Analog Computers

Manual / Guide · 1961

Tisch-Analogrechner: Beschreibung und Bedienungsanleitung (Desktop Analog Computer: Description and Operating Manual)

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Description and operating manual (MV 2 460568, dated 1 March 1961) for the BBC desktop analog computer manufactured by Brown, Boveri & Cie in Mannheim. Covers fundamental principles of electronic analog computing including operational amplifiers, summation, integration, and coefficient potentiometers, followed by operating instructions for the specific machine.

Manufacturer
Brown, Boveri & Cie
System
BBC Tisch-Analogrechner
Year
1961
Type
Manual / Guide
Language
German
Learning track
machine reference
Pages
82
  • BBC Tisch-Analogrechner
  • Brown, Boveri & Cie
  • operational amplifier
  • summation
  • integration
  • coefficient potentiometer

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Tisch-Analogrechner: Beschreibung und Bedienungsanleitung (Desktop Analog Computer: Description and Operating Manual)

Tisch - Analogrechner Beschreibung und Bedienungsanleitung MV 2 460568 BROWN, BOVERI & CIE Aktiengesellschaft MANNHEIM BES Tisch-Analogrechnern!n2 46 0568 1. 1. Grundsätzliche Wirkungsweise elektronischer Analogrechner. 1.1 beiden letzteren vermitteln dem Anwender einen sehr Anwendunrsbereich Elektronische Analogrechner dienen zur Lösung von Differentialgleichungen oder Systemen von Differentia]l- leichungen, wobei die unabhängige Veränderliche in allgemeinen die Zeit ist. wie der Name Analogrechner besagt, werden die ab- hängigen Veränderlichen der Differentialgleichungen durch analoge Größen nachrebildet, beim elektronische Analogrechner beispielsweise durch analoge elekteischd Gleichspannungen. Eine auf dem Rechner hergestellte Rechenschaltung für ein bestimmtes Problem ist also nichts anderes als ein elektrisches Modell des unter- suchten Systems, wobei die elektrischen Größen (Spannungen) des Modells den gleichen Gesetzmäßig- keiten (ausgedrückt durch Differentialgleichungen) gehorchen wie die Größen des untersuchten Systems. Die Darstellung der Lösung erfolgt durch Spannungs- messer, Kathodenstrahloszillographen oder Schreib- geräte in Abhängigkeit von der Zeit. Besonders die guten Finblick in die physikalischen Zusammenhänge, denen das System gehorcht. Hierin liegt einer der Jauptvorzüge des Analogrechners gegenüber dem Zigitalrechner, bei dem infolge der umfangreichen und komplizierten Programmierung und der Ausgabe der Ergebnisse in Zahlenwerten oft der unmittelbare Zusammenhang mit den physikalischen Gesetzmäßig- keiten verlorengeht. R/A-Ke/Dbd 1.3.61 -2. Tisech-Analogprechne yee 45 Vorgänge (z.B. Regelvorgänge in der Verfahrens- Ein weiterer Vorteil des Analogrechners ist cie schnelle und leichte Veränderbarkeit der Rechen- koeffizienten durch Verdrshen von Fotentiometer- knöpfen. Ist ein in seinen Grundzügen gejebenes System (beispielsweise das Federungssystsm eines Kraftwagens) optimal zu Cimensionieren, 30 kann der Entwickler das Problem zunächst mit grob ge- schätzten Parametern auf dem Analogrechner pro- grammieren und das Verhalten der interessierenden Größen (Auslenkung, Geschwindigkeit, Beschleunizung usw.) unter dem Sinfluß verschiedener Stsrgrélen (3töße infolge Unebenheit der Straße) am Oszillo- graphen oder Schreiber studieren. Er kann dann in einfacher Weise die Farameter des Systems (Federkonstanten, Dämpfung usw.) variiersn bis das angestrebte optimale Verhalten err.icht is cr 4 wobei er immer das Verhalten der Syste. dien dem Sichtgeradt beobachten „ann, ad i A gs Auch das Einführen nichtlinearer Zusammenhänge (progressive Feaerung) wird durch sogenannte Funktionsgeneratoren in einfacher Weise möglich. Durch die Wahl eines geeigneten Zeitmaßstabes können in Wirklichkeit sehr langsam verlaufende technik) auf dem Analogrechner schnelier bzw. sehr schnell vcriaufende Vorgänge (beisriels- weise elektroni:che Rezelvorgänge) langsamer dargestellt werden, Damit kann bei der Inter- suchung sehr langsamer Vorgänge sehr viel Zeit gespart werden, während sehr schnell verlaufende Vorgänge so lansean dargestellt werden können, daß sie bequem 2uf dem Jichtgerät beobachtet werden können, R/h-Ke/Db ss) Uy 9) Tisch-Analogrechnerl| MV2 46 0568 -3._ [2 Mit diesen Eigenschaften ist der Analogrechner ein ideales Hilfsmittel für Forschung, Projektierung und Ausbildung. L.2 Grundoperationen 1.21 Rechenverstärker Tas wichtigste Element eines elektronischen Analosrechners ist der Rechenverstärker oder Üperationsverstärker, Es ist dies ein Gleichstronverstärker, der am Ausgang eine «wischen einem negativen und einen positiven Höchstwert kontinuierlich ver- änderliche Gleichspannung, die sogenannte Rechensrannung, liefert, wenn im Eingang ein Glelohstrom der jeweils entgegenge- setzten Polarität zugeführt wird. Bild 1 zeigt die Steuerkennlinie und das Ersatzr schaltbild des Verstärkers.. AYaus Jein | . - ——! Uaus= "Rü "Sein Signalniveau T - ! Jein Vein | Rein Ugus > | | yi ° ° Nullschiene „ Bild l: Ersatzschaltbild und Steuerkennlinie