesehene Taste (RH in Bild 5) gestartet. Zuvor muß jedoch duch den Hauptrechenzustand A (Anfangsbedin- gung) dafür gesorgt werden, daß die Schaltung die richtigen Anfangswerte annimmt. Das Rechnen mit periodischem Halt läßt sich etwa dazu verwenden, um Werte zu berechnender Funktionen %; (f) (i = 1(1) m) an äquidistanten Stellen fj (j = 1 (1) ”), t+ = f; +h auszudrucken. Die Berechnung der Funktionen ui (t) wird dann jeweils an den Stellen 4 (j = 1, 2,3...) kurzfristig durch den Zustand Halt unterbrochen. 1) Ältere Anlagen können häufig nur in dieser Weise rechnen. Man bezeichnet diese daher auch als ,,Kurzzeitrechner“. 2) Da es hier nicht darauf ankommt, daß die Rechnung in sehr kurzen Zeiten abläuft, wird diese Rechenart häufig als Langzeitrechnen bezeichnet. Beim elementaren Analogrechnen ist der Ablauf der Rech- nung durch Wiedergabe der Rechenschaltung und Angabe der Rechenart hinlanglich und reproduzierbar beschrieben. Da die Steuerung des Rechenablaufes verhältnismäßig starr ist — die Anfangswerte müssen eben vor der eigent- lichen Rechnung angelegt werden — kann auf eine beson- dere Beschreibung der Steuerung des Rechenablaufes als Ergänzung der Schaltung verzichtet werden. Demgegen- über wird beim nichtelementaren oder iterativen Rechnen durch Angabe der Rechenschaltung der Ablauf der Rech- nung keineswegs eindeutig und reproduzierbar wieder- gegeben. Eine zusätzliche Beschreibung der Steuerung des Rechenablaufes ist hier unerläßlich. Bei größeren Analogrechenanlagen werden die Ein- und Ausgänge aller Rechenelemente meist auf ein zentrales Feld der Maschine geführt, welches wir als Rechenbrett bezeichnen. Es ist meist auswechselbar, so daß die Rechen- schaliung unabhängig von der Maschine gesteckt und auf- bewahrt werden kann. Die Verbindungen zwischen den Rechenelementen werden erst hergesestellt, wenn das Rechenbrett auf die Maschine aufgesetzt wird. Alle Größen, welche in Eingänge von Rechenelementen geführt werden oder aus Ausgängen von Rechenelementen entnommen werden können, bezeichnen wir als Rechengrößen. Eine Rechengröße u (t) ist demnach eine reelle Variable, welche beliebige Werte im Bereich —1 <u(f) < + 1 annehmen kann. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß dieser Definition gemäß auch ein Komparator von Rechengrößen gesteuert wird. Beim nichtelementaren Analogrechnen erfolgt die Steuerung des Rechenablaufes über ein zweites, ebenfalls meist aus- wechselbares Brett, das wir als Steuerbrett bezeichnen sowie über die Einrichtungen des Bedienungspultes. Das Steuer- brett enthält insbesondere die Eingangsbuchsen zur Steue- rung der Relaiskontakte der Integrierer. Auf dem Steuer- brett wird die Steuerschaltung gesteckt. Die Steuerung des Rechenablaufes erfolgt durch Steuergrößen. Es sind, wie bereits erwähnt, Boolesche Variable, welche nur die Werte 0 und L annehmen können. Häufig ist es erforderlich, eine Steuergröße in eine Rechen- größe oder umgekehrt eine Rechengröße in eine Steuer- größe umzuwandeln. Letzteres ist etwa der Fall, wenn die Rechnung in Abhängigkeit von einer Rechengröße ange- halten werden soll. Die Rechengröße muß dann eine Steuer- größe erzeugen, welche die Relais der betreffenden Inte- grierer Öffnet. Zur Umwandlung einer