Analog Computers

Reference / Paper · 1972

Der Analogrechner als Lehr- und Übungsgerät in der Regelungstechnik

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A 20-page German-language lab manual and demonstration proposal (PEK document A 1362, January 1972) based on a lecture by Dipl.-Ing. G. Jarbe, showing how the analog computer can serve as a teaching and practice tool in control engineering. The document presents the simulation of a second-order mechanical/electrical oscillatory system using integrators and RC networks, then demonstrates closed-loop control behavior with P- and PD-controllers applied to the same plant, illustrating the effects of varying gain and damping. Numerous oscilloscope-trace diagrams show step responses for different controller parameter settings.

Manufacturer
PEK
Author
Jarbe, G. (Dipl.-Ing.)
Year
1972
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
20
  • PEK
  • control engineering
  • analog simulation
  • oscillatory systems
  • PID controllers

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Der Analogrechner als Lehr- und Übungsgerät in der Regelungstechnik

P(E)K ELECTRONIC Versuchsanleitung und Demonstrationsvortra mn am a da BELA A SS a ad ER FE SY es ene am ee m ee es es es ee ss du mamma Ian am au u mu mu GE GE GH pn m m (Nach einem Refereat von Dipl.-Ing. G. Zerbe Staatl. Technikerschule, Weilburg.) A. Allgemeines Es werden die Möglichkeiten zur Simulation dynamischer Vorgänge in Regelstrecken, Regeleinrichtungen und Regelkreisen gezeigt. Die mit verschiedenen Reglertypen an einer linearen Regelstrecke 2. Ordnungserreichbaren Regel-Ergebnisse werden demonstriert. I. Einführung Es werden 3 Problemkreise angeschnitten: 1) Die Simulationstechnik mit Hilfe des Analogrechners - ein Anwendungsgebiet der Elektronik. 2) Der Entwicklungsstand auf einem Gerütesektor der Elektronik - Operationsverstirker in integrierter Technik. 3) Die Ausbildung von Technikern. Der Anologrechner eignet sich besonders zur Simulation dynamischer Vorgänge. Von großer Bedeutung ist seine Verwendung in der Regelungs- und Steverungstechnik, weil er sich zur Nachbildung von Regelstrecken, von Reglern und von kompl. Regelsystemen eignet. Der Operationsverstiérker, auch Rechenverstürker genannt, wurde eigens für den Analogrechner entwickelt und hat jetzt auch Eingang gefunden in alle Gebiete der Elektronik, nicht zuletzt durch Verbesserung seiner Eigenschaften durch weitgehende Integration seiner Bauteile. Fur die Bedienung analoger Rechenanlagen sind neve Überlegungen: in didaktischer und methodischer Sicht erforderlich, um das Verständnis dynamischer Strukturen zu erleichtern. Januar 1972 A 1362 - S.1 II. Simulation dynamischer Vorgänge durch Analog-Modelle Zunächst sollen die Begriffe Analogie Simulation Modelle Dynamik an einigen Beispielen verdeutlicht werden. Wenn ein Kraftfahrzeug optimal gefedert werden soll, oder wenn elektrische Schwingkreise und elektronische Schaltungen auf ihre Frequenzabhängigkeit untersucht werden sollen, oder wenn elektrische Antriebe auf ihre Belastungsfähigkeit während des Betriebs unter- sucht werden sollen, immer ist es dann erforderlich, Einschwingvor- gänge des Systems zu analysieren um daraus das dynamische Verhalten des Systems zu ermitteln (Systemanalyse). Umgekehrt kann ein System mit optimalem Verhalten dann entwickelt werden wenn die Einflüsse der einzelnen frei wählbaren Parameter bekannt sind (Synthese eines Systems). Beispiel: Ein Kraftfahrzeug ündert seine Lage, wenn sich seine Belastung ündert. Dieser Sachverhalt kann symbolisch