Analog Computers

Reference / Paper · 1969

Dynamische Simulatoren in der Reaktorentwicklung. Ein Vergleich

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A 1969 external technical report (No. 8/69-1) from the Kernforschungszentrum Karlsruhe comparing analog, digital, and hybrid dynamic simulators for nuclear reactor development applications. The authors evaluate simulator types against criteria of computational accuracy, speed, cost, and ease of use, with emphasis on stiff differential equation systems arising in reactor kinetics and thermal-hydraulics. Benchmark test cases compare specific systems including EAI HYDAC, Telefunken RA 800, IBM 360 with CSMP, and a large hybrid system (~500 op-amps), concluding that hybrid computers offer the best performance for demanding reactor-dynamics problems while digital simulation is preferred for precision work.

Manufacturer
Kernforschungszentrum Karlsruhe
System
General (EAI HYDAC, Telefunken RA 800, IBM 360/CSMP, hybrid System 500)
Author
W. Frisch; G. Wilhelmi
Year
1969
Type
Reference / Paper
Language
German
Learning track
specific applications
Pages
51
  • General (EAI HYDAC, Telefunken RA 800, IBM 360/CSMP, hybrid System 500)
  • Kernforschungszentrum Karlsruhe
  • dynamic simulation
  • reactor development
  • analog vs digital comparison
  • hybrid computers

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Dynamische Simulatoren in der Reaktorentwicklung. Ein Vergleich

KERNFORSCHUNGSZENTRUM KARLSRUHE Jenuar 1969 Externer Bericht 8/69-1 Institut ftir Reaktorentwicklung Datenverarbeitungszentrale Dynamische Simulatoren in der Reaktorentwicklung. Ein Vergleich W.Frisch G.Wilhelmi Gesellschaft ftir Kernforschung mbH. ‚Karlsruhe Als Manuskript vervielfältigt. Für diesen Bericht behalten wir uns alle Rechte vor. Gesellschaft für Kernforschung mbH. ‚Karlsruhe KERNPORSCHUNGSZENTRUM KARLSRUHE Jenuar 1969 Externer Bericht 8/69-1 Institut für Reaktorentwicklung Datenverarheitungszentrale Dynamische Simulatoren in der Reaktorentwicklung. Ein Vergleich W.Frisch G.Wilhelmi a Gesellschaft für Kernforschung mbH. ‚Karlsruhe - ash Inhalt Seite 1. Binleitung 1 2. Dynamische Simulatoren 1 2.1 Kriterien zur Beurteilung von Simulatoren 2.2 Gestellte Anforderungen 2.5 imtwicklungstendenzen bei Simulatoren ty 2.4 Ausgewählte Simulatorea 3 3. Problemanalyse 10 3.1 Dynamische Probleme in dor Rerktoreniwicklung 10 .2 Losunesmethoden 11 a2 3.3 Eigenschaften der Gleichungssysteme 13 3.4 Testbeispicle 17 4, Systemvergleich 20 he i FH kL Systemeigenscha ten 20 1.2) ProzeBvorbereitung 26 4,3 Prozeßablauf 28 Aukünftige Entwicklung 29 \n . 5.1 Hardware 29 .2 Software 30 OF Mögliche Erhöhung der Rechenges huindigkeit 31 6. Zusamuenfassung 35 Literatur 39 Ta. der vorliegenden Vergleichsstudie werden verschiedene Simula- ‚onen zum Lösen Gynaunischer Probleme sepantbergestellt. Die Deur- ::ilung erfolzt mit Hilfe von Kriterion, die in Kap. 2 zusannen- gsestellt sind, und anhand von konkreten Slioulationsbeispielon aus der Kernreaktortechnik (Kap. 3). Hauptaufgabe dieser Studie ist die Ceg ravellung von Analog- » rechnern (einschl, Hybridrechnern) und digitalen Simulatoren. Ne- ben dem hybriden Anale ogrechner IIYDAG 2000 des Instituts flir Reak- toventwicklung (Kernforschung; Sinulatoren, die wegen Lhres .edenen Aufbaus einen sehr großen Teil aller bisher bekaniten dynem. Sinulatoren ro- präsentieren. . Ua nicht nur qualitative, sondevren auch aquantitative Aussagen zu + a 4 eruöglichen, wurden typische Sinulabionsbeispiele aus der Reak- tortechnik ausgevählt und mit allen 4& Siuulatoren dargestellt. Die enüberstellung dev ausgewählten Simulatoren wird durch einen Ge On lic Ausb gliche Verbesserungen ia der nahen Zukunft erginat. 2.1 Kritarien zur Bem ALS 1 nen berechnet werden Die benutzten Losunesiasthodea Können s Analogrechner wird das zu untersnehende sche System (z.B. Kornrenkbor) dureh ein wolse ein clektrisches Vekzwerk) ercobst, nachematischen Glaichunsen beschricben Bei digitaler Simulation werden die Gleichungen, die das System be- schreiben, numerisch veldst. a ot Simulatoren, die für svezielle Probleme, wie z.B. für D Dacktorex- kursionen f 18 / entwickelt wurden, und in ihren Anwendungsbe- reich auf diese Probl wok sind, werden hi nicht betrachtet, Diese Studie befaßt sich mit Simulatoren, die ndg- lichst all Bei jeden Simulator sind das Prosracnuiersysten (Software) und die Rechenanlage (Hardware) 21s eine geschlossene Einheit zu be- NS trachten, denn die Qualität clues Simulators hängt von beiden ab. ' ae i Als Simulatoren der untersben Sbufe Kann van einfache Analogrech- ner mit blockorientiarter Pro grauilerung oder Digitalrechner mit FORTRAN-Progranmieruny bezeichnen; ole genügen jecuch längst nicht allen Anforderungen, die an Simulatoren ges‘ lt werden, Ihre Hauptaufsabe ist, den Progvrärleraufwand zum Lo. ‚Ines bestimu« ten dynamischen Problems erheblich horabzusehzen. ı Idealfall soll der Aufwand auf die veine Darstellung des Proble..: (z.B, in Form es Rlockschaltbildes) reduziert werden, ohne Bei der Bestellung oder Auswohl solcher dynanischer Siuvulatoren ı 