Rechengröße in eine Steuergröße und umgekehrt dienen die sog. Umwandlungs- elemente. Wir verwenden dafiir die in Bild 6 angegebenen Symbole mit der dort angegebenen Bedeutung. Dabei ist stets v Rechengröße und s Steuergröße. Zusätzlich verein- ya falls s=L Bild 6. Symbolische Darstellung der Umwandlungselemente. s(t)= L, falls x(t) 20 0, falls x(t)<0 Schaltbild Formel Bezeichnung 5 (¢) n us s(t) s(=A ss UND -Glied s, (t)6 - Ss (t}o— n 32 (9 s(t) s(t)=V st) ODER-Glied s, ()}0—4 u 5 wo} si‘) sta NEGATION Bild 7. Verknüpfungsglieder für Steuergrößen. baren wir, daß Leitungen für Steuergrößen, soweit sie in einer Rechenschaltung auftreten, zur Unterscheidung von den Rechengrößen zu stricheln sind. Die Ein- und Ausgänge der Umwandlungselemente liegen jeweils auf verschiedenen Brettern. Die Umwandlungs- elemente stellen daher die Verbindungen vom Rechenbrett zum Steuerbrett und umgekehrt dar. Zur Verknüpfung von Steuergrößen vereinbaren wir die auch anderweitig üblichen und in Bild 7 angegebenen Verknüpfungsglieder für UND, ODER und die NEGATION. Die Verknüpfungsglieder haben folgende Bedeutung: n Es ist s(t) = L genau dann, wenn alle s@)= A s(t): Eingangsgrößen s; (¢) (i = 1 (1) ”) den t=1 Wert L annehmen. n Es ists (#) = L, wenn mindestens eine der s()= V si): Eingangsgrößen 5; (t) (i = 1 (1) ) den i=1 Wert L annimmt. D.h., es ist s (t) = 0 genau dann, wenn alle Eingangsgrößen 0 sind. . _ L,falls s, (4) = Oist Es ist s () = O, falls s, (t) = List. Aus der Definition der Verkniipfungsglieder folgt sofort, daß sie bezüglich der Eingänge kommutativ und assoziativ sind. Im übrigen erfüllen sie die üblichen Gesetze der Schalt- logik. Zwischen den Verknüpfungsgliedern bestehen die als de Morgansche Regeln bekannten Gesetze: abcde 0000 0000 0000 0000 0000 u & Om a 00000 00000 |» O © Bild 8. Gruppeneinteilung der Integrierer. 4. Uber die zweckmäßige Organisation des Steuerbrettes a) Gruppeneinteilung der Integrierer Die Integrierer einer nichtelementar gesteuerten Analog- rechenschaltung teilen wir in Gruppen ein, indem wir ver- einbaren: Zwei Integrierer der Schaltung gehören derselben Gruppe an, wenn sie synchron gesteuert werden und sich stets im selben Zustand befinden. Bei dieser Definition einer Integrierergruppe ist es durchaus möglich, daß eine Schaltung Integrierergruppen enthält, welche nur ein einzelnes Element enthalten. Technisch läßt sich die Gruppeneinteilung der Integrierer, wie in Bild 8 angedeutet, vornehmen. Dort sind die Grup- pennamen horizontal aufgeschrieben und die Integrierer- nummern senkrecht. Jeder Kreuzungsstelle eines Gruppen- namens mit einer Integrierernummer ist eine Buchse zuge- ordnet. Durch Stecken eines Stiftes an dieser Kreuzungs- stelle wird ein Integrierer der gewünschten Gruppe zuge- wiesen. In der Schaltung wird die Gruppeneinteilung der Integrierer durch Eintragen des Gruppennamens zum Ausdruck ge- gebracht (Bild 8). Wählt man für die Eintragung jedes Gruppennamens eine andere Farbe, so wird diese besonders übersichtlich. Auf dem Steuerbrett brauchen wir jetzt nur noch Steuer- einrichtungen für die verschiedenen Integrierergruppen vor- zusehen, wobei jede Integrierergruppe prinzipiell durch zwei Relais, das A- und das R-Relais der Gruppe, repräsen- tiert