eines Rechenverstirkers. R/A-Kg/Db 1.3.61 -4- ated Rei Nr feech-Aneloaorrechner Ve 46 9568 ~f— Die Verstärkung, ausgedrückt durch den Jber- tragungswiderstard U _ aus a Tein O) ist bei einem solchen Rechenverstärker sehr groß. Das bedeutet, daß bereits ein winrirer Einpengestrom genügt, um den Verstürker von Null bis zu seiner vollen Ausparrsspannung auszusteuern. Der Eingangswiderstand Kin des Verstärkers ist ebenfalla klein, so das ccr gur Aussteuerung crforderliche Eingangsstron nur einen gegenüber der vollen Ausgangsspan~ nung verschwindend kleinen Spannungsabfall verursacht. Die Einrangsspannunge U ein des Verstärkers ist also in Jedem Fell annt- hernd Null. Jeder Rechenverctérker hat eine durcheehende Nullsechiene, auf die Hinganrs- -und Ausgangsspenning bezogen sind. In einen Analogrechner sind die Fulischienen aller Rechenelemente zu einer gemeinsamen Tull- schiene verbunden, gegen die alle Spannun«+ gen genessen werden, Der Ausgangewiderstand eines Rechenverstürkern ist gering und daher im Ersatzschaltbild nicht eingezeichnet. Der höchste von der Ausgangsspannung des Ver- stärkers mit Sicherheit in beiden Richtungen erreichbare Yert wird mit Signalnivesu ocer 100 % Rechenspannung bezeichnet. Bei ho tier- verstärkern liegt dieses Hiveau in allps..cinen bei + 100 V, wihrend bei Transistorverst. r<ern Werte von + 10 V oder + 15 VY üblich sind. J ne rn A de ARTEN R/A-Ke/Db 1.3.61 - ST ‘ rare: weenie 8 Bo Ti sch-Analogrechne rj{MV2 46 0568 -5— 1.22 Wie man aus der Kennlinie in Bild 1 erkennt, ist die Ausgangsspannung in ihrer Polarität dem Eingangsstrom entgegengerichtet, d.h. bei positivem Eingangsstrom stellt sich eine nega- tive Ausgangsspannung ein. Diese Vorzeichen- umkehr ist für die folgenden Rechenschaltungen von besonderer Wichtigkeit. Durch &ußere Beschaltung mit Widerständen und Kondensatoren kann man nun mit Hilfe eines solchen Verstärkers die verschiedensten Rechen- operationen durchführen. Summation Bild 2 zeigt einen Rechenverstärker, der durch Beschaltung mit ohmschen Widerständen in der Lage ist, eine Addition bzw. Subtraktion ver- schiedener Rechenspannungen durchzuführen. Der Rechenverstärker wird üblicherweise durch ein Dreieck dargestellt, dessen Spitze in Richtung der Verstärkung, d.h. zum Ausgang hin zeigt. Wie schon erwähnt, haben sämtliche Rechen- elemente eine gemeinsame Nullschiene als Bezugs- punkt für alle Rechenspannungen. Es ist daher nicht erforderlich und auch nicht üblich, diese Nullschiene mitzuzeichnen, wenn man allgemein festlegt, daß alle Spannungen, in Bild 2 also U] ... T,; und Vzus’ gegen die Nullschiene zu messen sind. /A=-Kg’Db 1.3.61 -6- » BSC r isch-Analogrechner MV2 46 056% u we Ry Rg © Uaus VY I Bild 2: Addition und Subtraktion mit einer Rechenverstärker. Legt man beispielsweise an den Eingang 1 eine positive Spannung U; so fließt über den Wiser. stand Ry ein Strom, der bewirkt, ja& der \Vcor- stärker in negativer Richtung ausgesteuert wire Die negative Ausgangsspannung U ug preitt über den Gegenkopplungswiderstand Rz sofort einzn entgegengesetzten Strom, der bemüht ist, Jen Verstärker in umgekehrter Richtung ausru=tcuerr, Setzt man voraus, daß der erforderliche Bingorsts- strom des Verstärkers verschwindend klein seer die über Ry bzw. R, fließenden Ströme und dag die Eingangsspannung direkt am Verstärker eber- falls sehr klein ist, so stellt sich ein Gleic gewichtszustand entsprechend Formal (2) ein. | (2) Ry R Ist R] = Ros so ist Vous = -Uy 5 d.h. wir haben einen Unkehrverstärker mit der Verstärkung 1 vor uns. R/A-Ke/DY 1.3.61 -7- nur gem pessahche Sab oder ver. ey is A -7. 4 nacht man Re zehnmal so groß wie Sy) 30 ist zus =10., U4 wir erhalten also einen dr Umkehrverstärker mit der Verstärkung 10, können also eine Rechenspannung mit den konstanten Faktor 10 multiplizieren. Legt man nun an einen oder mehrere der restlichen Eingänge 2 ... 5 ebenfalls Gleichspannungen U, eae Uss so ergibt sich aus der Forderung, daß cer in den Verstärker fließende Strom an- ‚nähernd Null ist. U) U, Us _ Vaus Rt Rte +R F- 5 (3) 1 2 5 & Für cen Fall,daß alle Widerstände gleich sind = = = = R S i Yeug = Up + Va + Us + U4 + Us (4) Die Ausgangsspannung ist also gleich der Cumme aller Hingangsspannungen; wir haben also eine Summationsschaltung vor uns: Eine Subtraktion läßt sich in einf& cher ‘Jeise erreichen, indem man die zu subtrahierende Rechenspannung dem Eingang mit umgekehrtem Vorzeichen zuführt. wählt man die Werte für Ry und Re um den Faktor 10 kleiner als für Bi» Ro» a und Res so erhält man zwei Eingänge, die gleichzeitig eine liultiplikation der beiden Rechenspannungen U, und U, mit.den konstanten Faktor 19 erlauber. Es gilt: + 12, 1 ei nn \1 Ne VUnus = UL + Uy + Us + 10 .U 4 AA sot! 1.3.61 -C- Risch-Analogrechner MV2 a6 Bild 3 zeigt die ¢ a vJarstellung der in Bild 2 gezeigten Junmationg- schaltung,. Bild 3: Kurzzeichen für einen Summierverstiirks Das Verstärkersynbol wurde beibehalten, währen: die einzelnen Widerstdnde nicht mehr gezeichne* werden. Die' den einzelnen Eingängen zugeoränstir Zahlen geben den Verstärkungsfaktor dss he- treffenden Eingangs an. Tas in Bild 3 darvc- stellte Kurzzeichen entspricht also einen Verstärker, der die in Formel (5) angezeiene Rechenoperation ausführt. 