7» sind folgende Kriterien zu beachten, nach denen dur Prozeß dos Lö- sens dynınischer Probleme beurtei lt wird: 1. Systened a) Darstelloar b) Rechenkanar ce) Rechenresehwindi toit d) Cenaniskeit e) Einsntzbersitschaftt und Verfügbarkeit über dle Rvyabnisse 2. Prozeßdvorbereiliung a) Progra coutwand b) Üborsichtliche Struktur der Prograumiersprache ce) Yesinöglichkeit 3. Prosckverlauf a) Verfolgung der laufenden Rechnung b) Eingriff in die lanferde Rechnung 2,2 Gestellte Anforderun: Anhand der Kriterien zur chen Simulatoren kann man konkrete Anforder stellen. Bei der Aufstellung einer Liste solcher Anforderungen wurde sowohl die Notwendigkeit von der Benutzerseite her als auch die in näherer Zukunft zu erwartende Realisierbarkeit (Bereitstellung geeigneter Hardware) beriicksichtigt. Die Liste der folgenden Anforderungen e r ist durch entsprechende Nuncorierung den in Kap. 2.1 aufgestellten Kriterien zugeordast, la. Alle gebräuchlichen untheantischen Funktionen müssen leicht und mit ausreichender Genauigkeit dorgestellt werden können. lb. Es muß genügend Rechenkapazität zur Verfügung gestellt werden, um auch sehr gvoße Sysiene simulieren zu können (z,B. 200 ge- koppelte Dyln.). lc. Die von Problem und von der Hardware her maximal nögliche Re- chengesehwindigkeit soll inner erveicht werden (4.B. durch Schritiweitenautomatik bei digitalee Inteyeation). id. Die Rechengenauigkeit, die meistens verkoalipft ist mit der eoohner) oder mit der Re- „aß frei wählbar sein und !Iindestanforderungen konto. le. Der Simulator muB ohne Longe Unetezeiten einsatzbereit sein. ürgebnisse müssen wihvend der Rechnung verfolgt werden können und nach Reendigung der Rochaung in Tabellen- oder Kurvenform zur Verfügung 2a. Der Dielog mit Wunlator ub in einer benutzernahen Sprache ath way Fr Inn . 5 eee 7 x u geführt verden Können, Uber“ Belastung mit Organi ons- problemen muß Yvernieden werden. 2b. Die Problemstrukbur wu3 auch nach Masotzen in die Prograemnier- sprache noch deutlich sichtbar bleiben, 2c. Ein Austesten der sistinnäreon Phase des Prosvenmes muß automa- tisch ohne zusätzlichen Programm 3a. Vise wT ns ann! a! Können, 47,3. dureh oder Kurvenformn und ignale, die den Mririebszustand des Prosvaommes markie- ren. Die dargestellten Varinmlea missen während der laufenden Rechnung ausz: Oo heaebrochen oder “> Sb. Die Rechnung muB an jeacr Soliebizen Stelle unterbrochen \, Sovonl Paraneter als euch die Struk- tur des simulierhun Systeces missen während der Reebnung (oder Shop ‘ a leq Ir 4 ) ER and Tas eS während einec kurgon Untorbvechune) geändert werden können, Die aun Vergleich hevanjezogsnen Simulatoren werden auf diese An- forderungen hin untersucht, As kana schon vorvegsenonmen werden, duß Keiner der Simulatoren alle gestellten Porderunyen zufrieden- 1. stellend erfüllt. Lediglich modeene Iybridrechnersystene, die in den praktise = ‚ mit einbezogen worden konn- en Vergleich jodoch nich 5 ten, erfüllen die Forderunsen in den neisten Punkten. ’ “> Bevor die aussew warden, dot ein kur- zer Überhlick se die augenb non Snbvieldbuassbondenzen er- forderlich. Ohne einen Anspruch anf Yollotindiskoit zu erhoben, iv die vorschiedensa Simulotoviypen (Anales- und Iybrid- rechner, Digitalsimulator) der augenblickliche Entwicklunesstand oO und die in näherer Zukunft zu »arwarsenden nöwicklungsrichtungen aulgezeist. Auf das Prinzip dos Ansloyrcsehuens und auf die zur Zeit yon meh- Irmen angebotonen Stenudard-Analogsrechner soll hier nicht näher eingegangen werden. Neben der Nchöhung der Geninickeit und der Schnelliskeit wird bei der Weiterentwicklung der Anolovrechnar aderer Vert auf eine Vorbasserung der Pro yet und -priifung ge- > l25t. Außerden kann dev Programmablauf einen ia fast jeden modeeren Aualo eechner enthaltenen Losik autonatistiert verden mit elnou digitalen Logiktcil ausserliisteten Analogrechner ver- — 5 a4 G den oft hybride Analogrechner Die Programivorbereitungszelt mit denen Koeffizienten und Ta eblich verkürzt (z.B. DIANA 2 chenvorbereitungen auf Hilfsprogramme und -serdt chen Einstellen der sts automatis schiedener Te Bemühungen, die auf eine 5 rung hinzielen, haben bisher bracht [46 7. OLE allıähliche Buy Durch eine Len Elementen (Logik, nertyp der Hybridrechner, logrechners nit einen 2 lung, Programmierung und . Rechner steht eine wifaner Die Entwicklung dieses Rechnertyps Analogrechners (eingeschränkte und w linearen Funktionen und Datenspeicherung über längere Neben den bei system ein umfangreiches X ratiouen durchführen muß: 1. Austausch von Dateninforn.:! Die beiden wichtiysesn Yor utr whed Guren digitale /” 27 Js der Maschine zu ave mur Potontio und zum Ausdı A aegis Auktomet: digitale eine vollständigen Digitalrechner. wendun senog Funktionen 721%) den Rechnern (Analoy- una oppelverk enstinlben, eLOM YS goneonnt) epoarene zsrarnie, . stwarde werden k APACHE /°28 7). berechnet Snnen, er- Um die Re- verkürzen, stehen ebenfalls Verfiigung, 2.B. das ADTOS-System zum meter, zur Durchführung ver- ucksn von Ergebnissen. erung der Steckbrettprogrannie- noch keine praktischen Erfolge ge- rung des Annalogreehners mit