wird. 221 b) Externe Steuerung der Integrierergruppen Jedem Relais einer Integrierergruppe ordnen wir auf dem Steuerbrett eine Buchse zu, in die die betreffende Steuer- größe s; (f) eingegeben wird (Bild 9). Wir sprechen dann von externer Steuerung der Integrierergruppe. Diese Steuer- funktionen s; (f) sind so zu wählen, daß sie zu den betreffen- den Zeiten die gewünschten in Bild 2 angegebenen Rechenzu- stände des Integrierers herstellen. In der Schaltung bringen wir die externe Steuerung eines Integrierers in der in Bild 9 rechts angedeuteteten Weise zum Ausdruck. Dabei ver- einbaren wir, daß die Steuergröße für das A-Relais auf der Seite der Anfangsbedingung und diejenige für das R-Relais auf der gegenüberliegenden Seite zugeführt wird. Die Steuergrößen s; (f) und s; (4) sind natürlich besonders zu beschreiben. Die externe Steuerung der Integrierer ist die naheliegenste. Doch besteht eine gewisse Schwierigkeit darin, daß die Steuergrößen s; (£) auf der Anlage erzeugt werden müssen, was in der Regel auf dem Rechenbrett geschehen muß und sehr mühevoll sein kann. Wir sehen daher noch eine weitere Steuermöglichkeit vor, bei der sich das Erzeugen der Steuergrößen erübrigt. c) Phaseneinteilung, Steuerung über Hauptrechenzustände Aus dem gesamten Rechenintervall 0 <?!< Tr greifen wir diejenigen Zeitpunkte ¢; (j = 0 (1) m) heraus, in denen eines oder mehrere Relais der in der Schaltung verwendeten Integrierer seine Stellung verändert. Diese Zeitpunkte ordnen wir nach wachsenden Werten von tan: O=4 <i <<... <<... <tm-y <im = Tr. Jedes Intervall ; < t < tj1, (7 = 0 (1) m—1) bezeichnen wir als Rechenphase oder kurz als Phase, die Differenz At; = tj4,—ty als Phasendauer. Damit zerfällt das gesamte Rechenintervall in m aufeinanderfolgende Phasen. Während jeder Phase verändert kein Integrierer der Schaltung seinen Zustand?). Zur Steuerung einer Schaltung während einer Phase ver- wenden wir eine Steuereinrichtung, welche wir als Haupt- vechenzustand bezeichnen. Diese bewirkt zunächst die Steuerung einer Schaltung während einer Phase. Auf dem Steuerbrett bzw. dem Bedienungspult sind nebeneinander Steuereinrichtungen für eine ganze Reihe von Hauptrechen- zuständen H; (i.= 1 (1) h) vorgesehen (Bild 10/I). Ähnlich wie bei externer Steuerung ist bei jedem Hauptrechenzu- stand jedem Relais einer Gruppe eine Buchse zugeordnet. 8) In einer Arbeit von Helmut Adler, „Aufbau und Anwendungsmöglichkeiten eines elektronischen Analogrechners mit Programmsteuerung‘, Habilitationsschrift Dresden 1965, wird in ähnlicher Weise der gesamte Rechenvorgang in eine Auf- einanderfolge von Phasen eingeteilt. Die Steuerung der Relais erfolgt aber nicht durch die Steuer- größen, sondern durch Stecken oder nicht Stecken eines Stiftes. Dazu vereinbaren wir: Ein Stift wirkt während eines Hauptrechenzustandes wie eine Steuergröße L (Relais geschlossen), kein Stift wie eine Steuergröße 0 (Relais offen)*®). Jeder Hauptrechenzustand kann entweder von Hand oder durch externe Steuerung ein- bzw. abgeschaltet werden. Das Einschalten von Hand erfolgt durch Druck auf eine | hierfür vorgesehene Leuchttaste. Ein nochmaliger Druck auf diese Taste schaltet den Hauptrechenzustand wieder ab. Für die externe Steuerung sind die in