1.23 Integration Bild 4 zeigt einen Rechenverstärker, der durch Beschaltung mit ohmechen Eingangswiderst en und einem Kondensator als Gegenkopprlune in der Lage ist, eine Integration der Eingangssvnonun. in durchzuführen. be head Sa Tisceh-Analogrechrer KV2 46 0568 ~3- Ry ur 10——_{~~}— R2 uz 2 — + R3 U3 30 + > ~© Vaus Ra Jein u et R5 Us SL — Bild 4: Integration mit einem Rechenverstirker, Legt man an den Lingang 1 schlagartig eine positive Spannung U; so flieSt über den Widerstand Ry ein Strom, der den Verstärker in negativer Richtung aus- zusteuern sucht. fine schlagartige Erhöhung der Aus- gangsspannung ist aber nicht möglich, da sonst ein sehr hoher Strom über den Kondensator C flieden wur- Ge, der den Verstärker in entgegengesetzter Richtung sussteuern würde, Es stellt sich vielmehr ein Gleich- gewichtszustand ein, cer sich aus der Forderung er- _ı ; gibt, daß Eingangsstrom und Kondensatorstrom gleich sein müssen, ( ng düren sie nicht kopiert Es gilt: i Tein = I (6) & tein (7) 5 au - Ip = - 0, ; (8) : dt nur rum eo a BSC Tisceh-Analogrechner| iwW2 46 ww also _ lau _ı, (3) at oc’ Durch Integration beider Seiten erhält man wy) Toe ee | - Usus = Tay | Uy at +k (19 Die Ausgangsspannung des Verstärk:rs stellt also das zeitliche Integral der Eingans- spannung dar. Der Faktor C . Ry ist cie Integrierzeit. Sie gibt an, in weicher leis ae die Ausgangsspannung den Wert der Eingar..- spannung erreicht, nachdem diese sprunzurtir zugeschaltet wurde (siehe Bild 5), U, Vaus , “ Vous a” — Jntegrierzeit —ee Bild 5: Verlauf von Eingangs=- und Ausgangs- spannung eines Integrators, Interricrzeif 2/heKg/Db 1.3.61 -li- EC Fisch-Analogrechner MV2 46 0568 -11- Vorausgesetzt ist, daß die Konstante K den Wert Null hat, d.h. daß die Ausgangsspannung zu Beginn des Rechenvorgangs Null war. Legt man mehrere Gleichspannungen an die Ein- gänge, so gilt analog zu Formel (5) j U U U 1 2 5 -U us” CR + ome treet ork) at + K (11) Die Ausgangsspannung stellt also das zeitliche Integral Über die Summe der Eingangsspannungen ~ dar; wir haben also einen summierenden Inte- grator vor uns. In vielen Analogrechnern sind die Widerstände und Kondensatoren so dimensioniert, daß sich Integrierzeiten von 1 s bzw. 0,1 s ergeben (beispielsweise C = 5 ps R = 200 kOhm bzw. 20 kOhn). Wählen wir z.B. in Bild 4 C= 5 ws Ras Ros Rz = 200 kOhm und Ry und Re = 20 kOhn, so lautst Formel (11) jetzt: ( 835 I “Yous” [Oh + U, + U, + 20004 + 10.U5).dt+K (12) 3 ‘ bw te, aa . HE Die Eirngiinge haben auch hier wieder verschiedene 2,02 Verstärkungsfaktoren. Der Faktor 10 gibt an, daß gle: bei sprungartigem Einschalten der Einyangs- Bt spannung die Ausgangsspannung nach einer Sekunde den zehnfachen Wert der Eingangs- spannung hat und entspricht damit einer Inte- grierzeit von 0,1 s. VERIN CI Abbiencacels Sins envertraut Ohne unsere sh ide benekmigung dürfen ae nicht kopiert 71 H a spt gt nur rum pesésicten ba eter von ai R/A=-Kg/Db 1.3. 61 -12- Sree eigene ers a a a aaa ee NE ESC Tisch-Analogrechner «2 AG 7563 Die Auszangsspannung des Integrators ru? Lei Beginn des Kechenvorsangs einer bestin ton Anfangsbedirgung entsprechen, die in der Gleichung (10), (11) und (12) durch «ie Konstante X bestimut ist. Dieses wird dureh eine in Bild 4 gestrichelt eingezeichnst Hilfseinrichtung gewährleistet, die aus einer einstellbaren niederohmigen Spannunrwsquelle U und einem Relais d besteht. Vor Beinn des Rechenvorgangs sind die Kontakte geschiossen und der Kondensator lädt sich auf dic Spannung U_ auf. Da der Eingangspunkt des Verstirkers kein Potential gegen die Nullschiene nat, ist damit die Ausgangsspannung gleich der spannung U_. Beil Beginn der Rechnung öffnen dir Yon takte und die Integration beginnt von Anfmmrs- wert U_ aus. Bild 6 zeigt das übliche Symbol für einen Sumiilerenden Integrator. Es unterscheidst sich vom Symbol des Summierverstärkers durch ein angesetztes Rechteck, in dem die Verstärkungsfaktoren der verschiedenen Einginge enthalten sind. Der Kreis symbolisiert die Hilfseinrichtung zur Hersteilurr der Ane fangsbedingung, die im allgemeinen aus einer Bild 6: Kurzzeichen für einen summierenc integrator, Co ” aa 1.3.61 To Kanne ma Rae w nenn BSc Tiseh-Analogrechner| MV2 46 0568 -13- dirfen sie nicht kopiert essere schräthrre Berehr gueg konstenten Gleichspannungsquelle und einem Potentiometer zum Einstellen des gewünschten Wertes besteht, Die Zahl im Kreis gibt das Verhältnis vom Anfangswert der Ausgangs spannung zu 100 % Rechenspannung an. Bei einen Signalni- veau von 15 V hat also die Ausgangsspannung in diesen Fall einen Anfangswert von 5,25 V, 1.24 Koeffizientenpotentiometer Mit Hilfe von Koeffizientenpotentiometern lassen sich die folgenden drei Rechenoperationen durchführen: a) Multiplikation einer Rechenspannung mit einem kon- stanten Faktor, wobei der Faktor von Null bis 1 ver- stellt werden kann. b) Einführung einer