Analog Computers

Reference / Paper · 1960

Über die Nachbildung und Untersuchung von Abtastsystemen auf einem elektrischen Analogrechner

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A 1960 journal article (reprint AH 507) by G. Schneider of the AEG Institute for Automation, Frankfurt, published in Elektronische Rechenanlagen Vol. 2, pp. 31–37. The paper presents a new method for simulating sampled-data (pulsed-data) systems on an electric analog computer, covering the construction of both sampling elements (using relays and RC circuits) and difference-equation elements (via cascaded sampling units acting as delay-line synthesizers). A detailed worked example demonstrates synthesis of optimal difference-equation compensators for finite-time settling of both reference and disturbance step responses, along with a general approach for solving arbitrary difference equations on the analog computer.

Manufacturer
AEG
Author
G. Schneider
Year
1960
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
8
  • AEG
  • sampled-data systems
  • difference equations
  • analog simulation
  • control systems

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Über die Nachbildung und Untersuchung von Abtastsystemen auf einem elektrischen Analogrechner

F:YT' ijber die Nqchbildungund Untersüchung' von Abtqstsysterren quf einem elektrischen Anologrechner Von G. Schneidei SONDERDRUC AK H 507 E L E K T R O N I S CRHEEC H E N A N L A G .EFNE B R U A1R9 6 0 von Äbtastsystemen Über die Nachbitdung und l-Jntersuchung auf einem elektrischenAnalogrechner von G. SCHNEIDER systerns of sampled-data and inuestigation Synthesizing Institut für Automation der AEG, Frankfurt (Main) by meansof an analogcomputer Elektron. Rechenani.2 (1960),H. 1, S. 31-37 Manuskripteingang; 16. L2. 1959 Um Abtastsystente (sanopled-datasystenos)aul e'inetn Analogveahner wnterswohenzw hönnen, nouB rnan neben dem eigentliahen Abtastgl'iedern awch..di.eieni,gen Korrehturgli,eder naohb,ilden hönnen, deren Ubertragwngsaerhalten duvch eime l,4neaveDi,ff erenzengle'ichungbesahv'iebenw'ird ( D'i,g'italrechner ,im Regelhre'is.) In d,iesenoAufsatz u'ivd, e'ine newe Method,e zum Aulbau solcher Gli,eder angegebenumd,an ei,netnBe'isp'iel erprobt. Dabei hommt awch di,e Aulf ind,wng gee'igneter Korrehturgl,iedev zur Sprache. Schl,iepli,ch w'ivd noch allgeme'in awf di,i Lösung uon D'ifferenzemgle'ichumgenduvch e'inen A nalo gvechner ei.ngegangen. In ord,er to be able to inuesl'igate satnpled-d,ata systerns on the analog compwter 'it'is necessavyto synlhes'izebes'ideslhe actual sampli,ng wnits also those compensating elernents uthose transler lunction 'is descv'ibedby a linear ailference eqwat'ion (digi,tal computer 'in the control systern). In thi.s paper a, nea method,lor the real'isat'ion ol thesewnits 'is shoun and appli,ed,to an exa,mplie.In thi,s l>rocessal,so the fi.ndi,ng of appropri.ate the general, compensating eletnents 'is discwssed. Finally solution ol di,fference eqwati,onsby usi,ng an analog cowtputer is shown. Einleitung Die Abtastsysteme (in der angelsächsischen Literatur ,,sampled-data systems" genannt) bilden eine eigene Klasse der Systeme zur automatischen Steuerung bzw. Regelung und sind durch das Vorkommen eines oder mehrerer Abtastglieder gekennzeichnet. Ein System dieser Art ist in Bild 1 angegeben. Das Übertragungsverhalten des Abtastgliedes kann dabei durch a (t) : e ((n I q) T,), ("*riTs=t<(n+t*q)7,, nganzzahlig,O{q<1 Messung der Regelabweichung oder einer anderen Systemgröße nicht kontinuierlich, soudern