Systemanalyse und Reglerentwurf am Beispiel einer elektromagnetischen Aufhängung
| INSTITUT FÜR MESS- UND REGELUNGSTECHNIK
MIT MASCHINENLABORATORIUM
UNIVERSITÄT (TH) KARLSRUHE
| PROF. DR.-ING. F. MESCH 75 KARLSRUHE, POSTFACH 638 1],5,1979
RICHARD-WILLSTATTER-ALLEE
FERNRUF: (0721) 6082325
| Studienarbeit
| x für Herrn cand. mach. Volker Hornung
: Systemanalyse und Reglerentwurf am Beispiel einer elektromagnetischen
: Aufhängung.
| Ergänzung zum Versuch "Analogrechner II" des Regelungstechnischen
Praktikums
Eine der möglichen Vorgehensweisen bei der Untersuchung dynamischer Systeme
ist es, ausgehend von den technischen Gegebenheiten, ein physikalisches
Modell zu entwickeln und dieses in Form von Differential- oder Integral-
gleichungen mathematisch zu formulieren. Diese Art der Systemidentifikation
bietet gegenüber anderen Verfahren den Vorteil der Allgemeinheit und
| Felxibilität und kommt weitgehend ohne Experimente aus. Die Möglichkeit,
derartige Untersuchungen bereits im Planungsstadium technischer Anlagen
durchführen zu können, wiegt die gegenüber experimentellen Verfahren im
allgemeinen geringere Genauigkeit bei weitem auf.
Die Behandlung der mathematischen Modelle ist oft recht schwierig, und eine
explizite Lösung kann nur in einfachen Fällen angegeben werden. Um die Aus-
sagekraft einer theoretischen Systemanalyse voll nutzen zu können, ist da-
her der Einsatz elektronischer Rechner notwendig.
Im Rahmen des regelungstechnischen Praktikums sollen den Teilnehmern an
zwei Versuchsnachmittagen die Grundlagen der Analogrechentechnik vermittelt
werden. Der Versuch "Analogrechner I" soll die Fragen der Verstärkerbeschal-
tung und der Normierung klären. Hierauf aufbauend sollen im Versuch "Analog-
rechner II" die Einsatzmöglichkeiten des Rechners am Beispiel eines Regler-
entwurfs dargestellt werden.
Als Strecke wird eine magnetische Aufhängung betrachtet. Die Bewegungs-
gleichung dieses nichtlinearen und instabilen Systems wird in der bisherigen
Fassung der Versuchsbeschreibung vorgegeben. Diese Gleichung wird um einen
gegebenen Betriebspunkt linearisiert. Die resultierende Übertragungsfunktion
ist Ausgangspunkt eines Reglerentwurfs mit Hilfe des Wurzelortskurvenverfah-
rens. Das sich ergebende lineare Gesamtsystem wird am Analogrechner simuliert.
-2-
Die angestrebte Neufassung des Versuchs soll ein vorhandenes Modell
einer magnetischen Aufhängung mit einbeziehen. Hierzu ist die Abhängig-
keit der auf den Schwebekörper wirkenden Kraft vom Abstand des Körpers
vom Magneten sowie vom Strom, der durch die Magnetspule fließt, experi-
mentell zu ermitteln. Außerdem ist die Kennlinie der optischen Einrich-
tung zur Abstandsmessung zu ermitteln. Auf der Grundlage dieser Messungen
ist der Reglerentwurf zu überarbeiten.
Es soll geprüft werden, ob es didaktisch sinnvoll ist, bei der Simulation
des Systems die nichtlinearen Elemente mit einzubeziehen.
Der überarbeitete Versuch soll folgende Punkte umfassen:
1. Systemanalyse unter Berücksichtigung der gemessenen Kennlinien;
2. Reglerentwurf für das linearisierte System mit Hilfe des Wurzelorts-
kurvenverfahrens;
3. Simulation des Gesamtsystems am Analogrechner;
4. Regelung der vorhandenen magnetischen Aufhängung mit Hilfe des am
Analogrechner programmierten Reglers;
5. Vergleich von Simulation und Modellaufbau.
Ziel der Studienarbeit ist die Ausarbeitung einer Versuchsanleitung, die
Erstellung sämtlicher Unterlagen zur Versuchsdurchführung und die Anpas-
sung des Modellaufbaus an die Erfordernisse des Praktikums.