konstanten, zwischen Null und 100 % einstellbaren Spanrung. ce) Mit den erdfreien Potentionetern (Pro, Pr» Pio) kind nen einstellbare Berrenzungen nach Bild 31 ausgeführt werden. Wird die schwarze Buchse geerdet, sind diese auch für Operationen nach a) und b) geelgnet, Im ersten Fall wird das Potentiometer mit einem Ende an die betreffende Rechenspannung, beispielsweise die Aus- gangsspannung eines Kechenverstärkers, gelegt, während das andere Ende fest mit der Nullschiene verbunden ist. (Siehe Bild 7). _—— INS, Vein > i R Uaus —— Last — a r- | | 1. Bild 7: Koeffizientenpotentiometer zur Multiplikation mit einem konstanten Faktor, Tisch-Analogrechner iM 46 45 -14- Die Ausgangsspannung Vous am Schleifer des Potentiometers stent dann in einen bestimmten Verhältnis zur Einsangsszannune Uo) rt T = . Ul; (453 Uns = * “ein a? wobei der Faktor k von Ku} 4 awk 23 Sehleifers stuf : -_- ; Sehlei fers proportional iss, wenn die Torcctwuet des Fotentiometers gering ist, d.h. wen xr % TRA ce ey wee £ ee a FE ep es I stend Re, oe der Binvenesvidercters cine: | LAG oe “ } sph at Mow oy | m nn A t nachgeschalteten Verstärzera) erniere 3 = t % 4 ihe 5 Trvmernwi fare nid roe i » u ohmi egerüber dem innenwicerstarnd & 4 =) ~ ® x ~ > A meters ist. Dieser Umstené verhircert 3 : i i on Ya ir . H Fällen das Anbringen einer seelohten Or 14 eer yey ® ; , mocha. Aan Rechenschal tung stark varileren kann. “an on Caker so vor, dab man den Einzrang 8 meters an eine feste Referenzsranrung less, die gleich 100% der Rechenspannung ist. Gleich- zeitig wird ein hochohmiger Spannuncsrecses an den Schleifer gelegt, der bei 100% Rechen- spannung 1 bzw. 100 anzeigt. Das Potentiometer wird nun mit seiner jeweilirent Belastung nach dem Meßgerät abgeglichen, das direkt das Teilerverhältnis k anzeist. Ist die Rechenspannung mit einen Taktır zu multiplizieren, der größer als 1 ist, so konn ein Rechenverstärker mit der Yerstärknre 19 vor oder hinter dem Fotentiomster ar reechinosen werden. Auf diese Weise les:en sich nile a ser ne A ET. : Rechenkoerfisienten zwischen 1 und 10 stufentis:: i einstellen. m ua 5 i ! 4 7 2 u é TOR RO a ee IAP Ea OTR Dee poe ge -isch-Analcoaärechner!|iımW?4as -15- O5€e zwischen Null und 100% stufenlos einstellbare Spannung abgenommen werden kann. Die Einstellung erfolgt wie im Fall a) mit sinem Spännungsmesser unter der jeweilige Bild 8 zeigt das Kurzzeichen für ein Koeffizientenpotentiometer. Die Zahl im Kreis gibt das Teilerverhältnis k an. Bild 8: Yurzzeichen für ein Koeffizienten potentiometer. Tecitiviixeation und Division zweier verine [99] ~lic cab an Schleifer eine kon- n f es ee sae cee her Nee a oe N U ALNUDTENe vorne vasrernd die Multiplikation einer Rechenspannun einem konstanten Faktor in einfacher Weise mit rotentiometer erreicht werden kann, erfordert Tultiplikation zweier veränderlicher Rechenspa einen erheblich gröleren Aufwand. Von den vers deren bekannten Verfahren soll hier nur das Zw Zueiz. parapdelverfähren beschrieben werden, nach dem BBC-Tisch-Analogrechner enthaltene Multiplikator arbeitet, g mit einen die nnung en { chie- er unge a der im enge a in Rf Ams 4 AN * oO a t a) EN t Tonne teen we E 9) Tisch-Analogrechne rf HMve2 46 0568 -16- ¢Oo— Dem Verfahren liegt die Beziehung (a + b)? - (a- dv) = 4ab (14) zugrunde. a und b sind die zu multiplizierenden Rechen;;rößen. Ein nach diesem Prinzip arbeitender Multiplikator muß demnach folgende Einzeloperationen durchführen (vgl. Bild 9). l. Bildung der Summe a + b 2. Quedrieren der Summe a+ b 3. Bildung der Dirferenz a - b 4. adrieren der Differenz a - b \ 5. Bildung der Differenz (a + b)* - (a - v)* 6. Multiplikation der Ergebnisse mit dem kon- stanten Faktor 0,25 Die Rechenschaltungen zur Addition, Subtruktior und Multiplikation mit einem konstanten Faktor wurden Lbü- reits unter 1.2 beschrieben. Zur Quadrierung der Größen a + b und a — b werden sogenannte funktions- generatoren FG eingesetzt, die unter 1.4 nähs=ı le- schrieben sind. bo 1 > -(a+b) FG -(a+b)? 1 +(a-b) -b)2 Ne (a FG +(a-b) 4 Bild 9: Prinzipschaltung eines Multipl:.kators nach dem Zweiparatelverfahren. R/A-Kg/Db ve rss" Kat EEE EEE a RTS ME RT ck C} Tisch-Analogrechner| V2 46 0568 -17- nu Sana is TEN N I An en Ferne une a a Tree nr An dieser Stelle sei nur erwl.hrt, da? der muadrsti- sche Zusamnenhanr zwischen Ausganrs- und Lingangs- cpannung des Sunttions ererators dure’. nichntlincare “lIcerstirde er: eicht wird, die durch vorresrannte Dioden realiciert werden. Bild 10 zeigt das Kurzzeichen für eiren Vultirli- kator. -a-b a-b b T Bild 10: Kurzzeichen eines Multirliketors. Der Vultipliiator Les hicr besce'rieberen Piceh- énalorre hrers ves ist im Zingange Gie zu multi- rlizieren.lsn Ree ergré2en a und b in Leiden Folaritätien una liefert in er is QQ tie) 0% a. b mit recativen Vorzeichen (vel. Bild 10 5). Zur Divicion otrer ver'rferlichen Ree enrrö’r a durch eine zweite ver rcerliche .echerrrüfe b wire auter einem Multiplixator noch ein Nechenverst..r- ker mit cehr hoher Verstärkung (d. h. ohne Geren- xonplunp) Ser’itiet. In Bild 11 ist eine solche „„chaltung dar’estellt, 1.5.61 -1.