Bild 10/I mit Eingang bzw. Ausgang bezeichneten Buchsenreihen vor- gesehen. Der Hauptrechenzustand H; wird ein- bzw. ab- geschaltet, wenn eine in die linke bzw. rechte Eingangs- buchse geführte Steuergröße vom Wert 0 auf den Wert L springt. Die linke der beiden Ausgangsbuchsen liefert eine Steuergröße s;, welche bei eingeschaltetem Hauptrechen- zustand H; den Wert L und sonst den Wert 0 besitzt. Die rechte der beiden Ausgangsbuchsen liefert die Steuer- größe 5. A| ® ce) ° a Bild 11. Die Hauptrechenzustände beim ° bed ° elementaren Analogrechnen. H Hp Hy Soll das Abschalten eines Hauptrechenzustandes H; auto- matisch das Einschalten eines anderen H;, bewirken, so sind die Buchsen für die externe Steuerung wie in Bild 10/II zu verbinden. Soll hingegen das Einschalten eines Haupt- rechenzustandes Hy, automatisch einen anderen Hy, ab- schalten, so sind diese wie in Bild 10/III zu verkoppeln. Ist die Zeitspanne, während der ein Hauptrechenzustand eingeschaltet sein soll von vornherein bekannt (Phasen- dauer), so kann diese in einem auf dem Bedienungspult für jeden Hauptrechenzustand vorgesehenen Einstellräd- chen, dem Zeitgeber®) eingestellt werden. Der Haupt- rechenzustand wird dann automatisch nach Ablauf dieser Zeitspanne abgeschaltet. Der Begriff des Hauptrechenzustandes ist eine Verall- gemeinerung dessen, was wir beim elementaren Analog- rechnen als Hauptrechenzustand bezeichnet haben. Die Integrierer einer elementar gesteuerten Schaltung bilden eine einzige Gruppe, für die die Zustände Anfangsbedingung (H ,), Rechnen (H,) und Halt (H,) vorgesehen sind (Bild 11). 4) Technisch kann man diese Wirkung dadurch hervorrufen, daß der Stift zwei übereinanderliegende Leitungen, von denen die eine die Steuergröße L trägt und die andere zum jeweiligen Relais führt, verbindet. 5) Ein Zeitgeber läßt sich aus zwei Potentiometern, einem Integrierer und einem Umwandlungselement leicht explizit aufbauen. Vgl. dazu Bild 18. Bezeichnung des Hauptrechenzustandes a A 3 PER) MH Ha eee R 1 . - . A eee Zeitgeber für den Hauptrechenzustand H, b “(8 A I A fe} fe) fe) eee Ale d s;(t) FR ° ° ° eee (in) 2732 : A| o| Oo] 0 ot brlololo|’" Hi Hi Bild 9. Externe Steuerung der Integrierer. c Al o|o]o ... k|ololo oaloo TT. Te @) oo feo Eingang |O OJO OJO © eee externe Steuerung Ausgang > > = z h für den Hauptrechen- = = = = = le = Uhrsteuerung zustand H; Hi | Hy | Aa | +. Handsteuerung m Bild 10. Steuerung über Hauptrechenzustände. Leuchttasten 222 I [2] sf4}s]e[7]efofrofrfri2fis] 1a] 1s 16 17 |18|19 | 20] 21 22 | 3 Pal G {RR | e | Hauptrechenzustände Zeitkon- Uhr 1 | Uhr 2 | Uhr 3 Integrierer- 09. Verknüp- r fe {x | Hy Hy Hy Hg Hs Hg Hy Hg Hp Hyp] Stanten UU UU UU UU UU Ul fp up u I]t ungen plilr OINMIV u 2 elsIn ooooloooolooooloooo abedefghij 3 a Ä OfOoO;/Oolofolojololofofo 10 JOJOO/O] 0000|0000|0000 110 00000000 Ollooloolio R 0l0JoJojo|olololJolol|o 02 [0]00]0000010000]0000 210000000000 © 0I0 ollo AljellolTofololTofTofolo]| oy] oa] [oloiolol0500]600010000 3/0000 00000 0/906 ° 4 R e1ololot}olojoJo]o]o| o j/0001ololojoll 9690016000 0000 lo 00000000 ofeereeile 5 ce |Allolo]o]o[0[0710]070]|o0| 01. 