Bearbeitungszeit: 6 Monate
Betreuer: Dipl.-Ing. H. Braun
Ausgabe der Arbeit: 1.5.1979
Abgabe der Arbeit: A. fF: f0
IT dv
(Prof. Dr.-Ing. F. Mesch)
Systemanalyse und RKeglerentwurf am Beispiel einer elektro-
magnetischen Aufhängung .
N DB M m MD
NI er BD ES
EBEN, ta FG ak NE
. .
B ts.
IN RODS
We abt
NM M N
Soe eS ABS NN) DD
.
fos
\n
WW IN IN N hm m
.
SAUER
N MO >
Anhang
Systemanalyse
Systemanalyse am Beispiel einer elektromagnetischen
Aufhangung
Teilsysteme des Regelkreises
Meßsysten
Regler
Steuerung der magnetischen Feldstärke
Blockschaltbild des Regelkreises
Übertragungsfunktion des offenen Kreises
keglerentwurf
Stabilitätsuntersuchung anhand aes Hurwitz-Kriteriuns
Zeichnen der Wurzelortskurve
Wurzelortskurvendiskussion
Einstellmöglichkeiten an der Versuchseinrichtung
PID-Regler
PD-Regler
Parameterempfindlichkeit
Simulation auf dem Analogrechner
Schaltungsentwurf
Strecke
Verzögerungsglied
Lichtschrankensystem , Soll-Istwertvergleich , Trennver-
stärker
kegler
AR-Schaltung
Kopplung der Teilsysteme
Beispiel
Schaltungsbeschreibung , Schaltplan , Stückliste
Literatur
Überarbeiteter Versuch "Analogrechnen II" mit Versuchs-
anleitung
1. Systemanalyse
Die mathematische Beschreibung eines technischen Systems ist
prinzipiell anhand einer theoretischen Herleitung aus physi-
Kalischen Grundgesetzen moglich . Aus der Geometrie , physi-
kalischen Zusammenhängen und Stoffkonstanten lassen sich die
zugehörigen Parameter bestimmen .
Eine exakte mathematische Beschreibung erfordert jedoch bis-
weilen einen sehr hohen Aufwand , so daß eine experimentelle
Systemidentifikation von Vorteil sein kann . Dabei wird aus
Messungen auf die Systemgleichungen rückgeschlossen , was je-
doch bei komplizierteren , wie nichtlinearen oder instabilen ,
Systemen schwierig wird
Bei stark nichtlinearen Systemen können die Linearität vor-
aussetzenden Verfahren nicht mehr angewendet werden , und
es muk überlegt werden , ob eine Linearisierung statthaft ist.
Instabile Systeme sind schwer zu behandeln , da sie keine
stabile Lage besitzen und das Verhalten ohne Kkegelung nicht
zu kontrollieren ist . 5
In der Praxis geht man oft von einer vereinfachten theoreti-
schen Herleitung aus und nimmt anschließend die Kennlinien
des Systems auf . Dies führt zur Bestimmung der Parameter
und zur Feststellung des Gültigkeitsbereiches der angenommenen
physikalischen Gesetzmäßigkeiten [4 | R
a i a a i i a a i a i a . i a a a ae ae ee Se ee ee
Am Beispiel der in Abb.1 dargestellten magnetischen Auf-
hängung soll nun eine Systemanalyse durchgeführt werden =
Bekanntestes Beispiel für die Verwendung magnetischer Auf-
hängungen sind Schwebefahrzeuge wie beispielsweise der
Transrapid der Firma Krauss-lWaffei .
Zudem werden bei höchsten Drehzahlen oder bei extremen An-
sprüchen an geringe Lagerreibung magnetische Lager benutzt .