- nr Tisch-e-aAanalogrechanecri hve «. ¢o— Tl a:ced 8 8 Bild 11: Prinzipschaltung zur Division zweier verdnderlicher Größen. Den Eingängen des Multiplikators werden die Grüßen a und c zugeführt, wobei c die Ausgangsspannung eines nicht gegengekoppelten Verstärkers ist. Die om Zeichen im Eingang dieses Verstärkers sollen andeuten, daß der Verstärkungsfaktor sehr hoch ist. Die Ausgangsspannung d des Multiplikators wird dem einen Eingang des Ver- stärkers zugeführt, während am anderen Eingang gie Größe -b liegt. Der Verstärker ist nun be- strebt, seine Ausganzscpannung ec immer 80 einzu- stellen, daß d-b lt © — ist, denn schon geringe Abweichungen würden irfol:e der hohen Verstärkung eine starke Änderung von c ergeben. Die Größe c würde über den Multiplikator die Größe d so beeinflussen, daß d = b ist. Wir haben also einen geschlossenen Regelkreis nit dem Verstärker als Negler, b als Sollwert, d nn Istwert und c als Stellgröße vor uns. m cS En 4 rn font Mang /Dy J e W Or ht { $+ \ i ae Tisech~Analogrechner} MV2 46 0568 1 Da d=a.ec (16 ergibt sich aus (15) und (16) (17 QO i [co Zu beachten ist die Frage des Spannungsbereiches, in dem die Schaltung einwandfrei arbeitet. Um eine. ~ Übersteuerung des Verstärkers zu vermeiden, muß sichergesteilt sein, daß ce £1 bzw. 100% (18) oder beta (19 H o} at s Is ist also anzustreben (vel. 3.3, Porderun:; 2), ‘ dic Größe a möglichst nahe 1 zu machen, während a cie Gröse b nur wenis kleiner als a sein sollte. : | in diesem Falle ist agnn auch die !ilfsrrüße d l nnhezu 1, so daß der Multiplikator gut auszenutzt ee ..4 Zildunm nichtlinenrer musa enhänre Le Zur bildun nichtlinearer Zusammenitinse werden sore- nonnte Funi-tionsrencretoren benutzt. Diese bestehen, wie bereits unter 1.3 erwihnt, im wesentlichen aus nichtlineaien Viderstiinden, dis dureh vorzcespannte ts Liceden realisicrt weıden, und licfern einen Aus- dthhe Benutzung durch den : sound samthche Radngen cnt uns im fale “WN, BOVERI & CIE Aktionaessiis* Ret pum peroniungn bebmu anvertraut Uhre: un ch I. ur 43, 4 y | 1 3 4 cone Man cantwetvrom, der der vcwän.chten richtlinesren Tue 2 4 “ 4 „nomanhana wit der Dlinvsmegaunenry.: boethes. ee) m ox fae te bas wg rn Sen Fa nr ze & af am UufT Ww 1. 5) e On. oe Bsn BIC Tisch-Analogrechner ui Es oy ye Ein nachgeschalteter Rechenverstärker wandelt den Ausgangsstrom in eine Rechenspannung us =-K . lous um, die dann die gleiche nichtlineare Abhaéngigkeit von der Fingangsspannung hat. U =~k , I =f (U ry aus ) 20 Bild 12 zeigt die grun:sätzliche Schaltung eines solchen Funktionsgenerctors. Vein Jous N Uaus — FG I Bild 12: Prinzipschaltung zur Erzeugung nichs- A ae linearer Zusammenhänge. In Bild 13 ist die Realisierung eines iichtlire: Widerstandes durch vorgespannte Dioden darss«:c! An JH Rn Dn Uyn Klaus Ir 4-— — — — — —_ 4 7” —- -- —- —- - ~~ 4 T h— 3 Ry Dy Uy} «> 2 R ! U Vein 4] Jaus e un ro. OP — Tipe Bild 13: Schaltung und Kennlinie eines Funktiors- generators, R/A-Kr/Db 1.3.61 | =21- rn were ums vos au ne "iesch-Analcarechner| Ve 45 1555 t t oa 4 um Vene SRUTUOLT meer BE ‚bestimmt. „est man an die dürgestellte üchaltung eisn coct- tive Gleichspannung U t ‚röh nal € ein und vergrößert ııu ] Spannung stetig vom Wert Null aus, so fließt zu- nächst nur über den Widerstand Ro ein Strom I 7 ow rae) da die Dioden > ... 2 durch die Vorspannurngen r 4 n Xx ei ot U ... Un gesperrt sind. Der Strom tous © steist also gemäß dem Streckenabschnitt 0 - 1 in Bila 13 a“ ™ cle m“ a? linear mit der Tingangsspannung Uın an. Ler Funkt F hat dabei das Potential der Nullschicne, da er gleichzeitig Eingangspunkt des nachgesch: .teten Rechenverstärkers ist. Erreicht nun die Lingang.-- spannung Usain den Vert dev Vorspannung Us sc be- ginnt die Diode Dy zu lei.scn und bei weiterer ire höhung von Uy kann nui uch über Widerstand Ry trom fließen. Die Jtro. -Spannungskennlinie in Bild 13 nimmt also von l an einen steileren Verlauf. Erreicht Voth Gen \lert der Vorspannung 0» so be- ginnt Diode Do zu leiten und Widerstand Ro beteilirct sich an der Stromfiihrung, so daß von 2 ab die Yur roch steiler verläuft, Das rleiche gilt mit steigen- der Eingangsspannung für die restlichen Dioden und Widerstände. Die Strom-Spanrungskurve richtet sich also mit steigender Eingangsspannung immer weiter auf, Ve Ter Verlauf der Kurve wird durch die Höhe der Yor- rennunzen U, eee Van und die Größe der Widerstiinde Ro oso „ bestimmt. “ährend die Vorspannunren UL, die Höhe“ der Knickpunkte 1, 2, 3, 4 usw. bes tinnen, läßt sich mit den Widerstinden Ro ... R„ die Steigung der Kennlinie zwischen den Knickpunkten einstellen. lit diesdr Anordnung lassen sich also beliebice Kurven miu zunehmender Steigung durch eine “eihe von Gerad»nabschnitten ennähern, Wie Genzsuirkeit der Annäh: rung wird durch die Zh] ‘er zur Verfügung stehenden Stromwege(R,, Ry und Do» R, und Da usw.) r iR Lie fen dof fame tug / IN 1.3.61 -D2_ BD +3 MB ie) Q Bp ! je} ie) Hr Cc 2 Fy id QO - > Durch zeeignete Kombination linearer und richt. linearer Glieder lassen sich beliebige Kurven- formen nschbilden. Unter 2.26 sind diese 13. - keiten näher beschrieben. An dieser Stelle «7 nur noch erwähnt, wie cine Kurve uit abneknsac:y Steigung darrestellt worden kann. In Bild 14 i-: eine Schaltungsmözlichxeit für diesen Pall ante geben. AYous fo vonR / L : Vein Vern Uaus Br R N I_ N Anteil des Fur klionsgererctors Bild 14: Schaltung zur Darstellung einer \urv: abnehmender Üteigung. Die gewünschte Kurve wird hier als Differenz zul einer Geraden und einer sich aufrichtenden POLEW 3 gebildet. Widerstand R liefert den in 3ilé LA dargestellten strichpunktierten Anteil. Vor °.