10100061060001000010006 siooo0o000000looloolol; & R COHOlLOJO;O}aoloflolofolo 0,1 Jolol0l0lH 000010000|0000 60000000000 [oO glo) 5 5 6 d 0l10/0/!0|0I0[/0!010]607] oa ]0.01 [otololo 6000/0000/0000 7l0000000000lseTeelo $5 Ro lo!o/o!oJoJo|o|LoT!co| 0 |lo001/ofolojo] 66060|0000 10000 s|looo0o0000.oolooloololi < 2 7 e Ol] ofolo;lol/olololoTololio [olofeolofo60o 0000] 9|0o DOO ODO CO Ofoofoollo 2 Ri 0101010|1010i010/0|0|0||or jolololol 0000|0000 0000 101000000000 ofS Stosllo a 8 f Al0o10[0[1010760[5]0710701 o 1001 lolololo 0000/0000[0000| 11 log 0000000 Oo oloollo E rk oljlojo|ojo|0o|oj0o]|o|o| o ||s.00tlololololl 6000|0000|0000 121000000000 ollooloollo 2 9 g OTeol/Oofolol/ofolofolfofe 1,0 10101001 COO0]/ 000010000 13]0000000000[(00]0 6110 c R °010/0}0]0!0/0|0!i0I01o0 0) }0j0l0l01 0000|0000|0000 14Jjo000000000 fo) 5 10 h Al|0o10c]j0/8|0]0]0|0]0|01o0|]00 |ololololo500T000010006 15j0000000000 Sore ° 5 RL 0l0]0o|lo|0o)0o,0|o oO] 0] © |Io.oojolojolel 6690516960 .0000 1#|0o00000000.0[looloollo 3 nN . °0|12|0}0/0/0|0/j0])0|0]|0|j1o [0j000|0000[000010000 700000000001l00loolol 2 5 ' R Ofolofojolfolojofololto 01 [oJololol 0000|0000|0000 181000000000 0[|0010010 os 12° 1 °12/9/2|28|2|2]0]07°9To 00 j0lol0l0l55558)0600]|0000|| 1 0 0 00000000 ooloolol| 2 > } R °/0]02/10)0o/0J0]0}0])0]0 Joon lojolololl od600;}d000 00001 910000000000 Colo ololl] ia 13 Eingang ||00100|00|00|00100/00[00|00|[00|00 00/0] 0000| 0000[0000|| 21 [0 0 000.0 0000/08 0/0 0110 Ausgang |100100|00/00|00)00)00100])00|00|00 olololo]] 0000]0000J0000|| 20 00000000 Olloojoollo 14. PO 11 000 000 | 060 [000 [000 [005 [000 fooo loos [ooo 0000]00660/00p50]|]| 23|0 000000 000160[00]0 o0oloolooloolooloo 15 Ho |] Hi | Ho | Ha] He I Hs} He} Hy | He | Ho | Hig oojooloojoolooloo 16 Handsteverung > U, |U;|UL|U; [U U5 — U, U, U, U, U, U, Bild 15. Leuchttasten | Schalter | Leuchttasten | externe Steuerung angewählt werden, wenn der Schalter in Zeile 16 in die Stellung 0 weist. Hierzu dient die mit Ein- gang bezeichnete Buchsenreihe in Zeile 13. Diejenige Spalte, welche gerade in Aktion ist, wird durch Aufleuchten eines Anzeigelämpchens (Zeile 2) angezeigt. Die betreffende Aus- gangsbuchse in Zeile 13 liefert dann eine Steuergröße L, andernfalls eine Steuergröße 0. Links vom Hauptrechenzustand H, befindet sich eine mit H, bezeichnete Leuchttaste (Spalte 3, Zeile 15), in der die Potentiometereinstellung erfolgt. In diesem Zustand sind die Relais aller Integrierer offen. Zusätzlich sind auch die Eingangswiderstande der Summierer vom Verstärker abgetrennt und an Erde gelegt. Der Zustand H, kann auch durch externe Steuerung (Zeile 13) ein- oder abgeschaltet werden. Jede der drei Uhren ist mit vier Phasen ausgestattet. Zwi- schen den Zeitgebern und dem Steuerbrett befindet sich für jede Phase ein Anzeigelämpchen, welches aufleuchtet, wenn sich die Uhr in dieser Phase befindet. In Zeile 16 sind außerhalb des Steuerbrettes für jede Uhr zwei Leuchttasten vorgesehen, welche gestatten, den Lauf der Uhr nach Beendigung der Phase U, oder U, bzw. U, oder U, anzuhalten. Für welche der beiden angeschriebenen Phasen die Taste wirken soll, wird in Zeile 14 durch Stecken eines Stiftes in der betreffenden Spalte entschieden. (Man könnte natürlich auch Halttasten für alle vier Phasen einer UU, eo ® U>LP-Le- LP "12.8 -U;U,UsU, (08 aj@cee 0000 pe 9090 0000 .[pov® 0000 Bild 16. Speicherketten. 