Diesen entspricht die in Versuch 9 des Regelungstechnischen
Praktikums [2] zu behandelnde magnetische Aufhängung , die
folgendermaßen realisiert wird .
oe !
| =
Abb. 1 Magnetische Aufhängung
In einem stromgesteurten Magnetfeld befindet sich ein frei
schwebender Anker , dessen Abstand vom Magneten ein Licht-
Schrankensystem mißt . Dieses gibt eine dem Abstand ent-
Sprechende Spannung weiter , die mit einem wählbaren Soll-
wert verglichen wird . Ein nachgeschalteter PID-Regler
steuert mittels dieser Information einen Spannungs-Stron-
Wandler an , der seinerseits der Magnetspule einen das
Magnetfeld bestimmenden Strom aufprägt (Abb.2)
Bine wögliche Rückwirkung des Ankers auf die Spuleninduktivi-
tat bei verschiedenen Abständen bleibt im folgenden zu beachten
A Spannungs - x
Regler |}———s Strom - et Sttecke 7 ——e
= Wandler
A
N
Abb. 2 LS -System Is
Die vom ilagneten auf den Anker der Masse m in Bild 1 ausge-
übte Kraft ist allgemein proportional der Änderung der
Bagnetischen Energie dw aq
A ce m
dre ax
mit R magnetischer Widerstand des magnetischen Kreises ,
Sei Annahme einer linearen Magnetisierungskennlinie des
Bisens . Bei Vernachlässigung des magnetischen Widerstandes
im Eisen und unter Voraussetzung eines homogenen Magnet-
2
feldes ist Rx , woraus di
mh Bie 65
2
folgt .
Da die Berechnüng der Feldverteilung wegen der komplizierten
geometrischen Verhältnisse mit sehr großem Aufwand verbunden
wäre , wurde das reale Verhalten untersucht . Zur Bestimmung
des realen Verhaltens wurde die Gleichgewichtslage x in Ab-
hängigkeit vom eingeprägten Strom i und dem Ankergewicht mg
gemessen . Trägt man den Strom über aem Abstand bei konstan-
tem Gewicht und Form für einen bestimmten Fall auf , So er-
gibt sich folgender Graph.
=
a
A
1,8-
1,4-
0,67
0,2-
=,
axe
mm
ee 2 6 el:
Es wird erkennbar , daß der Kurvenverlauf durch eine Gerade
annähernd wiedergegeben werden kann , die die Ordinate in
i = 0.27 A schneidet . Bisher wurde nicht berücksichtigt ,
daß die Lage des Polschwerpunkts des Magneten unbekannt ist .
Führt man eine Verschiebungskonstante x, ein , so folgt
a = (x + x) ‚ was dem realen Kurvenverlauf entspricht .
Abweichungen von der Geraden können auf unregelmäßige Feld-
geometrie , Sättigung des Ankers und Gegeninduktivitat zurück-
geführt werden . Es gilt nun zu untersuchen , wie sich obiger
Zusammenhang auf das Kraft-Weg-Verhalten auswirkt .
ne
Bildet man mit den Versuchsgrößen den Quotienten > und tragt
x
diesen iiber dem Abstand auf , dann entspricht die gewonnene
Kennlinie konstanter Kraft nur für x> 7.5mm der nach dem physi-
vom
cit
kalischen Modell erwarteten Weagrechten mit dem Abstand
Ursprung ( Abb.4) .
0,057
0,02-
0,01-
Damit ergäbe sich für 7.5mm <x<w das Kraft-Weg-Gesetz
IE 2
f= ¢ > 0267 SNe. 4
ao 2 (A)
Da eine Sollage x_ > 10 mm in verbindung mit dem noch zu
behandelnden Tichtschrankensystem für den Praktikunsteil-
nehmer sehr anschaulich ist , bietet ( 1 ) eine genügende
Näherung an das reale Verhalten des Systems . Damit wird
die Bewegungsgleichung
eyes
.. c x
mx(t) = mg - on 2)
x(t)
Sie soll im Versuch zur Simulation am Analogrechner ver-
wendet werden , um die Möglichkeit des Simulierens auch
nichtlinearer Systeme und deren Behandlung am Analog-
rechner aufzuzeigen .
y
Um später einen Reglerentwurf anhand des Wurzelortskurvenver-
fahrens durchführen zu können , muß zunächst eine Linearisie-
Tung vorgenommen werden .