durch Bild 1 ausgedrückt werden. Bild 1 aelastungezFohrzeug Lage - u Lagenänderung änderung | änderung eines Kraft- fahrzeuges Da Federn und Massen im System zusammenwirken, ist die Schwingungs- fühigkeit eines Fahrzeuges von besonderem Interesse. Diese Schwin- gungsfähigkeit ist eine der wissenswerten dynamischen Eigenschaften dieses Systems. Auch andere wissenswerte Systemeigenschaften ergeben sich aus der Reaktion auf bestimmte Anregungen. Bild 2 stellt diesen Zusammenhang allgemein dar. | Bild 2 Anregung | System Reaktion Systemeigenschaften Z X ‚Bei Anregung eines Systems wird immer durch Energie-Zufuhr oder durch Energie-Entnahme ein Energie-Austausch eingeleitet, der zwischen den im System enthaltenden Speichern stattfindet. Anzahl, Größe, Art und gegenseitige Kopplung dieser Energie-Speicher sind für das Verhalten des Systems, d.h. für die dynamischen Eigenschaften verontwortlich. Grundsätzlich spielt es dabei keine Rolle, ob das System mechanische elektrische oder pneumatische Speicher besitzt und entsprechend ange- regt wird. Januar 1972 A 1362 - 5.2 P(E)K ELECTRONIC Die Gegenüberstellung von zwei Schwingungsfühigen Systemen verschie- dener Energieform möge diesen Sachverhalt verdeutlichen. (1) Mechanisches System Das Mechanische System nach Bild 3 besteht aus Feder, Masse und Dümpfung. Anregung ist eine Krafteinwirkung z. Zu untersuchen ist der zeitliche Bewegungsablauf x. Die Newton’sche Gleichung führt auf eine lineare Differentialglei- chung, die die Koeffizienten Reibung, Federkraft und Masse enthült. R m c Bild 3 yy Mechanisches v Schwingungssystem Z| A+ z(t) =C* x(t) +R +x (t) + M> x"(t) (1) A-+-z(t)=C°*x +R +» x +M-X (2) mit den zeitlichen Ableitungen x = x (t) = = (3) 2 x x(t) - I& (4) x iF ul a ce BS (2) Elektrische Systeme Der elektrische Schwingkreis nach Bild 4 enthält Spule, Kondensator und Dämpfungswiderstand. Die Anregung in Form einer Spannungsänderung z an den Klemmen bewirkt eine Stromünderung x. Der zeitliche Verlauf des Stroms folgt einer linearen Differentialgleichung. Durch Differen- zieren der rechten Seite dieser Gleichung (d.h. der sogenannten charak- teristischen Gleichung) erhült mon eine dem mechanischen System voll- kommen analoge Systemgleichung: A. z(t) =R. xt) +L & +20) at (5) Z > R Ci L Bild 4 zur It a Januar 1972 A 1362 - 5.3 Sowohl das mechanische als auch das elektrische System verhalten sich bei entsprechender geeigneter Anregung gleich, weil sie derselben charakteristischen Differentialgleichung gehorchen; sie sind also analog und erfüllen die Gleichung in der allgemeinen Form a. Z=2E8,.Xxt+t5. x + 5. x (6) Darin sind z die Anregung, x die Reaktion, x die erste zeitliche Ableitung der Reaktion, x die zweite Ableitung der Reaktion, je- weils als Funktion der Zeit. a, s_, $11 Sor sind konstante Koeffi- zienten, die sich beim mechonischen System aus Reibung, Federkraft und Masse, beim elektrischen System aus Induktivität, Kapazität und Widerstand ergeben. Die Differentialgleichung des mechanischen Systems enthält 2 Ab- leitungen von x, sie ist also 2. Ordnung. Sie beschreibt, wie sich der Federweg x ündert, wenn das Gesamt- system einer Störgröße z unterworfen wird. Das System ist grundsätzlich schwingungsfühig. Uns interessiert jetzt der zeitliche Einschwingvorgang. Ein Analogrechner enthült Rechenbousteine, mit denen es möglich ist, solche und auch wesentlich kompliziertere Differentialgleichungen ge- rätetechnisch nachzubilden, also zu simulieren. Die Signale z und x werden durch Rechenspannungen nachgebildet, die Konstruktionsgrößen Reibung, Federkraft und Masse werden durch Spannungsteiler realisiert. (3) Simulation eines Schwingungssystems Die oben abgeleitete Differentialgleichung 2. Ordnung wird umgeformt und für folgende Werte mit dem Analogrechner gelöst, d.h. der zeitliche Verlauf von x bei definierter Anregung z ermittelt: so = 0,8 sı = 0,3 So = 1 Dann ergibt sich u . 