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Programmierung der Steuerbuchsen R, H und P bei den Tischanalogrechern RAT 700, RA 710, RAT 740 und RA 741
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Six-page AEG-Telefunken application note describing the programming and use of control sockets R (compute), H (halt), and P (pause) on the RAT 700, RA 710, RAT 740, and RA 741 desktop analog computers. Explains the priority hierarchy among the three socket signals, their interaction with operating modes (single run vs. continuous compute), and illustrates five worked examples with relay-logic timing diagrams covering external halt sequencing, comparator-driven halt control, and pause command behavior.
- Manufacturer
- Telefunken
- System
- RAT 700, RA 710, RAT 740, RA 741
- Type
- Reference / Paper
- Language
- German
- Learning track
- machine reference
- Pages
- 6
- RAT 700, RA 710, RAT 740, RA 741
- Telefunken
- control sockets
- external control
- timing diagrams
- desktop analog computer
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Programmierung der Steuerbuchsen R, H und P bei den Tischanalogrechern RAT 700, RA 710, RAT 740 und RA 741
i> DATENVERARBEITUNG
Programmierung
der Steuerbuchsen R, H und P
bei den Tischanalogrechnern
RAT 700,RA 710, RAT 740 und RA 741
Steuerbuchse R
am,
a
tn en nn nn
Auf den Programmierfeldern der Tischanalogrechner RAT 700,
RAT 740 und RA 741 befinden sich drei violette mit R, H und P
bezeichnete Steuerbuchsen. Mit Hilfe dieser passiven Steuer-
buchsen können die Betriebsarten der Rechner entweder in Ver-
bindung mit den Betriebsartentasten des jeweil.gen Bedienteils
oder unabhängig von diesen gesteuert werden. Damit ist die
Programmierung automatischer Ablaufsteuerungen möglich. Fs
kann dabei der eingebaute Zeitgeber mit einbezogen werden oder
eine völlige Externsteuerung (z.B. über den Dizitalzusatz DEX
100 Z) erfolgen,
Soll der Rechner ausschließlich über die Steue*buchsen von
extern gesteuert werden, so darf keine der Tasten des Bedien-
teils gedrückt sein. Es übernimmt dann die St2uerbuchse R
ganz die Funktion der Rechentasten "Dauerrechnen", 'Repet.
Rechnen" und "1x Rechnen’, die Buchse H die Funktion der
Taste "Halt" und die Buchse P die Funktion der Taste "Pause".
Alle Buchsen sprechen auf Relaiserde- (Steuererde-) Signale an,
(Relaiserde liegt an allen schwarzen Buchsen im senkrecht
oder schräg schraffiertem Feld. Die Steuersig ıaldauer sollte
in jedem Fall ca. 10 ms betragen, damit die telaissteuerung
sicher anspricht (z.B. Erregung von Selbsthaltekreisen). Im ein-
zelnen wirken die Steuerbuchsen wie folgt:
Damit ein Steuersignal auf die Buchse R wirksam wird, darf
keine Taste des Bedienfeldes gedrückt sein.
Durch Anlegen eines Relaiserdeimpulses von ca. 10 ms Dauer
spricht ein Selbsthaltekreis an, der den Rechner in Abhängig-
keit von der Stellung des Drehschalters S 8 beim RAT 700 bzw.
S 10 beim RAT 740 und RA 741 in die Betriebsart 1x Rechnen
oder Dauerrechnen bringt; und zwar in
Fall a) 1x Rechnen
beim RAT 700 in den Schalterstellungen ''0,1s; 1 s"
und gestecktem Repetierstecker;
beim RAT 740/RA 741 in den Schalterstellungen
"X 0,1; X 1; X 10"
Steuerbuchse H
Die Rechenzeit richtet sich dabei nach der Einstellung
des Zeitgebers.
Fall b) Dauerrechnen
not
beim RAT 700 in der Schalterstellung '." oder "0,1 s"
bzw. "1 s' und kein Repetierstecker;
beim RAT 740/RA 741 in der Schalterstellung "N".
"Vy
Zur Kontrolle leuchtet die Lampe der Betriebsartentaste
Rechnen" über die gesamte Rechenzeit auf (auch dann. wenn
während der Rechenzeit über die H-Buchse eine Haltezeit pro-
grammiert wird).
Wird auf R Relaiserde-Dauersignal gegeben, so stört dies den
Steuerablauf nicht (s.u.).
Ein Steuersignal auf die H-Buchse ist gegenüber einem Signal
auf die R-Buchse immer dominant.
Durch Anlegen von Relaiserde an die Steuerbuchse H geht der
Rechner in Halt (sofern er vorher in Rechnen und nicht in
Pause war). Dieser Zustand bleibt so lange bestehen, wie das
Steuersignal auf H einwirkt, gleichzeitig leuchtet die Lampe
der Betriebsartentaste 'Halt'' auf. Nach Beendigung der Halt-
phase wird die Rechenphase ohne Zeitfehler bis zum Ablauf
der eingestellten Rechenzeit (im Fall a) unter Steuerbuchse R)
fortgesetzt (sofern keine Unterbrechung durch weitere Haltbe-
fehle oder ein Abbruchbefehl über die P-Buchse erfolgt).