Nach Linearisierung um die Sollage Xo mit
si GSE oct io + act), ares (CG) <= X, + x,(t)
ergibt sich
ic i ic
mi, (t) = mg - CS - 20 $i,(t) + 20 = x, (4)
ES *s *s
ie
In der Sollage gilt mg = C 5
; x
S
Damit läßt sich Is eliminieren , und man erhält die Differenti-
algleichung für kleine Abweichungen um die Sollage
Hit io = ae x6 wird
E ak = in ig
mx, (t) = mg - Ca = = ae i, (t) + aun x, (t)
‘S) S Ss
zu
er ee
eier 4 P= ul
und es folgt
aes |<
a x,(t) ¥ x, (t) =< Vine i,(t) : (3)
Bemerkenswert ist ‚„ daß der homogene Teil der Differential-
@leichung nicht von m abhängt .
Aus Gleichung (3) ergibt sich durch Laplacetransformation
x 1
+ = p°X, (p) + X,(p) = je I,(p)
ie Übertragungsfunktion der Strecke zu
C
ae.) ieee SE. _S (4)
L,(p) e258 ee de wu-m
eg
oO
2 : C
mit Ko = \o-
—
aT = |
a \2e .
Die Strecke hat die Form von Gleichung (10) des Versuchs und
ist instabil .
ae -- ee - 2 - ee -- oo
Um einen stabilen Schwebezustand zu erreichen „ sind folgende
leilsysteme erforderlich
1.2.1 MeBsystem
Das ileßsystem , bestehend aus Strahler , optischem System und
Fototransistor , dient der Erfassung des Abstandes zwischen
Magnet und Anker .
Sn =
Ocxq«
®
qe aA & ev
oO we)
ty
¥y UIST LJ
V
Lampe
ET Linse Blende mit Spiegel
Abb. 5
Das Licht der von einer stabilisierten Stromquelle versorgten
Lampe wird nittels eines Hohlspiegels durch eine Blende ge-
Schickt , die eine Beeinflussung der Ausleuchtung gestattet .
Durch eine Saumellinse wird das einfallende Licht auf den Fo-
totransistor fokusiert , der eine im Idealfall dem Abstand pro-
portionale Spannung Urgm liefert.
Wegen des unsymmetrischen Aufbaus des Magnet-Ankersystems una
Zur Erfassung der kandbedingungen wurde eine empirische Ermitt-
dung der Kennlinie des MeBsystems vorgenommen , die zu folgen-
Ger Darstellung führt
10
UIST
Vv
D-
n
—
oO
—_
>
—
co
2
3
Demnach kann in einem Bereich von 20 mu die Kennlinie als li-
nV
near mit einer Steigung von 143 ae angenommen werden , d-h.
Sg MV. 2 ;
Grs(P) = Kis = 153 ms 3 O<x < 20 am 5 (5)
Bs wurde in diesem Falle ein optisches MeSisystem verwendet ,
da es aufgrund seines einfachen Aufbaus besonders anschaulich
und leicht zu erfassen ist . Der Strahlengang mul allerdings
Stets freigehalten werden , da der nachgeschaltete kegler auf
kleine Störungen heftig reagieren kann . Während des Betriebs
tritt mitunter eine leichte Störwelligkeit auf , was auf den
Sußeren Lichteinfluß der Kaumpeleuchtung zurückzuführen ist
wer: 2 Regler
Die Schaltung wurde aus der Bauanleitung einer Zeitschrift
pentwickelt = = Sie wies ursprünglich unvefriediıgende Regel-
eigenschaften sowie starke Kopplungen zwischen Ein- und Aus-
Zangsgrößen auf . Zudem war keine getrennte Einstellung des
P- , I- und D-Anteils wöglich . Zu diesem Zweck wurde eine
Parallelschaltung von gegengekoppelten Cperationsverstarkern
zit hohen Eingangswiderständen una entsprechendem Ausgangsver—
Stärker vorgesehen .
RS NK
{ok} = R22
5 2 Tor}
2
C2
IC2 pa BY. A
5 ee ty IC4
ie 1M = ZA <6 mA SG
+ | . a + 4
7 r P9
poe R26
P10 er Lok)
= 20k
R23
zus kT}
af
+ | d = Abb. 7
KN
Mit Bar k-Po und P, = (1 - K)Po wird der I-Anteil zu
9
4 k R
Gz(p) RER BO 6 = - Po BR,
er eee Seed ec ea KIT
26
ı R 26
PS
ge Abb. 8
Nach Abb. 8 kann
P
Sep ss SR
Ge) = pH
4roP Fo6
geschrieben werden .