8+ X=a-.zZ- 857 .%-8,.% (7) x=0.z-0,3x -0,8 x (8) Januar 1972 A 1362 - S.4 P(E)K ELECTRONIC Die Veründerliche x mit der höchsten Ordnung ergibt sich also aus einer Summe, die die Anregung z und die Veränderlichen x niedrigerer Ordnung als X enthält. Mit einem Integrator kann für festgelegte Anfangsbedingungen aus x als Funktion der Zeit die Veründerliche x als Funktion der Zeit ermittelt werden, weil sich aus der 2. Ableitung die 1. Ableitung nur durch Integration ergibt. Zu beachten ist, daß der Integrator bei dieser Operation das Vorzeichen dreht. Ebenso ergibt sich aus x die gesuchte Ver- änderliche x durch Verwendung eines weiteren Integrators. x und Ableitung x werden über Spannungsteiler auf Eingänge des 1. Inte- grators zurückgeführt. Die eventuell erforderliche Vorzeichen-Ver- tauschung kann Uber zusätzliche Umkehr-Verstärker vorgenommen werden. Am 1. Integretor sind also 3 Eingänge notwendig, damit die rechte Seite der umgeformten Differentialgleichung erfüllt wird. Bild 5 zeigt die vollständige Schaltung, mit der eine lineare Differentialgleichung 2. Ordnung für beliebige Anregungen z als Funktion der Zeit gelöst werden kann. Z ) az > = x & Bild5. Schaltung zur Lösung einer Diferenzialgleichung 2. Ordnung Januar 1972 A 1362 - 5.5 Aus folgenden Gleichungen ergeben sich für das betrachtete System Dümpfungsgrad und Eigenfrequenz des ungedümpften Systems: (9) Dämpfungsgrad D ul hol— ° » (10) Eigenfrequenz >, I ho = = o u >] | BG o Die Integratoren sind nach Bild 6 geschaltet, Dabei ergibt sich eine Zeittransformation, die den Schwingungsvorgang um den Faktor 1 : 2,2 langsamer verlaufen läßt, als es der Differentialgleichung entspricht. | Hour -—__} | o— 24 ll je 220kn. [2 Bild 6: Integrator Januar 1972 A 1362 - 5,6 P(E)K ELECTRONIC Aufgabe 1: Ein Spannungssprung vom Betrag a . z wirkt auf den Eingang des l. Integrators. Das System folgt am Ausgang x mit einer schwach ge- dümpften Schwingung entsprechend Bild 7. (Das Bild ist auf.Seite 7 dargestellt) Aufgabe 2: Am Potentiometer für s, kann der Dämpfungsgrad des Systems ver- ändert werden. s, wird auf 0.1 geündert. Bild 8 zeigt eine Schwingung die wesentlich weniger gedämpft ist. (Dos Bild ist auf Seite 7 dargestellt.) Aufgabe 3: Am Potentiometer für s_ kann die Eigenfrequenz des Systems geändert werden, 55 wird auf 0,8 eingestellt, s, wird etenfalls auf 0,6 einge- stellt. Das System reagiert entsprechend Bild 9 auf eine plötzliche Anderung der Eingangsspannung mit niedrigerer Eigenfrequenz, gleich- zeitig mit größerer Dümpfung. (Das Bild ist auf Seite 7 dargestellt.) Aufgabe 4: In der Rückführung für x wird ein Umkehr-Verstärker eingebaut; das bedeutet, daß die Dümpfung negativ wird. Schon eine sehr kleine Eingangsspannung bewirkt aufklingende Schwin- gungen entsprechend Bild 10. (Das Bild ist auf Seite 8 dargestellt) Als bemerkenswertes Ergebnis dieser Demonstration wird festgehalten: Ein mechanisches System kann mit Hilfe des Analogrechners durch ein elektrisches Analog-Modell dynamisch gleichwertig wiedergegeben werden. Dynamisch interessant sind bei schwingfühigen System Dümpfungsgrad und Eigenfrequenz. In der Mechanik sind diese Parameter bestimmt durch Feder- kraft, Reibung und Masse. Die Analogrechenschaltung