digita- Spsicher) entstand als neuer Rech- Verknüpfung eines volls Über digen Ana- Entwick- >} ehkeiten solcher Iyhrid- orl P .Q eiche Literatur zur Verfügung / 38-59 7. wurde durch dic Nachteile des ungenaue Darstellung von nicht- mehrerer Voeräiderlicher, keine any - ah Zevon ve Jisital-) muß ein Hybrid- ' das folgende Ope- beiden Rechnern. a) Unsetaung von analogen Daten in digitale und uugekehrt. b) Auswahl von Deaton aus ciner Menge anf den Analogrechner (paralleler Rechner) gleichzeitig anstehender Information und Einfügen dieser Daten in den se Digitalrechners und us rienmäßigen Ablauf des sckeart, 2. Stevevung und Koordination des Pro QO An a oe a re es a ) Steuerung der Datenunsetzung >) x b) Synchronisation zwischen den auf dem parallel~ und dem serienorganisierven Inlascnveil ablaufenden e) Steuerung der Betriebszustände des Gesantsystens (Anfangsbedingungen, Poebnen, Halt). Außer der geeigneten Huvrdvare stent für diese Aufgaben eine unfang- reiche Software von seiten der Hersteller zur Verfügung (HYTRAN 517; Real-Wiae-VORFTRAHN [52 27, HYPROL £53 7 usw.), so daß die- se relativ konplivzierten Abläufe durch einfache Befehle (z.B. auf einer erweiterten FORTRAN-Rosis) eingeleitet und überwacht werden können. Betrachtet man den Uybridrechner aus der Sicht des Analogrechners, so bildet er in folgenden Punkten eine wosontliche Erweitsrung: 1. Automatisierung der Prograi tereinstellen). worbereitung (Testen, Potentione- 2. Automatisievung des Rochenablaufs (Iserrtives Rachnen, auton. Paranetervariationen). 3. Speichern von Daten he, Heveiterung der darstellburen Funktionen und Operationon. ony 5. Erhohung der Gennuigkei v bel der Borstellung nichtlinearer Zusasnenhänge. ra N mann re Yan und a 6. Rechnen mit wohrevon unabbongisen Variablen (Hulti-Speed- 1p. an PER seep li SAN AE Diese Erweiterung ersehlio3t dca oO sridrechner gegenüber dem Ana- logrechner neve Sinsabygibiete, wie 7,B, komplizierte nich Systene von Delu., partielle Ogln. einschließlich Rendvertproble nen (54 7, statistische ifotheden aur lösung dynanischer Problene / 12,13 7, Optimicrungsaufsrhen {5 5-52 J) Simulation von lotzeit An den Digitalrechner eines Hybridsystens werden höchste Anforde- rungen in bezug auf Rechengeschvindigkeit allt, damit in Uy- x bridrochnerprogrannen mit relativ großem Digitalanteil der Vorteil des schnellen Rechners auf der Analogzseite nicht dadurch verloren- geht, daß der Digitalrechner nicht "mitkomat!", Die Geschwindigkeit, mit der cin Problem auf einen Hybridrechner gelöst werden kann, wächst mit den Ansteigea der digitalen Rechenge schwindigkeiten. Die Hybridrechnerentwicklung profitiert also in starkem Maße von der Oo 4 Entwicklung sehr schneller Digitalrechner. 2.3.2 Digitale Simulatoren zur Lösung dynamischer Problene mit dem Digitalrechner außer NIRAN-Sprache selbst keine weiteren Hilfsmittel zur Vox vfügung, die Progrennierung dynanischer Systeme sehr aufwendig und schwierig. Vor allem die Ausführung der Integrationen erfordert er- heblichen Program. eraufwand. Nine Erleichterung ist es also schon, wenn Unterprograune zur Verfügung stehen, die die Integration durch- führen. Gute Simulatoren sollen jedoch die Prosresuisracbeit noch weiter ver- L m3 amtbomabiseh durch- einfachen und die gaswite Orgavisation des Pı Ogres führen, so daß nur noch das zu lösende Peroblen in einer problennahen Form eingegeben werden nuß. Bs gibt bereits nchrere digitale Simulatoren, bei denen das zu lösen- ellt wird (MIDAS £ 29,37 7, 1130 GsMP /"30,31,32_7, IRE-DAS, DISAG /~ 337, /347)oder die ei de Problem entweder in Blockschaltbildforn darsest zu lösenden ahesennngen in FORYRAN oder einer ähnlichen benutzernahen Form einzugeben sind (DSL/S0 /735 7, GS L /”36_7/, DYSYS). Bei allen Systemen, mit Ausnahme von CSHP, ist es nicht möglich, in die laufen- de Rechnung einzugreifen, . Bin Abschluß der Wntwicklung von digitalen Simulatoren ist noch nicht zuscheu, weil einerseits die vorhandenen Systeme noch erhebliche Nachteile haben und andererseits die Havdvare-Entwicklung, die einen entscheidenden Einfluß auf die Funktionsweise von Simulatoren hat (z.B. in Hinblick auf bequenore Ausgabe über Bildschirneeriite oder Schreiber), weitere Fortschritte macht, Mit jedem Schritt der Velter- =) Digitaler Wiexklung. alogrechner-Simulater des Instituts für Reaktorent- entwicklung von Hardvare und Recnnerbetriebssystemen ergoben s neue MOslichkeiten für bessere Simulatoren. In nä f wird der Echtzeitbetrich den Vorteil des Eingriffs in die laufende Rechaung Dieser bringen. Die Rechengeschwindigkeit läßt sich nur so daß auch in Zukunft nicht da ale Simulatoren auch al nur annähernd dia Rechongesehvindisxelten von Analogrechnern erzie- len werden 2.4 Für die Durchführung der in Kap. 3 veschriecbenen Simulationen wur- den neben dem Analogrechner nit disitaler Losik (sog. hybrider Ana- G logrechner) drei digitale Simulatoren ausgewählt, die sich in ihren Aufbau und ihrer Funktionsweise stark unterscheiden, lopvechner Die verfügbare Annlosyvochenanlage mualaßs 1 Konsole YiCH 25. RY mis VLG voll cussebaut 1 " 251. Ro voll awsgorant 1 tt DOS 450 sowie das ADIOS=-Systven für Pest, Bin» wid -Ausgabe Das System BOS enthält neben Logikelemonten (Und-Glioder, Fl . ! 