Der D-Anteil ergibt sich zu
Gp(p) = - T+ CzB.D Ba, .
12
Zur Entkopplung verfügt der PID-Regler über einen Eingangstrenn-
verstärker mit
Gr =.2.055 (Pig -105500): .
Die Übertragungsfunktion der Istwerteingabe folgt nach Abb. 7
unter Annahue eines unendlich hohen Eingangswiderstandes des
Trennverstarkers nach längerer Rechnung aus
ies Upp(1 = ky) Ry ee
Be Eee :
4 4 1
Bei der gewählten Einstellung liegt eine Verstärkung von
(es
En ae = Kıgm = 0.75 vor
Dabei wurde Rz ; RK? P, angenommen und ein nichtlineares Ver-
halten der Sollwerteingabe in Kauf genommen .
Da der kegler auch als reiner Pli-kegler Verwendung finden soll ,
wird die Schaltung nach Abb. 8 verwendet . Die daraus resultie-
“ rende leichte Kriimmung der Kennlinie wurde wegen des geringen
Aufwandes hingenommen .
Damit lautet die Übertragungsfunktion
I BS
Ge ne “pt no )
Kp(1 + T240) 1 + T,4P)
p(1 + Typ)
mit Kp = 0 + 1000
_4
Ky = 0O+ 100s
Ky = 0O+ 100 s
T, = le. Seas
13
1.2.5 Steuerung der magnetischen Feldstarke
Der Spannungs-Stromwandler soll möglichst verzögerungsfrei die
vom kegler aufgegebene Spannung Uc in den kegelstrom i umsetzen
Um einen möglichst großen Strom zu
ermöglichen , werden zwei Leistungs-
transistoren von einem Darlington-
Transistor getrieben , den der Rheg-
ler ansteuert . Da an den Transisto-
ren Spannungsabfälle von ungefähr
sw w 0.7 V je Stufe auftreten , ergibt
sich folgende Gleichung
Ug 5 a Ug 2.1V Ug
R + Lp R + Lp k + Lp R + Lp
ae
=
ll
|
4
li
konst.
Ikonst. Wird durch die Rückführung ausgeregelt , so daß gilt
us -
ee ,
K+. Lp
woraus die Ubertragungsfunktion mit
K
= eo und K = 0.182 N7
p 1 + Tp
4
R 1,
+
S R + Ip 4
SO
folgt .
Zur Uberpriifung der auftretenden Gegeninduktivitat durch Anna-
hern des Ankers an den Magneten wurde die Sprungantwort dieses
Teilsystems gemessen , woraus sich mit L = RT für 4 mn<sx <@
Induktivitaten von L = 1.61 + 1.67 H ergaben . Daraus folgt
keine beachtliche Abhängigkeit vom Abstand „ so daß L = const =
= 1.64 H angenommen werden darf , wodurch eine Rückwirkung be-
züglich des Spannungs-Stromkonverters ausgeschlossen wird ..
Diese Konstante bewirkt jedoch ein starkes Verzögerungsverhal-
ten des Wandlers mit einer Zeitkonstanten von
T= = = ai = 300 ms 3
Deshalb wird eine Kaskadenregelung vorgesehen , die die Verzö-
gerung vermindert .
Bias
Abb. 10
Der Hilfsregler ist als P-Regler ausgelegt una liefert die mas-
Sebezogene , dem Strom i proportionale Spannung U, - Um eine
direkte Beeinflussung der Rückführung zu ermöglichen , wurde
der Regler im Rückwärtszweig vorgesehen . Seine Übertragungs-
Funktion lautet
wi Bin = 200 -.
Somit besitzt der derwaßen realisierte Hilfsregelkreis eine
Zeitkonstante von nur Sıs:
K
: G sen nei 2
GggwlP) = ae oe 5
et G-64% 1 + 7+ Ip Gap + KG... + Tp
een K. = 0.001497"
7 + Roy, Ky W :
= : = mit (7)
a m Ein
1.3__Blockschaltbild_des_Regelkreises
R
2a Gen Us
¥ i
7 Gp -. = Gy Gs —
“LS UST u
Gist
Gur ft
x
Gis
Abb.11
15
ce —- - = __VE = - - - - —- ee ee
1.4 Übertragungsfunktion des offenen Kreises
Aus 1.3 folgt für den offenen Kreis
Gy
(iste ne ae
R
er G-GyR
GP)
Gonpetsfron
und
Gp) Ky Rs
G
R74 Tp 1+ TC - Tp) eetien
Mit (6) erhält man
K (1 + Te,p)(1 + Trop)
G.(p) = — Kok
= + DA dat) ad 50
Hiermit wird die Behandlung des Regelkreises und die Auslegung
des Reglers anhand des WOK-Verfahrens möglich .
