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Analogrechner Dornier 720
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Product brochure for the Dornier 720, a fully transistorized precision analog computer operating at 10 V with a modular architecture supporting up to 145 amplifiers, of which 36 can serve as electronically controlled integrators. The brochure covers the display and control panel, optional logic add-on with 24 flip-flops and counters, application areas spanning control engineering, aerospace, chemistry, and education, hybrid computing integration (electronic servo-potentiometers with 10 ms setting time), and a detailed breakdown of the six-sector programming board with module-level component listings.
- Manufacturer
- Dornier
- System
- Dornier 720
- Type
- Historical Document
- Language
- German
- Learning track
- machine reference
- Pages
- 12
- Credit
- Dornier AG, Vertrieb Electronic, Friedrichshafen
- Dornier 720
- Dornier
- analog computer
- hybrid computing
- servo-potentiometer
- modular architecture
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Analogrechner Dornier 720
ANALOGRECHNER DORNIER 720
Der DORNIER 720 ist ein volltransistorisierter Prazisions-Analogrechner
mit einer Rechenspannung von 10 Volt. Er ist in einer Modultechnik
aufgebaut, die es erlaubt, ihn entsprechend einer Vielzahl von
Erfordernissen auszurüsten. Der DORNIER 720 kann, ausgehend von
einem preiswerten Grundausbau, mit maximal 145 Verstärkern bestückt
werden, von denen 36 als Integrierer mit elektronisch gesteuerten
Betriebsarten verwendet werden können,
Voll ausgerüstet bildet der DORNIER 720 einen leistungsfähigen
hybriden Analogrechner, der für die Lösung fast aller in Wissenschaft
und Technik anfallenden Analogrechenprobleme geeignet ist. Sein
ausgereiftes Konzept ermöglicht eine einfache Ankoppelung an einen
Digitalrechner zum Zweck des Hybridrechnens, wozu der DORNIER 720
nicht zuletzt seiner elektronischen Servopotentiometer (Einstellzeit
10 Millisekunden) wegen ganz vorzüglich geeignet ist.
Ein Höchstmaß an Flexibilität für den Benutzer mehrerer Dornier-
Analogrechner wird durch die Austauschbarkeit der Rechenelemente
zwischen DORNIER 720 und DORNIER 240 erreicht. Dadurch ergibt
sich beim Betrieb mehrerer Rechner eine optimale Konfiguration
der Einzelrechner.
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ANALOGRECHNER DORNIER 720
Anzeige- und Bedienfeld
Das Anzeige- und Bedienfeld im mittleren Teil des
DORNIER 720 enthält alle zum Betrieb erforderlichen
Anzeige- und Bedienelemente.
Im oberen Teil befindet sich die Leuchtröhren-
Anzeige für die Anwahl (Adresse), das Digitalvoltmeter
und den Servopotentiometer-Koeffizienten.
Die vierstellige Adresse eines Rechenelements wird
über die zehn weißen, von O bis 9 beschrifteten
Tasten im linken unteren Teil des Bedienfelds seriell
eingegeben. Ein serielles Betätigen der Tasten 2, 3/V,
0,7 führt zu einer Adressenanzeige 2 V 07 und wählt
den Verstärker Nr. 7 im 2. Sektor an, dessen
Ausgangsspannung am Digital- und wahlweise
auch am Analogvoltmeter ansteht. Die Eingabe
einer ungültigen Adresse wird durch das Blinken
der Adressenanzeige und wahlweise akustisch
signalisiert. Die Anwahl einer Reihe von
Rechenelementen mit aufeinanderfolgenden
Adressen erfordert nur das Eintasten der ersten
Adresse. Danach erhöht ein Druck auf die Taste
ERHÖHEN das Adressenregister um Eins. Die Taste
AUTOM. ERHÖHEN läßt das Adressenregister mit
einstellbarer Geschwindigkeit zyklisch über alle
gültigen Adressen laufen (z. B. für automatisches
Auslesen der Potentiometereinstellungen). Die
gleichen zehn weißen Tasten dienen der Eingabe
von Koeffizienten für die Einstellung von Servo-
potentiometern. Nach Eingabe einer Potentiometer-
adresse und eines Koeffizienten stellt ein Druck auf
die Taste POT SETZEN das Potentiometer ein.
In der Betriebsart AUTOM. SETZEN erfolgt die
Einstellung nach Eintasten der 4. Stelle des
Koeffizienten. Bei den Servopotentiometern handelt
es sich dabei um rein digital einstellbare Potentio-
meter mit einer Einstellzeit von maximal 10 ms.