nur in regelmäßigen zeitlichen Abständen erfolgt. Eine solche Eigenschaft haben u. a. viele Systeme, die digitale Meßeinrichtungen enthalten, oder Svsteme. in denen die Meßwerte mehrerer Größen durch öinen einzigen Übertraguirgskanal nacheinand.er an einen anderen Ort übertragen werden. Zur Beeinflussung des Übeitragungsverhaltens von Abtastsystemen gibt es grundsätzlich zweiMöglichkeiten. Die erste Möglichkeit besteht, wie in Bild 4 an einem Beispiel gezeigt, in der Umwandlung des treppenförmigen Verlaufs von a in eine Stellgröße y, die keine Treppenfunktion mehr darstellt. Dies ist z.B. der Fa1l bei der Einfügung eines Korrekturgliedes, dessen Übertragungsverhalten durch eine Differentialgleichung beschrieben wird. In wesentlich durchsichtigerer Weise iassen sich die Übertragungseigenschaften eines Abtastsystems jedoch verändern - und dies ist die zweite Mögiichkeit -, indem man die Treppenfunktion a in eine andere, als Stellgröße geeignetere Treppenfunktion y verwandelt (Bild 5). Das tritt ein bei der Einfügung eines Korrekturgliedes, dessen Verhalten durch eine Difierenzengleichung beschrieben wird Trs (+4)rs (z+n)r, ß+n)ti Biid 2. Eingangs- und Ausgangsgrößeeines Abtastgliedes (1) Bild 3. Symbol für ein Abtastglied. beschrieben werden (BiId 2). Das Abtastglied speichert demnach den Wert, deq seine Eingangsgröße in den Zeitpunkten I Tr, (I I rt) 7,, (2 -t ,i ?", ... annimmt für die Dauer einer Abtastperiode 7". Der \Mert von 4 gibt hierbei die Lage der ersten Abtastung in bezug auf den gewählten Zeit-Nullpunkt an. Als abkürzende Bezeichnung {ür ein Abtastglied soll im folgenden das Symbol von BiId 3 verwendet werden. Ein Abtastsystem liegt also vor, wenn die Ia(t) r-1l L r - Bild 4. Erste Möglichkeit zur Korrektur eines Abtastsystems. Bild 5. Zweite Möglichkeit zur Korrektur eines Abtastsystems. Störung z (t) Führungs- Regelobweichung größe Regelgröße Abtüstglied Bild 1. Einfaches Abtastsystem 2 a(t) Nachbildung von Abtastgliedern Für die Nachbildung und lJntersuchung von Abtastsystemen auf einem elektrischen Analogrechner ist somit eine Methode zur Nachbildung sowohl von Abtastgliedern als auch von Difierenzengleichungsgliedern erforderlich, da nach dem oben Gesagten dies diejenigen Elemente sind, die bei Abtastsystemen ztsätzlich zu den Elementen normaler ,,kontinuierlicher" Systeme auftreten können, deren Nachbildung als bekannt vorausgesetzt wird. Eine einfache Möglichkeit zum Aufbau von Abtastgliedern ist in BiId 6 angegeben; dabei f,nden nur die in jedem.elektrischen Analogrechner vorhandenen Bauelemente Verwendung, '1f /(sec) ü(sec) g Bild 9. Oszillogramme zu BiId 6 mit R : 5 0 k Q ; C : 0 , 0 5 p F ; T " : 2 s ; q T " : L s ; e T ^ : 10 ms. a:0,5; 0+n)r' -a (f) (näheru ngs w e i s ä ) Bild 6. Die Nachbildung eines Abtastgiiedes. Bild 10. Hilfsschaltung zur Erzeugung der Schaltimpulse. vielleicht mit Ausnahme des Relais-Elementes, dessen Wirkungsweise durch Bild 7 erläutert wird. Demnach schließt in der Schaltung von Bild 6 das Relais für (" *q-Z e , ) T, 1t I (n l,t a , T,,0 ( 2 ) * e( 1. (2) e sei hierbei so klein, daß sich die Eingangsgröße e im Intervall (2) nicht wesentlich verändert. In dieser Zeitspanne verhält sich die Schaltung wie ein Verzögerungsglied 1. Ordnung mit dem Verstärkungsfaktor h : 1 und der Zeitkonstante T n: (1 - a) RC. Hierb.ei sollte (1 - a) nicht zu klein angesetzt werden, um eine Uberlastung der Potentiometer bzw. des Operationsverstärkers zu vermeiden. Ist ?, klein gegen die Länge des Intervalls (2), d.h. (1 -cr) RC 4 eT", was man