16
2, Reglerentwurf
Im Praktikum soll die Simulation und Regelung des unter 1.
@nalysierten instabilen , nichtlinearen Systems am Analog-
Fechner durchgeführt werden . Bisher wurde dazu ein PD-Reg-
ler verwendet , jedoch wäre , um stationäre Genauigkeit zu
erreichen , ein PID-Regler wünschenswert . Mögliche Regler
höherer Ordnung wurden nicht in Betracht gezogen , da der
Versuch nicht zu kompliziert werden durfte und die Vorberei-
Eungszeit einen Nachmittag nicht überschreiten sollte .
In der Versuchsanleitung werden zunächst theoretische Kennt-
nisse über das Stabilitätskriterium von Hurwitz und das Wur-
Zelortsverfahren vermittelt und anhand eines auf das vorlie-
gende System abgestimmten Beispiels demonstriert . Dies soll
in der Versuchsvorbereitung nachvollzogen und am Beispiel ei-
ner Nullstellenverlegung durchgeführt werden . Dabei soll der
Einfluß der Nullstellen auf den Verlauf der WOK aufgezeigt
“erden [3] .
-
i ne ee ea a a a -Z_... ee ee errr wrens eee
Am Beispiel der folgenden Stabilitätsuntersuchung wird im Prak-
Gikum die Möglichkeit aufgewiesen , mittels der aus der Systen-
analyse gewonnenen Übertragungsfunktion des offenen Kreises
Stabilitätsbedingungen für den geschlossenen Kreis zu erhalten .
Die charakteristische Gleichung des geschlossenen Kreises lau-
tet mit (8) und Gleichung (9) der Versuchsanleitung
-Krk,(1 - 1T77P)01 + TpoP)
ep) +1: = Pe SOs;
: p(1 + Typ)(1 + Tp)(1- fp) (1 + Bp)
> Ty > oe :
Es liegt ein System 5. Ordnung vor . Da die Kompensation der
größten Zeitkonstante ratsam erscheint , erhält man mit T24=T
ein System 4. Ordnung
EX Karl + DB)
(pP) +1 = ee we Ae ee
pCi + 9p) (1+ Tp) = tp)
oder
4 3 =
Vi : v = u mung) v 9)
a] az ao a4 ay
Das Hurwitz-Kriterium für n = 4 lautet
- A
a, > 0 (10)
: Boe 4
a„a, + B85 - 31958 < Oo (11)
Aus .(10) folgt‘, daß
KK
okp 2:30
und Ka sein muß .
Aus (11) folgt
Cre 2
Bes Kens, + Kp (Kgaz - Tp28583Kq - 2a,K S Teo) + a, + 8982 < 0 (12)
u L “y J L =F J
A B GC
2
Damit Kr reell bleibt , muß gelten : B’ - 4AC >? O „ woraus sich
ein Zeitbereich Tao? ut = ergibt , für den K
R2,krit. R reell ist .
M@eahit man daraus ein Tro ‚so erhält man aus (12) die kritischen
im min,max °
Beispiel
108.7 ; 0.009577 7
27.4 ms
ge
Er .K oie
SB is*ist - 1 =
a.) -0.009577 3 aS Ki + Trop)
D =
4 (1 - 27.4msp)(1 + 8msp)(1 + 12.5msp)p
18
4
- -3
-3495 K,T..(Tp5 + Pp) 8
G_(p) = =
€ (36.55! - p)(1258”! + p)(80s”! + p)p
2
_ 99 3 > Se Em
a, = 2740 ms A = 0.251 ms ae Tro
2 2 5 me A,
az = 462 ms B = 2041 Z us 83 7 us Tro
a5 = 6.9 ms C = 5926 ms?