224 Uhr vorsehen.) Ein Druck auf die Halttaste bewirkt, daß der gesamte von der Uhr gesteuerte Schaltungsteil nach Beendigung der angewählten Phase in den Zustand Halt übergeführt wird. Durch einen nochmaligen Druck auf die Leuchttaste wird der Lauf der Uhr an der unterbrochenen Stelle wieder fortgesetzt. Das Anhalten des Uhrlaufes nach Beendigung der in Zeile 14 angewählten Phase kann auch durch externe Steuerung (Zeile 15) erfolgen. Die einzelnen Buchsen haben dieselbe Bedeutung wie die entsprechenden für die externe Steuerung eines Hauptrechenzustandes. Spalte 23 enthält von oben nach unten dreimal je zwei UND-Gatter mit jeweils vier Eingängen und zwei Ausgän- gen, fünfmal je zwei NEGATIONEN, links befindet sich die Eingangs- und rechts die Ausgangsbuchse sowie dreimal je zwei ODER-Gatter mit jeweils vier Eingängen und zwei Ausgängen. Spalte 24 enthält die Ein- und Ausgangsbuchsen für die Verbindungen zum Rechenbrett, also die Umwandlungs- elemente. 5. Die Steuersymbolik und einfache Beispiele für nichtele- . mentar gesteuerte Schaltungen Die vorzuschlagende Steuersymbolik besteht nun einfach darin, daß derjenige Teil des Steuerbrettes, der zur Steue- rung einer Schaltung verwendet wird, zur Schaltskizze hinzugezeichnet wird. Wir erläutern dies durch einige einfache Beispiele: 1. Als erstes betrachten wir eine vielfach als Taktspeicher bezeichnete Speicherkette (Bild 16/I). Die Integrierer werden von einer Uhr gesteuert, die mit dem Hauptrechen- zustand H, läuft. Während der Phase U, des ersten Zykels nimmt der erste Integrierer der Kette den anliegenden Wert auf und gibt iin während der Phase U, an den zweiten Integrierer weiter. Während der Phase U, des zweiten Zykels nimmt der erste Integrierer einen neuen Wert auf, während der dritte den zuerst gelesenen Wert übernimmt usw. Jeder Integrierer kehrt natürlich das Vorzeichen um. ‘Bild 16/II zeigt eine Speicherkette mit Verzweigung. Während eines Zykels der Uhr werden zwei Werte einge- lesen, die aber an verschiedene Integrierer weitergegeben werden. 2. Wir betrachten jetzt die Aufgabe, eine Kurvenschar zu berechnen und aufzuzeichnen. Als Beispiel wählen wir die Schar konzentrischer Kreise um den Nullpunkt mit den Radienr = 1 (0,1) 0. Bild 18 zeigt die zugehörige Schaltung mit Steuerung. Die veränderlichen Anfangswerte + =1—r werden mittels der Differentialgleichung dx om 1, « (0) =1 vom Integrierer a berechnet. Die Gruppe b dient der Be- rechnung der konzentrischen Kreise. Der Integrierer a nimmt während des Hauptrechenzustandes H, seinen Anfangswert auf. Der Hauptrechenzustand H, startet den Lauf einer Uhr, welche die Gruppen a und b steuert. Wäh- ' rend der Phase U, nimmt der Integrierer * den Anfangs- wert +1 auf. Während der Phase U, integriert die Gruppe b 2rsec lang. Dabei wird der erste Kreis gezeichnet. Während der Phase U, berechnet der Integrierer a den nächsten Anfangswert r = 0,9 usw. Die Rechnung kann von Hand oder durch den Zeitgeber des Hauptrechen- zustandes H, beendet werden, indem das zehnfache der Zykelzeit, also 10 - (2% + 0,2) sec einzustellen wäre. Steht ein solcher Zeitgeber nicht zur Verfügung, so kann man diese Wirkung auch durch den Integrierer c, ein Umwand- lungselement, und die externe Steuereinrichtung des Hauptrechenzustandes H, erreichen (Bild 7). | Ordinate (-nsint U\U,U; u 7,1498 Hıykriaele: a [?T>oPp °° ololooe poo ]eoo ojoloeo .