- Widerstand R ist ein Umkehrvsrstärker ansecriuct, der bewirkt, daß der strichpunktierte lincara Artec! positiv ist, wälırend der nichtlineure "reeds. Punktionofenerntors ein negatives Vorzsichen 2.5, of hehe / 1.3.61 Oe ty od thas that Tisch-Analogrechnevr|]lv2 46 0568 -23- Der Anteil des Funktionsgenerators ist gestrichelt eingezeichnet. Die Ausgangsspannung des anschlieöen- den Verstärkers entspricht der Differenz beider Anteile ınd damit der gewünschten Kurve mit ab- nehmende. Jteigung. | poe Z Poa? ‘ [3 ee VA=-Kg/Db 1.3.61 24 BE iu isch-Analo —Erechner |] We 46 NE FL me 2. Bes chreibung des BBC-Tisch-Analogrechners. 2.1 Gesamtaufbau Der BEC-Tisch-Analogrechner ist in einem Geräuse mit Pultvorsprung untergebracht. Auf der Vorder- seite befinden sich auf einer ausschwenkbäaren Frontplatte die Anschlußbuchsen und Pedierur va knöpfe für die Rechenelemente. Auf dem Fultyor-— sprung ist die Bedienunzstafel untergehruntt, die sämtliche für die Steuerung und Überwissuns der Rechenoperationen erforderlichen Bedienunzs- elemente und MeS8einrichtunren sowie die Netz- schalter und die Sicherung enthält. Tie Rickseit? der Bedienunsstafel ist nach Abnehnen einer “rund platte auf der Unterseite des Rechners econ lic t — — PT ZI 7 ij 8 8 » 0 © @ @® @ ef: I 8 22 bP ı @E BET @,! a ee a a nee ee ee ee ee Be : 4 o © © @ ¢€°@ © 6 @°@ @° 2 Foe re Pat ee 6 8 ee FP ee oH ee eM ee e e ® 2 ® . ee rs = * ” « es @ PoE | oe @°@ @°e@ et oe & @ © & Ew F. "8 . . + ; ’ 3 bo i fe © © Ber Zu Eu ow Oe oe oe 8 eb, 3 \ a * , B ' pod oe el i . ’ a ai oes ene ono a . 6¢ 0 6.7 eo ¢ @°@ Re : 4 ee ¢ © Pears ; .„. me. © "ee e*e ee 4 . . ! on RG 2 i & ” . A ww 7 BART ETAREDED \ * » . G . © eo nN pec ore: \ nee ee pe nen en een unge SERENE ER TER, un. Bild 15: Vord:rseite des BBC-Tisch-Analorrentinero 74 > R/h-Ke/ıh 1.3.61 „25. Wen en E3 Tisch-Analogrechner MV2 46 0568 -25- en Ws Bild 16: Rückansicht des B3C-Tisch-Analogrechners. Die Rechenelemente, Hilfsgeräte und stabilisierten Netzgeräte sind in Metallkonstruktionen unterge- bracht, die Etagen genonnt werden. Die Rechengeriite und Hilfszeräte sind als steckbure Einheiten, sogenannte "Frints" ausgeführt. Sie be- stehen aus einer Leiterplatte mit gedruckter Schal- tung, auf deren Vorderseite die Bauelemente (Transisto- ren, Widerstände, Dioden usw.) angeordnet sind. Die Leiterplatte ist mit einem Metallrahmen einge- faßt, der die Führung in den Etagen sicherstellt. Zum Schutz gegen mechanische und atmosphärische Einflüsse ist die fertig bestückte und geprüfte Leiterplatte mit einem beidseitigen Gießharzüberzur versehen und auf der Rückseite mit einer Resopalplatte R/A~Kg/Db BSC isch-Analogrechner|: ii m — Sto ET. abgedeckt. Als Beispiel für ein solches Prins Bild 17 ein Rechenverstärker dargestell:. = ä = — .. ian ar = en 4 = a ‘ . ‘ ; t a Los 3 x cm Bild 17: Rechenverstärker in "Printausfihrung" An einer Schmalseite des Prints befindet sich ein mit hartvergoldeten Kontakten versehener Kıntrkt- apparat, mit dem das Yrint in eine ebenfalls nit vergoldeten Kontakten ausgerüstete Stcexerletete auf der Rückseite der Etace eingeschoben wird. Die Prints können im Störunssfalle nach Abnehmen der Gehäuserückwand leicht heraussezoren und ausin- wechselt werden. Lie letzgeräte sind als sogenannte "Parts" AUSEE- führt und fost in die Etagen eingebaut. Der Rechner enthält insgesamt sechs Etagen, divon zwei mit 134 mom jlöhe (Cröübe 3) und vier mit 89 mm Héhe (Größe 2), R/A~Ke/ Db 1.3.61 -27- Army geten Gee Tget Soyer eres Tisch-Analogrechne rf? LVe 48 0568 -27- 2.2 Elektrische Daten 2.21 Anschlußwerte Netzspannung: 220 VE + 10% Netzfrequenzs 50 Hz (45 .„.. 65 Hz) Leistun¢escufnehme: ca. 80 W Ketzeicherurig: Schmelzeinsatz 0,8 A nittelträge 5 x 20 ma 2,22 Grunddestickung 12 12 Koeffizientenpotentiometer Kohleschichtpotentiometer zur Einstellung der Re- chenkoeffizienten. Die Potentiometer sind mit Feilneinstellretrieben mit einer Untersetzung von 6 : 1 versehen. Kechenverstürker dreistufipe Gleichstromngerentaktverstärker Verstärkung: >10 Übertrugungswiderstand: >1600 KOhn wehlweise als Sumiterverstirker, sumnierende In- tegratoren oder ohre Cerenkopplung mit voller Verstärkung verwendbar, Jeder Verstärker besitzt fürf Yirränge, davon Greil für eine Verctirkung von 1 (bzw, eine Inte- erierzeit von 1s) und zwei für cine Verstärkung von 10 (bzw. eine Interrierzeit vor 0,1 8). fünf Ausgänge sowie ein Trinnpotentiometer zum gelegentlichen Kullpunaxtabrleich. Be es (SA BSc Tisch-Analogrechner MV2 46 0563 8 Integriereinheiten mit schaltung der Rechenverstärker als inte- grierende Verstärker. Jede Einheit ent außerdem eine stabilisierte Syannunss- quelle mit Kohleschichtpotentiometer mit Feineinstellgetriebe und ein \lelais vun Aufschalten der Anfangsbedingingen. 