gestattet es, diese Parameter auf einfache Weise zu voriieren. So kann für ein anstehendes Problem die optimale Dämpfung oder die optimale Eigenfrequenz ermittelt werden, die dann in der Praxis durch Feder, Masse und Dümpfung zu reali- sieren sind. January 1972 A 1362 - 5,7 : Set =O 0.8; S1=03, Sp=1 0.8; Sy So So So Bild & Bild 7: Bild 9 P- System 2.Ordnung Januar 1972 Bild 7 Schwingungsvorgang nach Aufgabe 1 Bild 8 Schwingungsvorgang nach Aufgabe 2 Bild 9 Schwingungsvorgang nach Aufgabe 3 A 1362 - 5.8 P(E)K ELECTRONIC SS Bild 10 Schwingungsvorgang nach Aufgabe 4 Januar 1972 A 1362 - 5.9 (4) Nachbildung eines Regelkreises Das besprochene schwingungsfühige schwach gedämpfte System 2. Ordnung kann als Regelstrecke aufgefaßt werden, an der z eine Störung bewirkt und x die Regelgröße darstellt, die nach Möglichkeit ausgeregelt werden soll. Diese Regelstrecke soll im folgenden mit verschiedenen Regelein- richtungen versehen werden . Als Regler kommen P-Regler, PI-Regler und PID-Regler in Frage. Auch diese Regler können auf einfache Weise durch Rechenbausteine realisiert werden. Dem Regler vorgeschaltet ist ein Differenz-Verstärker, der die Regel- größe x mit einer FUhrungsgröße w vergleicht und die Regelabweichung x an den Regler weitergibt. Ausgang des Reglers ist die Stellgröße y, die der Regelstrecke so zu- geführt werden muß, daß einer Störgröße entgegengewirkt wird. Bild 11 zeigt die Schaltung des Gesamt-Systems bestehend aus Regel- strecke und P-Regeleinrichtung. Der Proportional-Bauwert K,, be- ziehungsweise die Verstärkung des P-Reglers ist mit einem Botentio- meter im Bereich 0,1 - 10 einstellbar. Ww P—Regeleinrichtung Yp 10 xy -y x u 4 Kr Vergleich 4 \X-W ON O Regelsirecke Bild 11: Regelstrecke und P-Regeleinrichtung Januar 1972 A 1362 - S.10 P(E)K ELECTRONIC Aufgabe 5: Auf den Eingang der Strecke gelangt ein Spannungssprung, dessen Höhe am Potentiometer für a einstellbar ist. Diese Anregung ver- anlaBt die Strecke zu einem Einschwingungsvorgang. Der angeschlossene P-Regler erfaßt die Regelgröße und bekämpft die Störgröße je nach Ein- stellung des Foktors Ko Das Ergebnis zeigt Bild 12. In Teilbild a ist der Proportional-Beiwert des Reglers auf K = 0 eingestellt. Das heißt, der Regler ist noch nicht wirksam. In Teilbild b ist der Proportional-Beiwert auf K_ = 3 eingestellt. Die Störgröße wird bekümpft und in ihrer endgult?gen Auswirkung stark vermindert. Noch günstiger ist das Ergebnis nach Teilbild c. Der Regler ist auf K_ = 6,2 eingestellt. Die Störgröße wird stark ‚bekämpft und die AbwBichung vom gewünschten Sollwert ist nur noch sehr klein. (Bild 12 befindet sich auf Seite 12). Eine P-Regeleinrichtung kann durch Parallelschaltung eines Differen- zierenden Netzwerks nach Bild 13 zu einer FD-Regeleinrichtung er- weitert werden. Die Schaltung des Gesamt-Systems, bestehend aus Regelstrecke und PD-Regler zeigt Bild 14. Die vom Regler an die Strecke weitergegebene Stellgröße y ist der Regelabweichung x pro- portional, und sie ist außerdem der Änderungsgeschwindigkeit der Regelabweichung proportional. Folglich greift der Regler besonders dann stark ein, wenn sich die Regelgröße schnell ändert. 