durch geeignete Wahl des Kondensators erreichen kann, so hat am Ende der Schließungszeit des Relais die Ausgangsgröße des Operationsverstärkers (abgesehen vom Vorzeichen) den Wert der Eingangsgröße praktisch erreicht und bleibt dann konstant, da sich der Kondensator nicht entladen kann. Siehe hierzu Bild 8, wo e der Deutlichkeit halber übertrieben groß angenommen wurde. Die tatsächlichen Ver- A1 Az Kontakfzwischen E undAz nur für a1> a2. BiId 7. Relais-EIement. hältnisse werden durch die in Bild 9 gezeigten Oszillogramme wiedergegeben. Die zur Steuerung des Abtastgliedes notwendige Sägezahnspannung wurde dabei auf die in Bild 10 angegebene Weise erzeugt, was unter Beachtung von BiId 7 wohl unmittelbar verständlich ist. Liefern dabei die positiven Spitzen die Schaltimpulse für Abtastglieder mit q : 40, so können mit den negativen Spitzen solche mit T : Io f r/, betrieben werden; dies ist im folgenden zu beachten. Nachbiklung von Differenzengleichungsgliedern Bei den Überlegungen zur Nachbildung von Difierenzeqgleichungsgliedern kann m_an sich auf solche beschränken, deren lJbertragungsverhalten durch eine lineare Differenzengieichung mit konstanten Koeffizienten beschrieben wird, d . h . g e m ä ßB i l d 5 , y ( t )+ 4 r ( t - T ) + . . . t c n ! ( t - h T ) : (3) : d , o a ( t |) d , r a ( t - T ) + . . . * d * a ( t - h T ) , wobei noch vorausgesetzt wird, breite ?" der Eingangsfunktion rationalen Verhältnis stehen: vn' 'r _ -1' tn rn, w' ) daß T und die Stufena. ztreinander in einem 0, ganzzahlig. (4) In allen anderen Fällen ist nämlich der Einfluß des Korrekturgliedes kaum mehr zu übersehen. Ferner genügt es, den Fall yn' : L zu betrachten, da eine Difierenzengleichung mit T:rn'T"lm trrd tn' +l als eine solche rnit T : T"lrn aufgefaßt werden kann, in der einige Koeffizienten verschwinden. Es darf also ohne Beschränkung .der Allgemeinheit .l- rn angenommen werden. rn> Für 0, ganzzahlig das (5) Übertragungsmaß (f) (näherungsweise) Y (p)tA @) des durch Gl. (3) gekennzeichneten Differenzen- gleichungsgliedes erhält man unmittelbar : \e(t) n7; Bild 8. EingangsAbtastgliedes. 7ü7;(z+n)t; (s+drs und Ausgangsgröße Y (p) t der Nachbildung v7il: eines dol dre-rr +...+ d.ye-krn (6) Ein im wesentlichen aus TotZeitgliedern bestehendes System, das ebenfalls das Übertragungsmaß (6) besitzt, x(t- t) Bild 11. Totzeitsystemmit dem Übertragungsmaß(6)' gezeigt. Der Beweis hierfür ergibt sich ist in Bild lt dadurch, daß für die in Bild 11 eingeführte Hilfsfunktion t (t) die Beziehungen k -'tn) X (P), X (p): A (p) - ( I. ,," x (t -r) (7) h (8) Y(p):()a,"-"o1x1p; von X (p) die cl. (6) gelten, woraus u"r"rllrr-rnation 2T 3T +7 Bild 14. Zur Erläuterune von Bild 13. entsteht. Dieses Totzeitsystem kann somit als Grundlage der Nachbildung von Differenzengleichungsgliedern Verwendung finden. Da die Eingangsfunktion a eine Treppenfunktion mit der Stufenbreite 7, ist und da vorausgesetzt werden kann, daß für I < 0 alle Systemgrößen verschwinden. entnimmt man Bild 11 ohne Mühe, daß sich für die Ausgangsfunktion y ebenfalls eine Treppenfunktion, j edoch mit der Stufenbreite T : T"lm ergibt (Bild 12)' Das L--1 L -r r- -l--- L-- y(t) L-J a(t) T -l--t"-*l| _)4T*_ Bild 12. Ein- und Ausgangsgrößeeines Difierenzengleichungsgliedesfür m :3. gleiche gilt offenbar für die Eingangsgrößen alier in BiId11 vorkommenden Totzeitglieder, von denen jedes eine Verzögerung um genau eine Stufenbreite T bewirkt. Infolgedessen können jene Totzeitglieder nach dem Prinzip des ,,delay-line synthesizers" durch die Hintereinanderschaltung