1 Multiplikator (Arbeitsweise: Zweiparabelver:'ahren‘ Der Multiplikator dient zur vorzeich:n- richtigen Multiplikation zweier varicctler Grüßen bzw. bei geeigneter Kombin tior mit einer variablen Gröie durch e:ne zwei)‘, 1 Funktionsgenerator zur Darstellung nichtlinearer Zusanrenhärn::. Das mit metern. Die gewünschte Kurve hann duren 2 x 10 Geraden angenähert werden, deren Steigung mit den Potentiometein einsse) ist, während die Höhe der Knickpunkte fest vorgegeben ist. 1 Referenzspannungseinheit Die Einheit stellt hochkonstante Referenz- spannungen von + 15 VG zur Verftigung und ist mit maximal sechs Koeffizientenpotentic- metern belastbar. 8 für positive und eins für negativ 2 je einem Fräzisionskondensator zur Be- einem Rechenverstärker zu: Divi. Gerät enthält zwei Diodenprosramur, eons © TI won je 10 logarithmischen Finste wi le R/A-Ke/Dd 1.3.61 -29- ESS Tisch-Analoprrechne rt MV2 46 0568 1 Diodeneinheit mit vier getrennt an Buchsen gefinrten Dioden zur Parstellins einfacher nicht- linearer Zusammenhänge sowie vier konden- satoren zur Stabilisierung der Rechenver- stärker in bestimmten Rechenschaltungen. 1 Bedienungstafel enthaltend: 1 Meßinstrunent Trehspulspannungsmesser, Klasse 1 ~ Meß-bereich -15 ... 0 ... +15 VG Skala 100 „2. O «ee 100 1 Vielfachdrehschalter zun Aufschalten des ließinstrumentes auf dis 12 Rechenverstärker, den !wultiplika- to: bzw. eine Heßbuchse. 5 Drucktaster gun Wahlen der Betriebsarten: "Potentiometereinstellung" (P) "Vergtdrkerabgleich" (Vv) "Anfangsbedingungen" (AB) "Rechnen" (R) "Repetieren" (Rep) 1 Potentiometer zur Einstellung der Repetierzeit mit Puch- se zur Abnahme eines Synchronisierimpulses 12 Spannungsindikatorröhren mit rr‘iftaste als "bersteuerungsanzeige für die 12 Te- Prova ket BROWN. Ra-kg/Lb 1.3.61 | =30- ER. .. EBC Tisch-Analogrechner MVe 46 0553 1 Netzschalter zum Ein- und Ausschalten der Netzspannung. 1 Netzkontrollampe 1 Gerätesicherungslampe mit Schmelzeinsatz 0,8 A mittelträ:e 5 x 20 mm. Bei durchgebrannter Sicherung leuchtet die eingebaute Lampe auf. 1 Vielfachsteckdose zum eventuellen Anschluß eines zweiten Rechners. 2 Netzgeräte elektronisch stabilsiert, zur Speisuns der Rechenelemente. 1 Netzzerät Zur Grundbestückung gehören fernsr: 1 100 unstabilisiert zur Speisung der Relais, Signallampen wid Spannungsindikatorrchren,. Netzschnur 2m lang mit Schukostecker und Kaltreor! te- steckdose,. Verbindungsschnitire davon 50 Stück 0,2 m 25 Stück 0,4 m 25 Stück 0,8 nm Bedienungsanleitung are zu a Saab iech-Analcgrechne rtf itve 45 0f6R ~t]- 2,23 Signalniveau bas Signalniveau des BBC-Tisch-Analogrechners ist + 15 VG. é.3 Lechanische Daten Abmessungen: Höhe 740 mm. Breite 575 mm Tiefe 500 mm Gewicht: 67 ke Transportvorscehr ft: Ter Versend des Rechners erfolet in einen stabilen Behäl- ter, der zur Dämpfung von Stößen mit Schaumrumni ausge- füttert ist, Eei späteren Transporten sollten nit Rücksicht auf das VeSinstrument starke Erschütterungen vernieden werden, nn &,4 Kecherelenmente 2,41 Rechenverstärker Die iechenverstirker sind volltransistorisierte Gleichstromre. entaktverstärker, die nach dem Diffe- renzverstärkergrinzip arbeiten, Lie charakteristi- schen Daten eines Verstärkers sind: - Spannungsverstärttung: > 104 Et; u Übertragungswiderstand: > 1600 Ohm Be Belastbarkeit: > 5 kOhm - Grenzfrequenz: 2. Auplituécnfehler 1 %: 400 Hz u Grenzfrequenz für = Vollaussteuerung: 1000 Hz Alle Werte für Vollaussteuerung 30 V Spitze - Spitze. Die Verstärker sind wie alle anderen Rechenelemente wurzscschlußs£icher, i x % + x % ‘ « re . ee ERS Tisech-Analogrecnney Me ~ é Bild 12 zeist Schaltung und Frontplattensc- schnitt eines sechenversturkers. fuf der linken Seite btefincen sich fünf rota Pingengsbtuchsen, die über trizgisioiswicsystince mit dem Tinsang des Versvirkers verbuncon sind. 5 © J v © 220K82 Pi } ! | r (©) : 220kS8e ® BF i i 220k 100MSe ' Bo i 220 K52 | a — | IL N | | ’ | j > oy nad 1 + 24V ——{ u | ug I be - 26% Ry Bild 18: Schaltung und Frontplattenabscnniy + eines Rechenverstärkers. if i Der vom Tingang des Verstärkers zur recite: | oberen (gelben) Buchse flihrende 220 a vue- vo. Widerstand dient als. Gegenkopplung. 