Eine häufige Anwendung der Buchse H ist die Haltsteuerung
des Rechners in Abhängigkeit von einem bestimmten Grenzwert
einer Rechengröße. Dazu vergleicht man einen Festwert, der
dem Grenzwert entspricht, mit der Rechnergröße selbst mittels
eines Komparators und schaltet mit diesem Relaiserde auf H
(vergl. Beispiel 1).
N
a
Steuerbuchse P
Beispiel 1
Ein Steuersignal auf die P-Buchse ist gegenüber einem Signal
auf die R- oder H-Buchse immer dominant.
Durch Anlegen eines Relaiserdeimpulses an die P-Buchse geht
der Rechner in Pause. Die Lampe der Betriebsiartentaste
rt
"Pause" leuchtet während der Dauer des Steuersignals zur Kon-
trolle auf. Auch wenn anschließend keine Lamp: mehr leuchtet,
ist der Rechner in Pause. Da durch den Steuerbefehl Pause (P)
die Rechenphase abgebrochen wird, erlischt die Anzeige der
Taste ''1x Rechnen" bei diesem Befehl.
Ein etwa noch gleichzeitiger Haltebefehl auf H wird zwar noch
durch die Lampe der Taste "Halt'' angezeigt, ist aber nicht
mehr wirksam.
Wird auf die Buchse R Dauersignal gegeben, so wirken die
Steuersignale H und P in der angegebenen Weise. Es wird aber
unmittelbar nach Wegnahme des Steuerbefehls son der Buchse P
ein neuer Rechenzyklus gestartet, sofern auf der H-Buchse kein
Steuersignal mehr anliegt. Ist auch H noch beschaltet, so startet
der neue Rechenzyklus erst,nachdem auch H w eder freigeschal-
tet ist.
Nachfolgend seien einige Beispiele von Steuerbefehlskombinationen
und die jeweils zugehörigen Steuerzustände des Rechners aufge-
führt.
Haltsteuerung des Rechners in Abhängigkeit von einer Rechen-
größe X. Der Rechner soll in Halt gehen für X = + 0,8. Dazu
vergleicht man die Größe X mit dem konstanten Wert - 0,8 über
einen Komparator, der beim Erreichen des Wertes X = + 0,8
Relaiserde auf die H-Buchse schaltet (Bild 1).
X(t)
1 +
+08 + —-—- - --- —---— =
Pouse ian Halt = et
t
4
Bild 1: Haltsteuerung in Abhängigkeit einer Rechengroße X.
Beispiel 2 Gewählte Betriebsart: 1x Rechnen, eingestellte Recher zeit Tp:
Haltbefehle von extern nach Bild 2. Die Folge der Steuerzu-
stände in Abhängigkeit der Haltbefehle zeigt ebenfalls Bild 2.
Steuerbefehl H
R
«de 4 NM ie
frei rT |
I | rl I
rt P—TRı — ER — KTR3 ~ TR, en
H + ‘
| —t
I
Steuerzustand
des Rechners
Pause t_ . pause‘
Rechenstart uber “1x Rechnen” Rechenende
durch Zeitgeber
Die Rechenzeit ist: TR = Tr + Tro + Tp3 + Tr 4
Bild 2: Externe Haltsteuerbefehle bei ''l x Rechnen"
Beispiel 3 Gewahlte Betriebsart: Dauerrechnen. Externe Haltbefehle
und Pausenbefehle nach Bild 3.
Steuer beteht He vet
frei ’ 1 t
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Steuerbetehl P { { I |
Rel.E.t | ) \
frei | 1 | L fl
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\ | \ |
| N |
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Steuerzustond ri i ! I
des Rech
as Rechners at l |
Py Pause Pouse —t
< t Rechenstort über ” Daverrechnen”
Bild 3: Externe Haltsteuerbefehle und Pausenbefehl bei
Dauerrechnen
[3
En
en
N
Beispiel 4
Beispiel 5
Externe Steuerbefehlsfolge für R, Hund P bei S 8 in Stellung
"1s" bzw. 5 10 in Stellung "X 1" und eingestellte Rechenzeit
Tr (also Fall a) ). Steuerungsablauf siehe Bild 4.
Steuerbefei RO pe ec fl
fret Ä nt
Steuerbefehl H {
Rel ET | n mn
frei + f =
\ N Ä |
teuerbefehl P | | wirkungslos
Steverbete Rete. | if 9
ı at
frei + 4 + 4 “=
) i | | |
| | |
Steuerzustand rt HR be TR? -| be TR3 —
des Rechners nt i j l j
Pouse t . Pouse —t
WA Rechenverstörker Rechenende
& R- Buchse durch Zeitgeber
<
Die Rechenzeit ist: In = Thy + Tro + Tanz
Bild 2: Externe Haltsteuerbefehle bei "1x Rechren"
Der Pausen-Steuerbcfehl bleibt wirkungslos, dé er erst nach
Ablauf der eingestellten Rechenzeit TR gegeben wird.
Externe Steuerbefehlsfolge für R, Hund P bei $ 8 in Stellung
"," bzw. S 10 in Stellung ''N" (also Fall b) ), Steuerbefehls-
ablauf siehe Bild 5.
Steuerbefehl R
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pot-frei } mn ¥ | —-t
j | | |
Steuerbefehl H | |
pot-frei + r t N
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Steuerbefehl P R | n | fl n
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a a | | I oh ı
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Steverzustond re | J
des Rechners |
H+
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x P
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Bild 5: Externe Steuerbefehlfolge