zweier Abtastglieder ersetzt werden. In den Rildern 13 und 14 wurde dabei der Einfachheit halber angenommen, daß die Sprungstellen der at verzögernden Treppenfunktion tr (t) bei. 0, T , 2T , ' ' ' liegen. Das erste Abtastglied tastet x (r) in den Zeitpunkten Tl2, 3T12, 5T12, "' ab, d.h. ry - 1/r, wodurch die um Tl2 gegennber z (l) verschobene Treppenfunktion r Q - 7:12)entsteht. Diese bildet die Eingangsgröße des zweiten Abtastgliedes, das durch Abtastung bei 0, T, 27, "', d.h. q :0, die um genau eine Stufenbreite gegenüber x (t) verzögerte Treppenfunktion x (t - T) bildet. Wie man sieht, wird die Wirkungsweise nicht beeinträchtigt, wenn die erste Abtastung nicht genau mit q :1/, erfolgt. Die Nachbildung eines durch die GIeichungen (3) und (5) gekennzeichneten Differenzengleichungsgliedes kann jetzt rrach dem Scherria von Bild 15 erfolgen. Dabei werden höchstens 2h gerr.äß Bild 6 aufgebaute Abtastglieder benötigt. Bild 15. Der Aufbau eines Differenzengleichungsgliedes aus Abtastgiiedern. Nachbildung s5'stems und Untersuchung eines speziellen Abtast- Zur Illustration dieser Methoden wird nun ein nicht mehr ganz einfaches Beispiel eines Abtastsystems in einiger Ausführlichkeit behandelt. Dabei soll auch darau{ eingegangen werden, auf welche Weise geeignete Difierenzengleichungsgiieder zur Korrektur des Ubertragungsverhaltens aufgefunden werden können. Das Strukturbild des zu ultersuchenden Systems sowie die numerischen Werte der KonstanLen sind in Bild 16 angegeben. Es wird zuerst nur das Führungsverhalten des Systems betrachtet, also z (l) = 0 gesetzt. Dabei wird verlangt, daß bei einer sprunghaften Anderung der F'ührungsgröße r die Regelgröße nach einer möglichst geringen Zahl von Abtastungen wieder mit der Führungsgröße exakt übereinstimme (Bild 17). Es zeigt sich, daß eine solche Forderung nach endlicher Dauer des Einschwingvorganges bei Abtastsystemen im Gegensatz zu den Verhältnissen bei kontinuierlichen Systemen erfüllt werden kann. Dazu hat man zuerst z{t) T ^ (t) lr-A =ffi BiId 13. Die Nachbildung 4 x(t-;) ''-01 x(t-r) echter Totzeit für Treppenfunktionen. Bild 16. Strukturbild des untersuchten Svstems. y (0) : L6,70, y (7,) : y (2T"): y (37"): "' : f+- Einschwingvof gong ------>l Bild 17. Endlicher Einschwingvorgang funktion. der Führungs-Übergangs- 8,18, 1 (16) zu (Difierenzengleichungsglied) Um ein Korrektuiglied finden, das bei sprunghafter Anderung der Führungsgröße um den Wert Eins die Treppenlunktion von Bild 19 ausliefert, ist es erforderlich, die dabei auftretende Eingangsgröße a (l) des Korrekturgliedes zu kennen, die durch die Werte der Regelabweichrng e (t) in den Zeitpunkten 0, T", 2Tr, ... eindeutig gekennzeichnet ist. Letztere ergeben sich unmittelbar, wenn die Werte der Regelgröße c in den bekannt sind. Da wegen der Gl. (13) Abtast-Zeitpunkten und (14) (17) c (nT"):1 für mT"2 Tt + 27" gilt, läu{t dies auf die Bestimmung der Werte von c in denjenigen wenigen Abtast-Zeitpunkten hinaus, die innerhalb des Einschwingvorganges, d.h. in 0 < , < Tt + 2Ts liegen, wobei noch (18) für 0{nTr{7, .Werte im vorliegenden gilt. Die verbleibenden Falle nur c (2Tr) - können unmittelbar den Gl. (11) und (12) entnommen werden, da die Werte vola hs, hy hrberetts bekannt sind. Zusammenfassend erhält man so für das System von BiId 16 , (0) : c (7") : O, c (27,) : 0,550, (1e) c(37"):c(47,):"':1 d.h. wegen a (nT") : e (nTr), a(0) : o17,, - L, a(2 T") : 0,450, (20) a.