12) ’ den Verstärker als Sumricrverstirker Li..'nn, so Sind die beiderseits des V-Zolichens Lin ron gelben Ducnsen mit einer Verbindungssehn.. Faymann: a ok Meran : . Term kurzau: Denit det Tage aoe nlieben. widerstand zwischen äusgüng und Dino ons Verstärkers eingeschaltet. Die drei oter sz m fe “ Dane! Cf e/ ath H ueenwene 1 i go ur men ea rt ed Pr rs Pa EEE IE ae MN, ROVERI & CIE Aktiengeseilschoft At Tisch-+Analogrechne r{| V2 46 0563 -33~ roten Ninganrsbucheen erreben mit ihren 220 kOhn- Widerstinden eine Verstürkung von 1, wihrend die Ver- etärzung bei Renutzung der beiden unteren Eingangs- tuchsen mit ihren 22 kChnm-"iderständen 10 ist. Soll der Veretürker els summierendecr Interrntor be- trieben vercen, 80 wercen cie beiden Puchsen einer Interriereinkceilt mit den teiderseits des I-Zeichens lierenden geloen Buchsen des Rechenverstiirkers ver- bunden. Damit wird zwiochen Aussang und Zingang dcs Verstärkers ein Prüizisionskondensator von 4,54 uF geschaltet, Lie drei oberen nit 1 bezeichneten Zin- gen;sbuchsen errzeben eine Integrierzeit von einer verunde, während bei Derutzung der unteren mit 16 bezeichneten Buchsen eine Integrierzeit von 0,1 Se- kunlce errolel.t -ird, Das unterhalb des verstärkersynbols befinäliche von vorn zugungliche Trinmpotentioneter A, ernc;, licht ein ~elesentliches Abrleichen des Verstürkers auf Ausfaärcsenannunfr Null bei tinganrsspannung Kull. Lieser Abrleich sollte von Zeit zu Zeit vor Perinn einer Rechnung ausreführt wercen, da sich der Mull- punxt infolre der Tenperaturabhingifkeit der Transi- storen verschieven kann. Man bezeichnet diese ör- Scheinung mit "Drift". Zu diesem Zweck wird auf der Bedierunrstafel die Taste "V" (Verst’irkerabrleich) geärückt und mit dem Tahlschalter der betreffende Verstärtcrauspang auf das Nefinetrument geschaltet, 3 Lelais d 1 zieht an, trennt den Eingang des Terstär- kere von den Zinranzswlderstünden und dem 220 kChm- Gegenkopplungswiderstand ab und legt dafür einen sehy hochohnipen Gerenkopplunrswiderstand (100 Ohr) Ba 1 A Tiseh--Anatlo ie) 4 fas) chner IVe 46 O56! an den Einrang. Mit dem Trimmpotentiometer \ kann nun die auf dem KeSinstrument anrezeirt Aussanfsspannung des Verstärkers exakt cuf Tull einrestellt werden. Anschlietend karn die Taste "2." (Rechnen) oder "Rep" (Nepetiers) pedrickt werden, die beide die Taste "V" ccr- lösen und damit Relais d 1 wieder zuu Abf..ilen brinren. Der Rechenvorgang geht dann sofort weiter. Lä®t man die drei oberen gelben Buchsen unbeschaltet, so wird der Verstärker ohne Cerenkovriung betrieben und hat demnach eine sehr hohe Verstärkung. Er kann in dinser Weise beispielsweise als Rerelverstirker ir einer Divisionsschaltung einzesetzt wercen (vel. Bild 11). Die Rechenverstärker sind so ausgelert, daß jeder einzelne Verstärker bei belie\niror Gerenkopplung (ohnscher Widerstand offer Kondensator) stabil arbeitet, Eine in sich recchlossene Kette von Verstürkern mit oh.scher Gegenkopplung (Summierverstirker) neict dagepen zu Schwingunren mit hoher Frequenz, R/A-Fe/DD Aca Md deen BT Tisceh-Analogrechnerl v2 46 0568 -35- © m 7 ow Saouc mo J "Er De ay V V/ ‘ N Bild 19: Beseitigung der Schwinzneigung bei einer geschlossenen Kette von : Summierverstärkern. 1 ’ LaBt sich eine solche in sich geschlossene Kette in einer Rechenschaltung nicht ver- meiden, so sind an einem oder mehreren Ver- stärkern dieser kette die gelben I-Buchsen mit kleinen Stabilisierunsskondensatoren von i 10 nr zu beschalten. Die Rechenverstärker R N . : werden auf diese Art zu Interrierverstärkern, die diese Schwingneigung nicht mehr besitzen. | Die Zeitkonstante ist dabei so klein, daß der i 7 Rechenvorgang prartisch nicht beeinflust wird. cae Die gleiche “tabilisierungsmalnahme ist bei der | in Eild 11 angegebenen Divisionsschaltung er- forderlich. In diesem Fall ist der nicht gegen- f ee gekoppelte Rezelverstärker mit einem 10 nF- : nthe. Kondensator zu beschalten. ; i 23, | ’ i Hin P/A-Ze/Do 1.3.:1 -35- aS BBC Tisch-Anaolorrechnre ri ive 46 cote hae m er Auf der Diodeneinheit stehen-vier solcher Xon:cr toren von 10 nF zur Verfügung (X, ne Ky). Lie Verstärker sind maximal mit 5 köhn belastbar, d. h. nit 2 Koeffizientenpolentionetern (A 10 kone) oder 4 10er Einrüönren von Rechenverstürkerr (A 22 ken) oder 40 ler Einrfünfen von Rechenverstiikerm (A 220 könn) oder 1 Multiplikator + lOer Einpane eines Rechenverstärkers, 42 Loeffizientenpotentiometer Lie Koeffizientenpotentioneter sind lireare # schichtpotentiometer «it einen Viderstar@ vor und werden zur Erleichterung der Elinstellun nem Feineinstellsetriebe mit eincr übersetuun & + 1 angetrieben. Uber jeden Drenknop: befir ein Drucktaster zum Abrleich des betresten’c on oe 5 tionmeters. Die rechten Anschliiece der lot>ariin | Folge. © 9 Sind fest nit der Fullechiene fc. ners verbunden, Rei den Potentiometern P 10 ist der rechte Anschluß nicht fest geerdet Row ® an die ochwarze Duchse reführt. Bild 20 zeirt die Schaltunr und Frontplatte "000: geerleter Totrntioneter, Wen EEE TEE. Sn ME een AR is! Rieke /Ch _ « _ —— che ete gung Aiden we ett bost 2) ch-aAnatlo rechner MV2 46 0568 -37- i | F | ? “ aed eat Net? vi i eeu a +Ur TasteP Bild 20: Schaltung und Frontplatte dreier Koeffizientenpotentiometer. ro—--- Meßgerät auf der Bedienungs- oO tafel Wang /Dv -38- ne pees SEEN Tisch-Analogrechner MV2 46 C568 mG aie Der Abgleichvorgang geht wie folgt vonstatten: l. 26 Ir Taste "P" (Potentiometerabgleich) ärücken, Damit wird das weßgerät von dem gerade gewählter Ke- chenverstärker abgeschaltet und auf die ecmein- game Leitung a cer Potentionetereinheiten vunohal- tet. Avgleichtaate des betreffenden Potentiometcrs