5 > . : . P u Flops, Register usw.) 4 digitale Lanfzeitspeicher mit je 256 Vor- ten. Die statische Genauigkeit dev lincaren Dionente betrigt 10 , die Bandbreite der Verst! vw on. 30 kHz, die kleinste einstellbare Integrationskonstante (bei Ler-Einsang) 107 sec, Ein digitalcs kat tenvosva m /DTANA 7 zur Berechnung und Winstellung von Poten- tiometerwerten steht cbenfalls zur Verfügung 7 27 7» Die Blockschalt- : u . . : raus Abe bild- und Steckhrett-Progvronulerung sovie die Punkbionsweise dieses \nalogrechaers mit digitaler Ausbaustufe werden als bekannt voraus“ gesetzt. (1220| CSUP) ı ebner-Simulator, der 1130 C8ue /731,32_7 ist ela di. taler Analogre igh u eine Konsole eines mittleren Anelogrechners (25 Intesratoren) auf einer IBM 1130 mit Plotter nochbildet. sa ist eine Varian- te des Simulators Pactolus /'20 /. Die blockorientiert, alle Rechenolenente des Anuloyvcchners sind nacheebildet. Pareneter- ca werte und Blockverkwünflungen verde ibersichtlichen Format ent- weder über Lochkarten oder Senveibneschine elugegeben. Während des ft A Rechenlaufs besteht eine enge Measch-Maschine-Verbindung über die Schreibmaschine. Für die Darstelluns beliebicer Funktionen (über > FORTRAN-Unterprogramae) steht nur sehr wenig Speicherplatz zur Ver- fügung. Die Inteyrationen werden nach einen Integrations-Verfahren 2.Ordnung durchgeführt. Das Systen hat keine Schrittweitenautomatik. 2.4.3 IRB ~ DAS TRE - DAS / Digital Analog Simulator 7 ist ebenfalls ein blockschalt- oildortentiortor dynemtecher Simulator, bei den die woscentlichen Re- I bon das Ännlogrochners nocheebildet siud, Aucsützlich sind näufig vorkomuonde ne whe Guiadvatviuysel, Exponentinlflunktion, Potenzen, trisononetrisehe Funktionsn in Blockforn darstellbar. Außer- den können beliebige Funktionen, die .s Untorprogramne vorliegen müssen, cingesetzt werden, in die Inufende Rech- nung ist nicht moslich. Die Ausgabe erfolyt z.%t, woch über Listen, ein Plot-Programm dazu ist in Vorbereitung. Die Integration wird mit Vv Hilfe eines abgewandelten Runge-Kutta-Verfahrens 5.O0rdnung mit Schritt- itenautomatik durchgeführt. Das Prosrama wurde für die hier durch- oführ sten Untersuchungen auf der {PM 1 707% eingesetzt. Hibtlerweile te kann es auch auf der IBM 360/65 benutzt werden 2.4.4 DUSYS ad > Der Dynamic System Simulator DYSY53” ist ein Beispic! > Pal Ky =: 5 fe) pe 5 oO je} er ed 5 or r on) de c * } tr m 5 ta = a oa fe) S = c ~ noaischen Simulator, der nicht blockovienticr Der Simulotor DYSYS wurde von Herrn Dipl.-Ing. E.G. Schlechtendahl (Institut für Reaktorentwicklung) entwickelt und freundlicherweise für diese Arbeit zur Verfiigung gestellt, allgemeinen Dgln. muß in ein System von Dgln. 1.Ordnung ux werden. Dieses Gleichungssysten mu8 als FORURAN-Unterprograma ge- schrieben werden, Zur Integration wird ein Runsge-Kutta-Verfahren ty Ordnung benutzt. Die Schrittweitenautoaatik wird über eine Vergleichs- rechnung mit Hermiteschen Polynonen bis ".Ordnung gesteuert. Die Er- gebnisse werden über Listen oder Listen und Kurven (PLGY-Subroutine) ausgeliefert. Bin Eingriff in die laufende Rechnung ist nicht möglich. Das Progrann wurde auf der UM 707% eingesetzt. Problemanalyse 3.1 Dynanische Prohlene in der Resktorentwicklung Eine Bewertung verschiedener dynanischer Simulatoren ist nur möglich, wenn man zunächst die Probleme analysiert, die mit den Simulatoren gelöst werden sollen, Die Vor- und Nachteile eines Simulators können je nach Probleua ganz verschiedenes Gewicht bekommen. So ist z.B. eine große Rechengenmnigkeit bei der Siuulation cines Reaktorkreislaufs mit einem Rezelsysien avr Untersuchung des Lastfolseverhaltens weni- ger wichtig als bei Exkursionumpdellen wit raunmnbhängiger Kinetik. Zum Testen wurden Problene ausgewählt, die in der Resktorentuicklung I oy speziell bei der Mntwicklung schneller Treutreaktoren, auftreten. Die erzielten Ergebnisse lassen sich jedoch anch auf andere Gebiete über- tragen, Zunächst werden die wichtigsten dynamischen Probleme, die im Rahmen N a] der Entwicklung von schnellen Reaktoren anfallen, in einer Liste zu- samiiengestollt: Thernmodynauik des Kernes Raumablängige Reaktorkinetik Exrkursionsanalysen Dynemik von Abschaltsystenen Kreislaufkonponenten (z.B. Donpferzeuger) Kreislaufdynanik Reaktorregelung 1 ReaktorstabLlitat 7. am Soma na en Zmeiphascusksrönung + po) Na-Austreibung Brennstabschwingungen stimmung von Balanced-Oszillator-Hethode zur Bes fverten des Bronnstoffs a Reaktivitätskoeffizienten und Stor Dynanische Plastizitätstheorie Kriechverhalten von Brennelenenthüllen Spaltproduktfreisetzung Optinierungsproblene Zu diesen größeren dynanischen Problemen kommen noch zahlreiche all- tägliche Routincarbeiten (z.B. Berechnung des Weg-Zeit-Verhaltens eines Abschaltstabes), deren Ausführung durch geeignete Simulatoren erleichtert werden muß. Diese kleineren Probleme sollen in diesem Vergleich jedoch nicht berücksichtigt werden, weil man dafür sowohl mit Digital- als auch mit Analogrecknern geeignete Simulatoren