(3T) : a(4 T,) : "' : o c(nTs):0 Bild 18. Darstellung einer Treppenfunktion von Sprungfunktionen. als Überlagerung eine geeignete Treppenfunktion als Stellgröße y zu suchen, die a in möglichst krrzet ZeiL it die neue Ruhelagetreibt. Indem man die Treppenfunktion y im Sinne von Bild 18 mit noch als eine Überlagerung von Sprungfunktionen unbekannten Koeffizienten ho, hr, " ' auf{aßt (o(l) : Einheitssprung zur Zeit, : 0), y (t) : hoo (t) -f \ o (t- T,) I h,o (t-27,) + "', (9) sind somit geeignete h6 zt bestimmen, so daß die Regelgröße c in gewünschter Weise verläuft. Dazu gehe man von der Übergangsfunktion der Regelstrecke aus: u (t) : fo 1I 4 fürlcT1, 2 e T t l r 2e - t l r z f ü r l l T r . (lul ".,t.' Werden nun gemäß Gl. (9) in den Zeitpunkten 0, ?r, 27", ... Sprungfunktionen an den Eingang der Regelstrecke gelegt, so findet man gemäß GI. (10) für c (l), wenn Y (t) : ho o (t) gesetzt wird: c (t) = ho I e-tlr, - ertlr, hoe-tll:, - bzw. wenn y (t) : ho o (t) | (11) 2eTtlrzhoe-tlr, für t2Tt ht o (t - Tr) gesetzt wird: c (t) : (h, + hr) ! ertlr' (ho + erJ'r' ht) e-tlr' (11\ _2e7-l'r2(ho+ ez:Jr"h)e-tlrn fürl ) Tr-r7,'--' bzw. wenn y (t): gesetzt wird: c (t) : hoo (t) ! hro (t-7,) * hro (t-2Tr) (ho -l kr+ hr) + sTtlr, (h, f er"i"' h1 ! e2TJr, hr) e-tlT, 2sTtlT,(ho + erJ.r,-h, I s2r,l:t"h) e-tlr, fürl ) Tt+ (13) 27" womit die Eingangs-Treppenfunktion des Korrekturgliedes gefunden ist (Bild 20). Es verbleibt nun die Aufgabe, ein Differenzengleichungsglied anzugeben, das mit der Treppenfunktion (20) als Eingangsgröße die Treppenfunktion (16) als Ausgangsgröße liefert. Dieses Problem kann in zwei Schritten gelöst werden: 1. Aufsuchen einer Differenzengleichung, die die ,,abgeIeitete" Treppenfunktion (2r) h(t): y(t)-!(t-7,) mit der Eingangs{unktiot a (t) verbindet. Der Grund für die Einführung dieser Funktion liegt darin, daß sie höchstens irn Intervall 0 < I < 37" von Null verschiedene \Merte h (0) : ho, k (T) : ht und h (2Ts) : h2 annrmmt. 2. Einsetzen von Gl. (21) in die gefundene Difierenzengleichung ftu k (t). Es ist leicht zu sehen, daß der Ausdruck a(o)h(t) -l a(7") k(t - Ts) * a(2 T") h(t - 2 f') + "' : (22) : h o a ( t )- l h 1 a ( t- 7 ' ) + h r a ( t - 2 7 " ) die gesuchte Difierenzengleichung ftr h (t) darstellt, wobei sowohl a (0), a (f"), ." als auch ho, 4, h; als gegeben anzusehen sind. Daß im Sinne von GI. (5) von vornherein T : T" gesetzt werdenkann, ist indergleichenStufenbreite von y (t) und a (i) begründet. Wählt man in Gl. (22) nacheinander ! : 0, Ts,2Tr, ..., so ergibt sich usw. Aus diesen Gleichungen geht hervor, daß man erst durch den letzten Ansatz für y das verlangte Führungsverhalten herstellen kann, indem rnan lordert: hr:1\ ho* hrI ho! e T J T 'h r l e 2 T J r ,l r r : ho ! eTJr" h1 | e2TJr,hr: O (14\ I 0J und so die zeitabhängigen Glieder zum Verschwinden bringt. Man beachte, daß dieses Gleichungssystem die Totzeit T, nicht mehr enthält, was auch anschaulich verständlich ist. Im vorliegenden Fall erhält man als Lösung dieses linearen Gleichungssystems (15) ho : 16,70, h -- - 24,88, hz: 9,t8, und damit den in Bild 19 gezeigten Verlauf der Stellgröße y: Bild 19. Treppenfunktion (16). Bild 20. Treppenfunktion (20). a ( o )h ( 0 ) : h oq Q ) ) a(o)h(7") * a(7,) h(0: hoa(7,) -t fua(o) a(0)h(2 Z') + a1r"; h(7") + a(2 T") h(0) | : hoa(27")* hra(T,)'t hza(o) l(23) a(o)h(3T")* a(7,)h(2Ts)-l a(2T")h(7,)* p r,j iOll " * hra(27,)+ hza(T")J . kqa(3T]"J und daraus wegen 4 (0) + 0 h(o): 70, h(Ts): hr, h(2 T,): h(3Ts):h(47"):...:0 hr, daher r (r) - o gesetzt wird. Dabei darf in Analogie zur oben beim Führungsverhalten aufgestellten Bedingung verlangt werden, daß bei