Die Taste DIGITALRECHNER übergibt die Kontrolle
über alle Funktionen einem angeschlossenen Digital-
rechner. Die Betriebsartensteuerung erfolgt über die
Tasten POT (Potentiometer anstellen), AB (Anfangs-
bedingung), HT (Halt), DR (Dauerrechnen) und RR
(Repetierend Rechnen). Die Tasten X10 und X100
erlauben eine generelle Beschleunigung des Zeit-
maßstabs um die Faktoren 10, 100 oder 1000.
Nichtsdestoweniger ist eine individuelle Auswahl von
Integrationskondensatoren pro Integriererpaar am
Steckbrett möglich.
Der Repetiertakt wird in der Betriebsart RR von dem
standardmäßig installierten Zusatzverstärker zwischen
0 und ca. 78 Hz vorgegeben. Ein auf Wunsch ein-
gebauter digitaler Taktgeber steuert die drei Betriebs-
arten AB, DR und HT in dieser Reihenfolge zyklisch
mit einstellbaren Zeiten von je 1 p s bis 99 sec an.
Die Steuerung aller drei Betriebsarten der Integrierer
erfolgt dabei rein elektronisch.
Die 720-Grundeinheit besitzt standardmäßig einen
Zusatzverstärker, der verschiedenen Zwecken dient.
In der Betriebsart RR liefert der Zusatzverstärker
eine schnell repetierende und nach Betätigen der
Taste RAMPE in der Betriebsart DR eine einmalige
langsame Rampe als Zeitablenkung für ein
Registriergerät. In beiden Fällen wird die Steigung
der Rampe durch die Stellung des zehngängigen
Z-Potentiometers gegeben. In der Betriebsart STSF
(statistisches Setzen von Funktionsgebern) dient der
Zusatzverstärker zusammen mit dem Z-Potentio-
meter als Einstellverstärker für die variablen
Funktionsgeber. Nach Betätigen der Tasten
INT SP x1 bzw. INT SP xo.1 mißt der Zusatz-
verstarker die Summe der Eingangsspannungen
eines angewählten Integrierers. Dabei beträgt seine
Verstärkung 1 bzw. 0.1.
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DR-REGISTER KOEFF-REGISTER
ANALOGRECHNER DORNIER 720
Logikzusatz
Auf Wunsch wird im DORNIER 720 ein umfang-
reicher Logikzusatz installiert, dessen Vollausbau
weiter vorn definiert ist.
Der Logikzusatz besitzt über die Tasten AB und
ASYN eine eigene Betriebsartensteuerung beson-
derer Art. Mit der Taste ASYN können alle 24 Flip-
flops zwischen einem synchronen (getakteten) und
asynchronen (ungetakteten) Betrieb umgeschaltet
werden. Die Taste AB steuert die Betriebsarten
»Anfangsbedingung« und »Rechnen«. Dabei besteht
die Möglichkeit, in der Betriebsart AB über die als
Drucktasten ausgeführten Anzeigelampen der
Flipflops diese in einen definierten Anfangszustand
zu setzen. Dieser Anfangszustand wird immer
wieder eingenommen, wenn die Logik in die Betriebs-
art AB gesteuert wird. Ein erneutes Setzen aller
Flipflops vor Beginn eines neuen Rechendurchgangs
entfällt somit. Ein Betätigen der sechs Lösch-
tasten löscht einzelne Flipflop-Gruppen. Die generelle
LÖSCH Taste löscht alle Flipflops und Zähler.
Die dreimal acht Anzeigelampen der 8 bit-Abwärts-
zähler sind gleichfalls als Tasten ausgeführt und
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entsprechend ihrer Wertigkeit beschriftet. Über diese
Tasten können die Zähler vorgesetzt werden.
Auf dem Logik-Programmierbrett existieren sechs
Steuerleitungen für eine Betriebsartensteuerung des
Analogteils durch die Logik. Gleichfalls kann über
zwei dieser Steuerleitungen die Betriebsarten-
steuerung der Logik vorgenommen werden.
Der Logikzusatz bietet Platz für den komfortablen
digitalen Taktgeber, dessen Ausgangssignale sowohl
die Steuerung der Betriebsarten AB, DR und HT
des Analogteils übernehmen und auch separat am
Logik-Programmierbrett zur Verfügung stehen. Die
Dauer der einzelnen Signale AB, DR und HT (und
damit die Zeit, während der der Rechner in diesen
Betriebsarten 'verbleibt) ist mit den Rändelrädern
im Bereich zwischen 1 us und 99 s einstellbar.
Der Taktgeber ist nach Abschaltung des internen
1MHz-Takts auch als dreifacher, dekadisch einstell-
barer Zähler verwendbar. In jeder Betriebsart wird
über die Leuchtröhrenanzeige der momentane
Zählstand des gerade laufenden Zählers angezeigt.
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Einsatzgebiete
Analogrechner werden überall dort eingesetzt, wo es
um die Lösung von Differentialgleichungen geht.