ent- wickeln kann. Un die Problemanalyse übersichtlich zu gestalten, wurde nicht jede der in der Aufstellung aufgeführten Aufgabea einzelau analysiert. Da oft mehrere der Thenen mit sleichen Loésunesmethoden behandelt werden oder die gleichen nethenintischen Problene enthalten, ist eine Auf- stelluag der Loeungenethoden und der anfallenden speziellea mathena- tischen Probleme aufschlußreiche 3.2 Lösungsnethoden Die Lésungsmethoden Lassen sich in 4 Grupven einteilen: a) analytische Lösung b) Transformation c) statistische Methoden i d) Simulation des Zcitablaufs Zu aj: Analytische Lösungen sind nur in den selteusten Fällen möglich, des- . halb ist man fast immer auf die 3 folgenden Lösnngsmethoden angewie- Sen. Zub): 4 Manche Probleme lassen sich cleganter Lösen, wenn man das Grundglei- chungssystem einer Transformation unterzieht. Häufig gebraucht wird 1 H 4 die Laplace-Transformation, z.B. bei dev Balanced-Oszillator-Hethode oder bei Stabilitdtsuntersuchunss “9 ‚2.0, 11. In vielen Fallen sind to die transformierten Gleichungen eine Deln., sondern algebraische Gleichungen, so daß dann cine Lecung nit den Disitalrechner vorteil- oO ’ oO hafter ist. Spezielle Transformationen sind inner mit Einschränkungen in der An- Ey endung verbunden. Systeme mit beliebigen Störfunktionen oder mit komplizierten nichtlinearen Zusznmenkängen eignen sich z.B. nicht gut für die Laplace-Transfornation. Zu ce): Statistische Mothoden zum Lösen von DE ion Problemen werden bisher nur vereinzelt angewendet (z.B, Honte-CGarlo-Hethode bei thernodynznischen Problemen 22, N: Die in den letzten Jahren erheblich erhöhten Rechenseschwindiskeiten bei Digitalrechnera und die Hatbwicklung großer Hybridvechnersystene haben erst die Voraussetzungen Lie dan sinnvollen Einsatz dieser Me- thoden geschaffen. Sie werden deshalb in Zukunft mehr in den Vorder- grund treion, Zu A): Die direkte Simulation des Zeitablaufs (Integration von Dgln.) ist die em häufigsten verwendote Metheda, weil sie übersichtlich und all- gemein anwendbar ist. Pesonders Analog- und Hybridrechner eignen sich für diese Methode, weil sie in der Lave sind, sehr schnell und konti- nuierlich Integvationen durchzuführen /"1-9 7. Da sich bei der Lösung der moisten dynamischen Probleme die Simula- tion des “4eitableufs als vorteilhaft erweist und diese Hethode an näufigsten angewendet wird, dient sie auch als Grundlage der Ver- gleichsstudie. - 13 - tan der Gleich ° 1 In folgenden werden die Gleic yotene, die die dynamischen Zu- sammenhänge der in Kap. 3,1 nufygeführten Probleme beschreiben, näher ao = 2 I untersucht, wobei als Losunesuethode immer die Simulation des Zeit- ’ ablaufs vorausgesetzt wird, Die Aufschliisselung der Figenschaften erleichtert eine Übertvasung der hier für Reaktorprobleme gefundenen Ergebnisse auf andere Anvwoendungszcebiete., Br) Die mathematische Beschreibung dar zahlreichen technischen und phy- sikalischen Probleme (s.Kap. 3.1) führt im wesentlichen immer wie- . der auf 6 verschiedene Gleic chungs! cr ypen. 3.3.1 Lineare Dein. mit konstanten Koeffizienten Nur wenige dynamische Vorgänge in der Reaktortechnik lassen sich in guter Näherung durch lineare Deln. nit konstanten Koeffizienten dar- stellen. Diese Näherung ei fo oO snet sich entweder für Voruntersuchungen „1. komplizierter Systeme oder bei kleinen Stéreuplituden. Wir Intersu- chungen auf den Gebleto der Reaktorregelung, Spaliprodukifrelsetzung, Thermodynomik des Cores und Bronnstsbschwingungen / 147 kommen sie zur Anwendung. : Der Analogrechnor cignet sich für die Lösung dieser Gleichungssystene besonders gut. Für größere Systeme von Dgln. (z.B. 50 Daln. 1.Ordnung) geschicht das Lösen der Shesehangen größenordaungsmäßig 100 mal schnel- ler als auf den schnellsten Dipitalrechern. Der Gewinn on Rechenzeit macht sich besonders dann bemerkbar, wenn entweder sehr viele Rechen- Läufe nacheinander durchgeführt werden müssen (z.B. Paranetervaria- tionen) oder wenn die Rechenläufe sehr la age dauern (bezosgen auf die kleinste im System vorkommende Zeitkonstante, denn diese bestimns die Rechengeschwindigkeit). Diese schr langen Rechenläufe ‚bezogen auf die Kleinste Zeitkonstante, treten besonders bei der Simulation der Ther- modynamik eines Reaktorkernes -_ Dia Zeitkonstante des Brennstoffs, die das Übergangsverhalten in entlichen bestimut, liegt im Sekun- denbereich. Deshalb sind z.B. zur Berechnung von Ubergangsfunktionen Rechenläufe über mehrere Sckunden erforderlich. Die Zeitkonstanten der x Aufheizung der Hille und des Kühlmittels liegen jedoch im Millisckun- denvereich und dürfen z,B. für eine genaue Tanperatur- bzw. Reaktivi- tatsberechnung uicht vernachlässigt worden. - Th - Alle dynamischen Vorgänge im Reaxtorkern werden durch partielle Dgln. in Ort und Zeit beschrieben. Hit keinem Rechnertyp kann man diese Gleichungen direkt lösen. In seltenen Fällen ist eine analy- tische Lösung nöglich, so z.B. in {157 mit Hilfe der Laplace- Transformation. Normalerweise ist man jedoch auf eine nunerische Integration in Orts- und Zeitrichtung angewiesen / 16,17,18_7, was zu Stabilithtsproblemen und sehr langen