sprunghafter Anderung der Störgröße z (t) dte Regelgröße bereits nach endlich vielen Abtastungen wieder exakt ihren alten Wert Null (wegen r (t1 = 91 annehme. Dieser Forderung kann durch WahI einer geeigneten Stellgröße Genüge getan werden. Die Art des Vorgehens entspricht dabei in den wesentlichen Punkten demjenigen bei der Einstellung des Führungsverhaltens u4d soll dahei auch nur skizziert werden. Als erstes muß man beachten, daß am Eingang der Regelstrecke erst dann ein Eingrifi erfolgen kann, wenn eine von Null verschiedene Regelabweichung gemessen wird. Dies ist, wenn die Störung bei I : 0 beginnt, nach BiId 16 frühestens bei t : Z" der Fall. Für y darf somit nur der Ansatz (27) ! : ho(t _ Z") + h2o(t_zT") + ... gemacht werden. So erhält man entsprechend Gl. (13), wenn man bedenkt, daß die Stör-Übergangsfunktion ar, (t) der Regelstrecke durch _ilT ' ' ' ' - 2 e tlT, uzT):l + e (28) gegeben ist und daß sich die Auswirkung der Störung t24\ \/ z (t) : 6 (l) der Auswirkung der Stellgröße überlagert: Als gesuchtes Differenzengleichungsglied erhält man somit aus den GL (2L) und (22) c(t) : (1 I h, I kz -l hs) + (1 + u(r*r"\lr'r, * (Tt+27)lTr, ( T r + 3 T s ) l T r , ,- t l T , e nzte nile T")lr" 2 (L I sTt+T"'''' ,r. * .(T*2 ,, * T)lrz h) e-'lru für l z rt + 3 r-s. "(Tt*3 Damit ergibt sich das Gleichungssystem e e h,r hs: -I, ht ( T t + T -) l T r' h, l + e ( T r + 2 T-) l T r- ,h 2 I e ( T f t 3 T s ) l T' h |. s : - I , ( T t + T-s ) l 'T h 2, 1 t e l T t + 2 T r \ l T 2, "'h2*e dessen Auflösung bei Einsetzung aus Bild 16 liefert: Bild 21. Koppelplan des Abtastsystems von Bild 16 mit Korrekturglied (26). a(o) y 1t) -t la(T - a(01)y (t - T ,\ -t "\ + ..' : la(27'\- a(T'))y(t-2 -7") " J hoa(t) * h a(t * h2a(t - 2T) (2s) Im vorliegenden Falle folgt hieraus unter Beachtung der cl. (15) und (20) schließlichl) y (t) - 0,ssa ! Q,- z fs) - 0,450y (t - 3 T,) (26) : 163 i(t) - z+,g o(t- T,) + 9,2 a(t - 2 T,). Der Koppelplan des Systems einschließlich des gemäß Bild 15 nachgebildeten Differenzengleichungsgliedes ist in Bild 21 dargestelft; wegen 7r : T" konnte dabei das im System auftretende Totzeitglied nach Bild 13 aufgebaut werden. Das Führungsverhalten des so erhaltenen Modellsystems ist in Bild 22 a durch Oszillogramme wiedergegeben, wobei sowohl der Verlauf der Stellgröße y als auch der Regelabweichung r angegeben wurde. Die genaue Ausmessung der Oszillogramme ergab dabei hier (wie auch bei den folgenden Aufnahmen) eine sehr befriedigende Übereinstimmung mit den theoretisch gefundenen Werten (16) und (19). In Bild 23a wurde unter Beibehaltung des gleichen Korrekturgliedes das Störverhalten des Systems oszillographiert, was im Gegensatz zum Führungsverhalten als unbefriedigend bezeichnet werden muß. Es soll deshalb jetzt versucht werden, durch Wahl eines anderen Differenzengleichungsgliedes in erster Linie das Störverhalten zu beeinflussen, vrobei das Führungsverhalten unberücksichtigt bleibt und 1) Es ist nicht selbstverctaindlicb,da8 bei der Einfügung eines solchen Differenzengleichmgsguedes die Stabiliiät des Gesamtsystemsgesichert ist. Doch soll hieraul nicht weiter eingegmgen werden. 6 Ita\ h : 4,16, hz : d. h. /1or (7.