220 kee PD-Regeleinri:htung 22k rn re | Yb 10Ma 1pE 22kn | Bild 13 Differenziernetzwerk Janvar 1972 A 1362 - 5.11 PD -Regeleinrichtung nach Bild 13 _— | . ‘ ® | Regelstrecke nach Bild 5 Bild 14 PD-Regeleinrichtung Aufgabe 6: Bild 15 zeigt das mit einem PD-Regler erreichte Ergebnis im Ver- gleich zur Wirkung eines reinen P-Reglers, der auf K_= 3 einge- stellt ist. Bemerkenswert ist die Dümpfung des Einschwingvorgangs. Die differenzierende Wirkung des Reglers kann an einem Potentiometer eingestellt werden. Teilbild (b) zeigt im Vergleich zu Teilbild (a) eine stürkere Dümpfung der Regelgröße. (Bild 15 befindet sich auf Seite 13) Januar 1972 A 1362 - S.12 | a oO wo " " u a a x x x | c 5 3 Bild 12 Regelkreis auf P-Regler Jonver 1972 A 1362 - 5.13 —t la) (b} Bild 15 Regelkreis mit PD-Regler Januar 1972 A 1362 - 5.14 P(E)K ELECTRONIC Aufgabe 7: Ein P-Regler kann durch Parallelschaltung eines Integrators zu einem PI-Regler erweitert werden. Die Schaltung zeigt Bild 16 220 k S2 22 k$e ’p 10yF 220 kSe Bild 16: PI-Regeleinrichtung Die Stellgröße eines PI-Regler setzt sich aus zwei Anteilen zu- sammen, die getrennt durch Potentiometer und Beschaltung der Rechenverstärker eingestellt werden können. Der P-Anteil ist wieder der Regelabweichung proportional; der integrierende An- teil ist dem Zeitintegral der Regelabweichung proportional. Damit ändert sich die Stellgröße y des Reglers schnell, wenn die Regelabweichung x, groß ist; sie ündert sich nicht, wenn die Regelabweichung Null ist. Bild 17 zeigt die Schaltung des Regelkreises bestehend aus Regelstrecke und PI-Regeleinrichtung. PI-Regeleinrichtung Kw | — nach Bild 16 | ________ _| : / | | | zZ sO} — Regelstrecke nach Bild5 | Lt 6 6 Bild 17: PI- Regeleinrichtung x - Ww Januar 1972 A 1362 - 5,15 _ | Das mit einem PI-Regler erzielte Regelergebnis geht aus Bild 18 hervor. Sie zeigt bei dieser Ein- stellung einen schlecht gedämpften Regelvorgang. Die Regelgröße erreicht aber nach einiger Zeit den eingestellten Soll- wert. Bild 18: Regelkreis mit Pl-Regler Januar 1972 A 1362 - S.16 P(E)K ELECTRONIC Aufgabe 8: Die Vorteile der bisher betrachteten Regler können in einer PID-Regeleinrichtung nach Bild 19 sinnvoll kombiniert werden. Die einzelnen Änteile sind für sich einstellbar, sie werden durch einen Mischverstärker summiert. Die Stellgröße setzt sich damit aus drei Anteilen zusammen: P-Anteil, I-Anteil, D-Anteil. 220 kn Bild 19 PID-Regel- 22 kN einrichtung 10ALF ve 220 kn -Y -1 Oo Yb T _Xw 10MQ Regie pr In Bild 20 ist das mit einem PID-Regler erreichbare Regeler- gebnis dargestellt. Die Regelgröße erreicht nach vorübergehen- der Abweichung sehr schnell und ohne überzuschwingen den ge- forderten Sollwert. Bild 20 Regelkreis mit PID-Regler Januar 1972 A 1362 - 5.17 Zusammenfassung Durch sinnvolles Kombinieren der drei Anteile kann die Regelein- richtung optimal an die zur Verfügung stehende Regelstrecke ange- paßt werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß ein Analogrechner folgende Vorteile bietet: 1) Er gestattet es, das dynamische Verhalten einer Regelstrecke im Labor nachzubilden. 2) Dadurch ermöglicht er einen guten Einblick in die Dynamik der Anlage und den Einfluß einzelner Parameter der Strecke. 3) Regeleinrichtungen können simuliert werden. 4) Komplette Regelsysteme können simuliert werden. Debei ergibt sich die Möglichkeit, die Wirkungs- weise einer kompletten Anlage besser zu durch- schauen und das dynamische Verhalten zu verstehen. 5) Auf einfache Weise, nümlich durch Ändern von Potentiometer-Einstellungen, kann ein Regelkreis optimal eingestellt werden; die günstigste Regler-Einstellung für ein gegebenes Problem ist leicht zu finden. Bild 21 zeigt die an einer Strecke mit verschiedenen Regeleinrich- tungen erzielten Regelergebnisse nochmals in einem Diagramm zusammengestellt. (Bild auf Seite 19) Januar 1972 A 1362 - 5.18 tert poe eed te ker Er ++] rt motes whine went tence. 1 ! A maa nia! TEpset prado P®k ELECTRONIC wuualirın Januar 1972 A 1362 - 5.19