Rechenzeiten führen kann. Will man die Fähigkeit des Analogrechners, kontinuierliche Integrationen durchführen zu können, bein Lösen von partiellen Dgln. des Ortes und der Zeit ausnutzen, so kann dics näherungsweise durch eine örtliche Zonenaufteilung geschehen (Orisdiskretisierung). Für jede Zone wird eine gewöhnliche Dyin. angesetzt, so doh eine par- tielle Dgl. durch einen Satz von gevohnlichen Dsln. ersetzt wird [9,25_ 7. Dadurch wird ein erheblicher Gewinn an Rechengeschwindig- keit erzielt. Eingrschränkt wird diese Methode durch die Kapazität des Analogrechners. Sie bestimut die maximale Zonenzahl und damit die Genauigkeit der Lösung. Hit Hilfe eines Hybridrechners kann die- ser Nachteil auf Kosten der Rechonzeit behoben werden, indem die gleiche Rechenschaltung mehrfach benutzt wird und die Integrationen teilweise nacheinander durchgeführt werden /°5,7,19,20,21 7. Außer- dem bietet sich bei Hybridrechnern die Möglichkeit der kontinuier- lichen Integration in einer Ortsrichtung an (Zeitdiskretisierung, erielle Lösung) / 20,22,23,24 7. 3.3.5 Hichtlineare Deln. Nichtlineare Dgln., die nicht in erster N&herung linearisiert wer- den können, treten vor allem bei Neutronenkinetik, Zweiphasenstrcnung, Natriumaustreibung und Kreislaufdynamik auf. Bei der numerischen Integration nichtlinearer Dgln. treten gegenüber den linearen Dein. zusätzlich Stabilitatsprobleme bei der Bestimmung der maximalen möglichen Schrittweite auf, Es gibt kein allgeneingül- tiges Verfahren, das notwendige und hinreichende Bedingungen zur Bestimmung der Stabilitätsgrenze liefert. Rei den einzelnen Inte- grationsverfauren ist man also gezwungen, einen relativ großen Abstand von der Stahilitätsgrenze zu halten, d.h. mit Schritt- weiten zu rechnen, die weit unter der nicht bekannten Grenzschritt- weite liegen. Beim Analogrechner wirkt sich die größere Ungenauigkeit der nicht- linearen Elemente (Hultiplizierer, Funktionsgeneratoren) nachteilig aus. Bei Systemen von Daln. mit zehr vielen stark nichtlinearen Zu- sammenhangen kann dabei die Pemannckest soweit zurückgehen, daß Ana- logrechnerlösungen nicht mehr brauchbar sind. Mit Hilfe eines Hy- bridrechners kann dieser Nachteil behoben werden, wenn man die nicht- linearen Zusammenhänge auf dem digitalen Teil des Rechners darstellt. Besteht ein System aus nur wenigen, aber stark nichtlinearen Zusan- menhängen, so ist die Simulation auf dem Digitalrechner oft vorteil- hafter als auf dem Analosrechner. Kühlmittelstoffwerte und Wärmeibergangszahlen hängen von mehreren Veränderlichen ab. Deshalb ist es erforderlich, bei der Thermody- aamik des Cores, dor Kreislauufdynouik, Reaktorrogelung und Zweipha- senstromung diese devaustellen, Auf dem Analogrechner kann dies nur in vereinfechter Forn (Ira waunn dor Yeriindorlichen) oO we Oo ah schehen. Die Modelle für den danpfgekühlten schnellen Reaktor haben gezeigt, daß Rechnungen mit ausreichender Genauigkeit nur in einen engen Druckbereich (P £20 at) durchfiinebar sind / 8 SL: Tritt an- stelle des Anzlogrechners ein Hybridrechner, so können diese Schwie- rigkeiten weitgehend behoben werden, wenn im digitalen Teil der Ma- schine genügend Speicherplatz zur Darste ellung der Funktionen vor- handen ist. Beim Digitalrechner gibt es prinzipiell keine Eins schrdnkungen bei an der Darstellung von Funktionen mehrerer Verinderlicher. Die Abhängig- ¢ 15 keiten können sowohl in Gleichungs- als auch in Tabellenforn progran- + miert werden. {ährend der Durchführung der Rechnungen zu dieser Studie war die Darstellung mehrerer komplizierter Funktionen mehrerer Veränderli- cher (z.B. aller Stoffgrößen von Wasser und Wasser dampf) noch durch die relativ geringe Speicherkapasitat der IBM 7074 erheblich ein- geschränkt, so daß teilweise noch mit Nkherungspolynonen gearbeitet werden muBte. Mit dem Einsatz der srößeren Rechenmaschinen im Kern- forschungszentrum ist diese Einschränkung weitgehend aufgehoben. Viele dynamische Zusammenhänge in der Reaktortechnik werden sowohl durch eine große Anzahl von Ba (vorteilhaft: Analogrechner) als auch durch nichtlineare Funktionen mehrerer Veränderlicher (vorteil- haft: Digitalrechner) beschrieben. Für solche Probleme ist ein Hy- bridrechner besonders gut geeignet. 3.3.5 Transzendente Gleichungen . .. Treten in einen Problem Gleichungen auf, die nicht explizit gelöst ger Kühl- oO werden können (z.B. Kiihlmitteltemperatur bei druckabhängi mitteldichte /8_7), so ist eine iterative Lösung erforderlich. Bei schlechter Konvergenz werden bei digitaler Lösung die Rechenzeiten sehr lang. Mit dem Analogrechner lassen sich solche Gleichungen sehr schnell (1071-1077 sec) lösen, indem man die implizite Gleichung künst- lich zu einer Dgl. 1.Ordnung mit der kleinsten darstellbaren Zeitkon- stanten (offener Verstärker) nacht. In den meisten Fällen wird durch dieses kontinuierliche Lösen der inpliziten Gleichung die Rechenzeit für die Lösung des gesanten Problems gar nicht oder mur unwesentlich beeinflußt. 