+3 T)lT2 "hs:-L, der numerischen Werte -f 4,s3, hs : _ r,37 y(0): 0, y(T"): -4,16, y(27,) : ...: -1 y(3T'):,y(47): + o,37, und weiter analog zu früheren Betrachtungen: c ( 0 ): o , c ( ? - " :) 0 , 0 3 2 9 ,c ( 2 7 , ) : 0 , 1 0 8 9 , c(37") : 0,0672,c(47"1 - c(5 f") : ... : 6 d. h. wegen a (nTr) : - c (nT") a(0):0, a,(TJ: -0,0329, a(27"): -0,108e, a(37'): -0,0672, a(47"): a(57"):... : 0. (31) (32) (33) (34) Für das Differenzengleichungsglied, das die beiden Treppenfunktionen (32) und (34) zueinander in Beziehung setzt, findet man somit schließlich auf Grund von Gl. (21) und einer der Gl. (22) entsprechenden Gleichung y (t) * 2,3r y (t - T s)- t,27 y (t - 2 T - 2,0+y (t - i a",,..,, ") \JJ' -- 726,2a(t) - r37,5 a(t - T | 4r,6 a(t - 2 T,). r) Indem rnan dieses Differenzengleichungsglied auf die oben geschilderte Weise nachbildet, erhält man das in Bild 23b angegebene Störverhalten des Systems, das im Einklang mit den rechnerisch gefundenen Ergebnissen (32) und (33) steht. Durch Einfügung des Korrekturgliedes (35) ist jedoch jetzt das Führungsverhalten sehr unbefriedigend geworden, wie aus den Oszillogrammen von Bild 22b hervorgeht. Es gibt auch Korrekturglieder, die das Übertragungsverhalten des Systems so verändern, daß sich sowohl für die Führungs- als auch für die Stör-Übergangsfunktion eine endliche Dauer des Einschwingvorgangs ergibt. Ein solches Differenzengleichungsglied ist im betrachteten Beispiel gegeben durch y (t) * L,aey (t - T ) - I,04 y (t - 2 rs) - 1,45y (t - 3 ?"),.o,, \" "/ : 82,4a(t) - 95,6a(t - ?") -F 29,6a(t - 2T,), BlId 22a ergibt. Den \-erlauf vonT (t), wie er sich bei einem Sprung der Führungsgröße z (l) einstelit, ist abschließend in Bild 25 {estgehalten. wobei jedoch auf die et'w'as schrvierigere ^\uffindung nicht näher eingegangen werden soll. Dieses Korrekturglied Iiefert ein Führungs- bzw. Störverhalten, das in den Bildern 22c bzw. 23c niedergelegt ist. Trotz der endlichen Dauer des Einschwingvorgangs muß das Führungsverhalten wegen des starken Uberschwingens noch als ungenügend bezeichnet werden. Ein in jeder Hinsicht sehr gutes Führungs- wnd Störver tralten kann jedoch hervorgerufen werden, indem die Führungsgröße über ein zweites Korrekturglied (Bi1d 24) F Bild 25. Verlauf / (sec) uonV 1t1fnr r (t) : o (t) Bild 24. Abtastsystemmit zwei Korrekturgliedern. stufenweise zugeschaltet wird. Als solches kann u.a einfache Differenzengleichungsglied 7 (t)- r,16 i(t - T s) + 0,35e7 (t - 2 T ) - o,20arQ) Durch diese Ausführungen glaubt der Verfasser gezeigt und Untersuchung von Abtastsystemen ohne weiteres au{ einem elektrischen Analogrechner mit Hilfe der normalen Bauelemente vorgenommen werden kann, wobei auch die Nachbildung von die als Korrekturglieder Differenzengleichungsgliedern, Verwendung f,nden können, keine Schwierigkeiten bereitet. Solche Difierenzengleichungsglieder werden in einem realen Abtastsystem (bei digitaler Erfassung der Regelabweichung) Ä ^ ^ zu haben, daß die Nachbildung ( 3 7) Verwendung finden, lvas hier ohne Beweis angegeben sei. Die Oszillogramme von Bild 22d bzw. Bild 23d zeigen, daß sich so unter Erhaltung des guten Störverhaltens von Bild 23c das ausgezeichnete Führungsverhaiten von ?5 ' E 0 0 jl (9 I (sec) oL---lb--lGec) v 150 @ +l/cr.) 0 75 10 0,25 ? 5 0 (c) t(se0 t(sec) 6ff/(sec) c 0,25 t 5 75 0 @ @ t (sec) t(sec) Bild2z. Verlauf der Stell- und Regelgröße ftu r (t) - o (l) und z (t) = g (Führungsverhalten). (26); b) mit Korrekturglied (35) ; c) mit a) mit Korrekturglied Korrekturglied (36) ; d) mit den Körrekturgliedern (36) und (37). 10 L_____--_______r+ 0 10 r.)Y ' '+ \r.J e Bild 23. Verlauf der Stell-'und Regelgröße für z (r) = 0 und (i) (Störverhalten). z (t) :6 a) mit Korrekturglied (26\: b) mit Korrekturglied (35) ; c) mit Korrekturglied (36) ; d) mit den Korrekturgliedern'(36) und (37). 