[%10]000 olelooo E [paper --------- 4 A leofeo Bild 17. Erzeugung einer Kurvenschar. 3. Soll eine Uhr nach einer festen Anzahl von Umläufen abgeschaltet werden, wobei die Zykelzeit aber nicht von vornherein bekannt ist, so verwendet man eine Zählschal- tung, wie sie in Bild 18 angegeben ist. Dort sollen ins- gesamt 80 Zykel durchlaufen werden. Der Integrierer b nimmt während des Hauptrechenzustandes H, den An- fangswert 0 auf. Der Hauptrechenzustand H, setzt die Uhr in Betrieb. Am Ende des ersten Zykels der Uhr liegt am Ausgang des Integrierers b der Wert x = —0,01 an. Damit ist y <0 unds=0. Am Ende des zweiten Zykels ist x = —0,02, y < O unds = 0 usw. Am Ende des 80. Zykels Ho H, UhrU U2 of] ofeo “lo]Jojoo ı „[elof® N o|oJoo y a sale 2-44 Bild 18. L--Ateofeo Zählschaltung. 2* Bild 19. Erzeugung der Funktion () = maxf(t).OSn2Si >m re ° der Uhr ist x = —0,8 und y = 0. Damit springt s vom Wert 0 auf den Wert L. Dieser Sprung von s schaltet den Hauptrechenzustand H, und damit den Lauf der Uhr ab. 4. Als letztes Beispiel betrachten wir eine Schaltung zur Erzeugung einer Funktion y(t), welche an jeder Stelle das Maximum einer gegebenen Funktion f(t) im Intervall 0 sr St annimmt, also y(t) = max f (r) OSrst Als Beispiel betrachten wir die Funktion f(¢) =t:sin 10 t. Bild 19 zeigt die zugehörige Rechenschaltung mit Steuerung. Zur Erzeugung der Funktion f{f) = ?- sin 10 t dient die Gruppe a. Während des Hauptrechenzustandes H, nimmt diese Gruppe ihren Anfangswert auf. Der Integrierer bnimmt den Wert 0 an. Mit dem Hauptrechenzustand H, läuft die Uhr. Für die Dauer ihrer Phasen werden möglichst kurze Zeiten gewählt. Während U, übernimmt der Integrierer c den Wert 0. Die Gruppe a berechnet den Wert f (0,001). Der größere dieser beiden Werte wird von den Kompera- toren durchgelassen und während der Phase U, vom Inte- grierer b aufgenommen. Während der nächsten Phase U, wird dieser Wert vom Integrierer c übernommen. Gleich- zeitig errechnet die Gruppe a den Wert f (0,002). Dieser wird dann mit dem bisherigen größten Wert verglichen. Der größere von beiden wird durch die Komparatoren hindurchgelassen usw. Durch die angegebene Schaltung wird die Funktion fe) natürlich nur an diskreten Punkten abgefragt. j Die angegebenen Steuerskizzen sind bei einer etwas ande- ren Deutung von der oben beschriebenen Maschine völlig unabhängig. Sie stellen vielmehr nur eine besonders ein- fache Beschreibung des Rechenablaufes dar. Dabei werden die verschiedenen Phasen nebeneinander und die Gruppen- relais untereinander aufgetragen. Während jeder Phase deutet ein kleiner Kreis die Steuergröße 0 und ein ausge- füllter Kreis die Steuergröße L an. Bei Verwendung von kariertem Papier läßt sich das ganze noch dadurch vereinfachen, daß man nur noch die Steuer- größe L etwa durch einen ausgefüllten Kreis einzeichnet, während dieSteuergröße0 durch UU, ein freigelassenes Kästchen be- H, jalS schrieben wird. Bild 20 zeigt Hy) Uhr |S = die Steuerskizze fiir das letzte Beispiel in dieser Schreibweise. a i ° b Le e c e E pt A Bild 20. Steuerung der Schaltung von Bild 19. 1 pp 225