3.3.6 Totzeitsystene In Rohrleitungen, Wärmetauschern und Reaktorkernen treten reine Trans- portverzögerungen (Totzeiten) auf. Mit einen gewöhnlichen Analogrech- ner ist man auf Näherungen (Verzögerungen, Pade-Ap roximation) ange- wiesen / 63 7. Mit dem hybriden Analogrechner HYDAC 2000, der einen kleinen digitalen Laufzeitspeicher besitzt, ist in beschränktem Um- fang eine Simulation von Totzeitgliedern möglich (maximal 4 Glieder, minimale Totzeit 0,5 sec / 26 /. Bei Hybrid- und Digitalrechner sind digitale Unterprogramme zur Totzeitsimulation erforderlich, die je- Goch mit relativ geringem Programmieraufwand erzeugt werden können, - 17 - 3.4 Testbeispiele Zur quantitativen Analyse wurden die vier folgenden Testbeispiele ausgewählt. Un mit einem möglichst geringen Progremmier- und Re- chenaufwand auszukommen, wurden relativ kleine und einfache Proble- me ausgewählt, wobei jedoch darauf geachtet wurde, daß eine Extra- polation zu größeren Systenen möglich ist. Die Testbeispiele wurden so ausgewählt, daß die wichtigste:.der in 3.3 beschriebenen Probleme abgedeckt sind. 3.4.1 Brennstab eines Na-»eklihlten schnellen Reaktors * Als erstes Beispiel wurde ein Brennsteb eines Na-gekühlten Reaktors rn f gewählt. Die Thermodynamik wird durch pert: s elle Dyln. beschrieben (3.3.2). Zur Lösung di: d v ie Hethode der Raumdis- « i ser Gleichungen wird kretisierung (Zonenaufteilung) benutzt. Unter der Annahme, daß alle j Stoffwerte konstant sind, entsteht ein System von linearen Dgln. mit konstanten Koeffizionten (3.3.1) {9 /. Die Zeitkonstanten liegen zwischen 4 sec (Brennstoff) und 4 msec (Kühlmittel). Zusätzlich wird die Transportzeit des Kühlmittels in axialer Richtung durch eine 4 . . . um + oes Pade-Approximation 2.Ordnung, die zwischen zwei Kühlkanalzonen ge- ‘schaltet wird, berücksichtigt (3.3.6). Zunächst war cine Aufteilung in 25 Zonen (5 axial, 5 radial, 3 in Brennstoff und je 1 in der Hülle und im Kihlkanal) vorgesehen. Das entspricht der maximal möglichen Zonenaufteilung, wenn das Problem auf einer Konsole des Annlogrechners PACK 231 RV gelöst werden soll. Mit der Totzeitsimulation hätte dies zu einem System von 34 Dgln. 1. Ordnung geführt. Da jedoch einer der Digitalsinulatoren (CSMP) auf 25 Dgln. beschränkt ist, wurde die Zoncnaufteilung auf 15 reduziert (5 axiale Zonen, radial je 1 Zone für Brennstoff, Hülle und Kiihlmit- tel). Hit diesem Modell wurden sprunghafte Leistungs- und Eintritts- temperaturstörungen berechnet. Ziel war die Berechnung der wichtig- sten Temperaturen in Abhängigkeit von der Zeit über 30 sec, Der Brenn- stab wurde in 2 Versionen untersucht: Testbeispiel la: Brennstab mit Aufteilung in 15 Zonen, ohne Berücksichtigung der Transportzeit im Kühlmittel - 18 - Testbeispiel 1b: Brennstab mit Aufteilung in 15 Zonen, mit Berücksichtigung der Transportzeit in Kühlmittel (Padé-Appr. 2.Ordnung). ES 3.4.2 Brennstab eines danpfgekühlten schnellen Reaktors Als zweites Beispiel wurde die Thermodynamik des Dampf-Core gewählt. Die Dynamik ist in stark vereinfachter Form dargestellt. Ein Brenn- stab steht stellvertretend für das ganze Core; die partiellenDgln. der Thermodynamik werden wie in 3.4.1 durch Zonenaufteilung in ge- wöhnliche Dgln. verwandelt. Hier werden nur 3 Zonen gewählt (Brenn- stoff, Hülle, Kühlmittel), denn bei dieser Simulation steht nicht wie in 3.4.1 die Problematik eines Systems mit sehr vielen Dgln. im Vor- dergrund. Es soll hier vielmehr gezeigt werden, wie Funktionen meh- rerer Veränderlicher (3.3.4) und iterative Prozesse dargestellt wer- den können. Diese Probleme treten in den Gleichungen des Kiihlkanals (Ss t(J,p), Ap = fg ya), Js £(1, 9 ,ep,P) auf. Ziel ist die Berechnung der wichtigsten Übersangsfunktionen über 30 sec. Testbeispiel 2: Dvennstob eines danpfgeklihlten schnellen Brutreak- 3.4.3 Reoktorkinetik mit Rickführung Die punktreaktorkinetischen Gleichungen (6 Gruppen verzögerter Neu- tronen), verbunden mit einer Re aktivitätsrückwirkung über die Ther- modynamik des Dampf-Cores (Testbeispiel 2) und 2 Reaktivitätskoeffi- zienten, wurden als einfaches Beispiel einer Core-Simulation gewählt. Damit wird die Simulation eines Systems von nichtlinearen Deln. re- präsentiert, in dem verschiedene physikalische Prozesse, die mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten ablaufen, miteinander ver- knüpft sind, Die wichtigsten a Uborpangatunktionen werden bei einer Störung von + 0,2 8 über 30 sec berechnet. Es werden wieder 2 ver- schiedene Versionen des Modells untersucht: - 19 - Testbeispiel 3a: Neutronenkinetik mit Rückführung, 1 0) 3b: Neutronenkinetik mit Rückführung, 1 } 0 1 = Lebensdauer der schnellen Neutronen 3.4.4 Na-Dampfblase Das Anwachsen einer Na-Danpfblase bei steigender Na-Temperatur wird durch extrem nichtlineare Gleichungen beschrieben (4.Grades, 2.Ord- nung). Durch 3 extreme Bedingungen ist die Simulation äußerst schwierig: A . fa ‘os ‘ : es . 1. Die Zeitkonstanten der (linearisierten) Gleichungen für die Temperatur und den Blasenradius unterscheiden sich um 8 Zeh- erpotenzen. 