7 meist als kleine Digital-Rechengeräte aufgebaut; die in Bild 15 dargestellte Nachbildung unter Verwendung von Elementen der Analogrechentechnik legt jedoch den VorDifferenzengleichungsschlag nahe, solche,,analogen" glieder auch zur Korrektur realer Abtastsysteme ztt verwenden. Auch sollte man bei Systemen mit kontinuierlicher Erfassung der Regelabweichung erwägen (insbesondere, wenn es sich um Totzeitsysteme handelt), ob nicht durch Einfügung eines Abtastgliedes, d.h. durch Schaffung eines ,,künstlichen" Abtastsystemes, und anschließende Verwendung analoger Differenzengleichungsglieder bessere Übertragungseigenschaften erhalten werden können als bei Anwendung der üblichen Methoden der kontinuierlichen Regelung. Hierbei ist auch der Umstand zu beachten, daß Abtastsysteme im allgemeinen leichter als kontinuierliche Systeme theoretisch behandelt werden können. Methode zur Lösung anderer Differenzengleichungen Es soll nun noch einiges über die Lösung anderer Differenzengleiahungen auf einem Analogrechner gesagt werden. Hierbei wird abweichend von der {rüheren Schreibweise die Differenzengleichung in der Form (38) @ ( y n ,y n + t , ' . ' , ! n * t t , n ) : O ; n - 0 , l , 2 , " ' zugrunde gelegt. Die Lösung einer solchen Gleichung ist also eine Folge von Zat-len!n; dabei können ähnlich rvie bei Difierentialgleichungen die ersten Ä-Werte (39) !0, !t, "' , ltrt als ,,Anfangswerte" vorgegeben sein. Die Folge der ynwitd dabei auf dem Analogrechner durch eine Treppenfunktion dargestellt, deren Stufenbreite,Z frei wählbar ist. Der Behandlung von Difierentialgleichungen entsprechend wird Gl. (38) ,,nach dem höchsten Index" au{gelöst (40) Yn+rc:F(Y*,Yn+t,"',!n+n*t,n)' Indem man nach Bild 13 ans lnq 71durch schrittweise Verzögerung die Werte ln * k-t, ' ' ', ln + r, ytu etzeugt und aus letzteren durch Bildung von F (y* yn + y ' ' ', ln * t":, n) was durchaus keine lineare Operation zu sein braucht zttrückgewinnt, ergibt sich der in Bild 26 wiederum !rq., angegebene schematische Koppelplan. Durch rzorherige Aufladung der Kondensatoren derjenigen'Abtastglieder, Bildung v0n gemäß Bild26. Koppelplan gleichung (40). zur Lösung der allgemeinen Difierenzen- an deren Ausgang yobis yo,, erscheinen, werden Weise berücksichtigt. in bekannter Anfangswerte dabei die Bemerkung Der Verfasser dankt abschließend den Herren Dipl.-Ing. W. Arntnom und Dipl.-Phys. F. Haberstoch a:os dem Institut der AEG für die wertvollen Anregungen, für Automation die sie ihm stets zukommen ließen. Literatur: W . H uv eui,cz,Filters and Servo Systems with Pulsed Data inJamesNichols-Phillips, Theory of Servomechanisms, Chap. 5. McGrawHill Book Company, New York 1947. J. M. L. Janssen, Discontinuous Low-Frequency Delay Line with Continuously Variable Delay. Nature, Vo1. 169, Jan. 1.952. G. A. Phi,lbvick, Bucket-Brigade Time Delay. Palimpsest onthe Electronic Analog Art. Philbrick Researches, Inc. 1955. J. S.Cyphin, Über die Synthese von Impulssystemen der automatischen Regelung und Steuerung in Regelungstechnik, Verlag Oldenbourg, Moderne Theorien und ihre Verwendbarkeit. München 1957. J. R. Ragazz'ini.-G. F. Fvanhli,rz, Sampled-Data Control Systems. McGraw-Hill Book Company, ryew York 1958. O.I. Elgerd,,An Analog Computer Study of theTransientBehavior Digital Data of Serial-Type and Stability Characteristics Systems. Transactions o{ the AIEE, Pt. 1, JuIi 1958. H . Chestnut-A. DabuI-D . Leiby, Analog Computer Study of Sampled Data Systems. Transactions of the AIEE, Pt.2, Jan.7959. F. J. Mtr.lli.n, The Stability and Compensation of Saturating Sampled-Data Systems. Transactions of the AIEE, Pt.2, Jüi1959.