Sie ermöglichen u. a. die Echtzeit Nachbildung
dynamischer Systeme und reduzieren den Aufwand
zur Durchführung von zeitraubenden, kostspieligen
und gefahrvollen praktischen Versuchen.
Typische Analogrechnerprobleme fallen in folgenden
Bereichen an:
Regelungstechnik: Simulation von Regelungs-
systemen, Parameterstudien,
Frequenzgangmessungen
Luft- und Raumfahrt: Simulation von Flugkörpern
Medizin und Biologie: Simulation und Untersuchung
biomedizinischer Vorgänge
Schwingungsprobleme,
Untersuchung des
Fahrverhaltens
Reaktorsimulationen
Fahrzeugindustrie:
Kerntechnik:
Chemie: Simulation chemischer
Reaktionen
Ausbildung: Demonstration dynamischer
Vorgänge
Meßtechnik: Pegelanpassungen,
Aufbau von Filtern
Einsatz in Hybridrechensystemen
Das Konzept des DORNIER 720 ermöglicht den
Einsatz als Analogteil eines Hybridrechensystems.
Die externen Ein-/Ausgänge zur Steuerung und
Abfrage der Betriebsarten, des Anwahlsystems usw.
sind in der 720-Grundeinheit bereits vorverdrahtet.
Das Analogprogrammierfeld beinhaltet standard-
mäßig 78 und das Logikprogrammierfeld
90 Datenleitungen von und zu einem ange-
schlossenen Koppelwerk.
Insbesondere die schnellen elektronischen Servo-
potentiometer und die vollelektronische Steuerung
aller drei Hauptbetriebsarten ermöglichen einen
komfortablen Hybridbetrieb. Die Servopotentiometer
können in beliebigen Rechnerbetriebsarten
eingestellt werden, weshalb das Ansteuern einer
speziellen Einstellbetriebsart und damit das
zwangsläufige Zerstören der momentanen Zustände
der einzelnen Variablen entfällt.
Nähere Einzelheiten über das Hybridrechnen mit
dem DORNIER 720 enthält unsere diesbezügliche
spezielle Dokumentation.
ANALOGRECHNER DORNIER 720
Aufteilung
des Programmierbrettes
Das Programmierbrett des DORNIER 720 ist in
sechs identische Sektoren unterteilt. Die Numerierung
der einzelnen Rechenkomponenten (Verstarker,
Potentiometer usw.) wiederholt sich in den einzelnen
Sektoren, so daB zur Angabe einer Elementadresse
auch noch die Angabe des Sektors erforderlich ist,
in dem sich das betreffende Element befindet.
So beschreibt die Angabe 3V07 den Verstarker Nr. 7
im 3. Sektor.
Ein Sektor wiederum ist unterteilt in drei Module,
wovon die beiden äußeren (Typ 1.005) identisch und
das innere (Typ 1105) den äußeren ähnlich ist.
Die Module dienen der Aufnahme der Rechen-
elemente und sind mit allen erforderlichen Teil-
komponenten (Relais, Beschaltungswiderstände usw.)
ausgerüstet.
Bezeichnet man die einzelnen Steckkartenplätze
innerhalb eines Moduls von unten her mit 1 bis 8,
so können diese Plätze mit folgenden Komponenten
bestückt werden:
Platz Modul 1.005
1 und2 Summierer
3 und 4 Summierer/Integrierer
5 Komparator und Schalternetzwerk
für 2 Integrierer
6 hochgenauer Multiplizierer 3.030
7 oder
8 zwei Multiplizierer 3.040
Platz Modul 1.105
1und2 Summierer —
3 und 4 Summierer/Integrierer
5 Komparator und Schalternetzwerk
für 2 Integrierer
6 7 bit-Digitalpotentiometer
7 fester Diodenfunktionsgeber
8 fester Diodenfunktionsgeber
Zusätzlich enthalten die Module Steckbrettanschlüsse
für Referenzspannungen, Potentiometer, Zusatz-
multiplizierer, Steuerleitungen für Integrierer usw.
Das Modul 1.105 enthält außerdem noch ein
Funktionsrelais und die Anschlüsse für einen
Funktionsschalter.
Weitere Einzelheiten sind dem nebenstehenden Bild
zu entnehmen.
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Verstärker 12 als Integrierer mit _
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Verstärker 11 als
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7 bit-Digitalpotentiometer
Verstärker 11 mit
Ausgang Zusatzverstärker
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komplementärer
Verstärker 7 mit 10 kQ-Rückführung
Ausgang FDFG
DUNGSLEITUNG
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Verstärker 8 als
Verstärker 3 und 4 als
DR-Eingänge für Integrierer 3 und 4 Verstärker 7 als Endverstärker für
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Vertrieb Electronic
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Tel: (07545) 811, App. 2678
Telex: 07-34372
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