2. Da sich der Radius um 5-6 Zehnerpotenzen ändert, tritt bei r eine Veränderung un 20-25 Zehnerpotenzen auf. 3. Die Radiusgleichung enthält eine positive Rückführuns, d.h. das System kann instabil werden. Diese außersewöhnlichen Bodingungen erschveren die Simulation des Problems. Beim Analogrechnor ist cs schwierig, ein tabiles Sy- sten über sehr lange Zeit (bezogen auf die kleinste “hel thonstente) zu simulieren. Durch die vorhandenen Driftspannungen, die in einem cabilen System verstärkt werden, sind Rechnungen über mehr als die 1000-fache Zeitkonstunte nicht möglich. Hier wird aber verlangt, daß über Br, Zeitkonstanten integriert wird. Die Driftspannungen führen dazu, daß das instabile Verhalten des Systems (sehr starkes Anwachsen des Radius) viel zu früh auftritt. Bei der digitalen Simulation tritt ein entgegengesetzter Effekt auf. Das System verharrt in seinem Ausgangszustaud. Durch die kleinste Zeitkonstante (ca. 10 sec) in der Blasengleichung wird die Zeit- schrittweite bestimmt. Die Schrittweite ist aber so klein, daß in der Temperaturgleichung (Zeitkonstante 0,1 sec ) während eines Schrit- tes Temperaturänderungen AT = nan, < 10 “8a, auftreten. Da mit der TBM 7074 nur eine Genauickeit von 10” erreichbar ist, bleibt bei oO AT < 1072, immer T, = Ty d.h. T = const. Fine Erhöhung der Ge- nauigkeit würde hier zwar weiterhelfen, wegen der sehr kleinen Schrittweite wären die Rechenzeiten jedoch unerträglich hoch. J 8 Eine Möglichkeit, die sowohl die analoge als auch die digitale Lösung mit den gegebenen Rechennaschinen ermöglicht, ist die qua- sistationäre Lösung der Radiusgleichung bis zu dem Zeitpunkt, in den der Radius sehr stark zu wachsen beginnt (Beginn der Instabi- lität). Das Testbeispiel wurde also auf zwei verschiedene Arten simuliert. Testbeispiel 4a: Na-Dampfblase, genaue Simulation der Dynamik kb: Na-Danpfblase, quasistationäre Lösung der Ra- diusgleichung während der stabilen Anfangs- phase. Systenvergleich Eine Gegenüberstellung der vier Simulatoren erfolgt nach den in Abschn. 2.1 aufgestellten Kriterien zur Beurteilung dynamischer ı Simulatoren. Die problembezogenen Zahlenangaben stammen aus Rech- nungen mit den in Abschnitt 2.4 ousgevihlten Testbeispielen. 4.1 Systemeigenschaften 4.1.1 Darstellbare Funktionen Es wird geprüft, in welchen Unfang die gebräuchlichen mathemati- schen Funktionen mit den einzelnen Simulatoren dargestellt werden können. Analogrechner: +, -, i, /, Quadratwurzel, Integration, trigometrische Funktionen, Exponentialfunktionen, Speichern in beschränkten Umfang (1 K), Totzeit, logische Verknüpfungen, näherungsweise Darstellung beliebiger nichtlinearer Funktionen über Funktions- generatoren. CSMPs +, -, #, /, Quadratwurzel, Integration, Speichern, : spezielle stückweise lineare Funktionen (Betrag, Be- grenzung) näherungsweise Darstellung beliebiger nicht- linearer Funktionen über Funktionsgeneratoren. Uber FORTRAN-Unt rogramme können max. 5 belicbige Funk- tionen von max. 3 Variablen dargestellt werden, sie erhöhen jedoch die Rechenzeit erheblich, weil diese FORTRAN-Unterprogramme in Overlay-Technik verarbei- tet werden, IRE. = DAS: +, -, #, /, trigonom. Funktionen, Quadratwurzel, Exponentialfunktionen, Potenzieren, eee logische Verknüpfungen (Verzweigung). Max. 100 be- liebige Funktionen von 4 Veränderlichen sind über FORTRAN-Unterprogramme darstellbar. DYSYS: Alle in FORTRAN darstellbaren Funktionen sind er- laubt. Andere Funktionen müssen der Programnbiblio- thek entnommen oder selbst prograuniert werden Bine Beschränkung der darstellbaren Funktionen ist [0] praktisch nur über den Speicherplatz oder die Re- chenzeit gegeben. 4.1.2 Rechenkapazitat Da die Simulatoren in ihrem Aufbau sehr unterschiedlich sind, gibt es keine exaktes Maß für die Rechenkapazität. Beim Vergleich der blockorientierten Sinulatoren ist z.B. die max. mögliche Anzahl von Blöcken kein genaues Maß, weil bei den einzelnen Simulatoren die Blöcke unterschiedlichen Aufbau und Umfang haben. Ein besseres Maß ist die max. Anzahl der Integrationsblücke, die die max. mögliche Zahl von Dgln. 1.Ordnung angibt. Da DYSYS nicht blockorientiert ist, wird in diesem Fall ein Block einer Gleichung im DYSYS gleichgesetzt. Die digitalen Simulatoren besitzen in FORTRAN programmierbare Unter- m programme,.Ein Maß für den Umfang dieser Programme ist neben ihrer Anzahl der freie Speicherplatz in Kernspeicher. Die Werte beziehen | sich fiir IRE - DAS und DYSYS auf die I8M 7074, für CSMP auf die IBM 1130 mit 8K-Kernspeicher (s.u.). Eine Erweiterung der Kapazität ist beim Analogrechner durch An- schluß weiterer Konsolen möglich, ohne daß die Rechengeschwindig- keit beeinflußt wird. Grundsätzlich ist beim digitalen Simulator wegen der seriellen Organisation des Digitalrechners eine Auswei- tung der Kapazität z.B. durch Übergang auf einen Rechner mit grö- Berem Kernspeicher, immer mit einer Verringerung der Rechengeschwin- digkeit verbunden. In der folgenden Tabelle werden die gesante Blockzahl, die Anzahl der Integrationsblöcke (DYSYS: Anzahl der Dgln.) und der freie Spei- oe cherplatz in K-Vorten für die FORTRAN-Programme angegeben. Die für den Analogrechner angegebene Zahl von Speicherplätzen be- zient sich auf den digitalen Unlaufspeicher, in dem nur Daten über den A/D-Yandler gespeichert werden können. | A; PR ae whats: csH TRE-DAS DYSYS rechne