Bo - 4Ac > 0:
S81ms° TE_ - 3.388 10’ms! TL, + 4.167 107ms® >
R2 R2
Prog =2562.8 mS ;
dishes
Ppp an Ro 7 “Rea
Gewahlt wird TR» = 1s
Daraus folgt für Kp min ,max :
2
A = 251 300 2 ms?
A 2 reg
= i Kr min = 112.48 = Ss
B = -80 949 Zz ms
3 K 2209/64 A
= 5 926 ms k max 3 m
ür p = jw lassen sich nun mit Hilfe eines Koeffizientenver-
eichs aus (9) die kritischen Kreisfrequenzen bestimmen .
23,0 aa @)
a
4
aes as
= KokpTpo = 1 3
Wm a -1
Bin 0.0772 Sense 12298
= = -1
19
ee ce na ae = 2. = - -.„—< oo ee
Das Aufzeichnen der WOK von Abb. 12 fur
_1 =
-3495-K,(1s + p) s
= a =
Be — pyGeos a) me
2
Gere
k = 3495 Kp
erfolgt in der Versuchsanleitung in einzelnen Schritten mit
Hilfe der Regeln eines Anhangs . Hier wurde der Verlauf der
Wurzelortskurve in den folgenden Darstellungen anhand des
WOK-Berechnungsprogramms "Root Locus V" von Raymond H. Ash
berechnet und geplottet
|
* —
33 =
22 -
By
4 -
5 -
3 83
a X
2 -
T T T T qT T T T T - T T 1 T T T T
-55 -47 -39 -31 -23 -15 -? i 3g
REAL
Abb.12
20
e.3__Wurzelortskurven-Diskussion
Um dem Praktikumsteilnehmer einen Einblick in die Möglichkei-
ten eines Reglerentwurfs anhand des WOK-Verfahrens zu ermög-
lichen , wird eine WOK-Diskussion durchgeführt , die im fol-
genden erläutert werden soll .
Mit Hilfe des WOK-Programms läßt sich die Verstärkung an jeder
beliebigen Stelle der WOK berechnen „.was später in Verbindung
zit der Simulation des Systems auf dem Analogrechner zur schnel-
len Ermittlung der kritischen Reglerparameter führt .
Anhand der Reglerverstärkung läßt sich nun das Verhalten der
geregelten Strecke diskutieren . Das Bestreben liegt darin ,
sie möglichst schnell und stabil zu machen , d.h. zwei dominan-
te Pole auf der Winkelhalbierenden mit großem Abstand zur ima-
ginären Achse wären ideal . Betrachtet man hierzu die nötige
Verstärkung , so erhält man jedoch einen zusätzlichen Pol auf
der reellen Achse „ der von -80 so gegen den Ursprung strebt .
Wird aber die Verstärkung verringert , so rücken die dominanten
Pole zu nahe an die imaginäre Achse .
Durch weiteres Annähern der ursprungnahen Nullstelle läßt sich
@in Verschieben der WOK-Aste nach links (Abb.13/14) erreichen ,
Sedoch vermindert dies den I-Anteil der geregelten Strecke .
ieses Verhalten kann man umgehen , indem man auf eine Kompen-
ation verzichtet und beide Nullstellen gegen den Ursprung
hiebt (Abb.15/16) . Die WOK-Äste wandern stärker nach links
jedoch rückt weiterhin ein Pol gegen den Ursprung . Damit nur
dieser Pol maßgebend wird „ können die WOK-Aste soweit nach
inks verschoben werden , bis der Regelkreis bei entsprechender
erstärkung nahezu reines VZ1-Verhalten aufweist (Abb.17 + 49) %
das WOK-Programm einen beschränkten Darstellungsbereich be-
itzt , wurden in Abb.19/20 durch Umnormierung im Verhältnis
: 10 Gesamtdarstellungen der WOK ermöglicht .
22 -
IMAG
104
> ’ y
-55 -47 733 -3i -23 -1% -? 1
REAL
ie i | Abb. 13
(MAG
h
en
4
ty
a
t4
a
u
t
i)
io
i)
6
1
nN
15)
'
uw
U
N
tos
Abb.14
38 4
32 4
IMAG
Abb.15
ts
EBS
ve x
> — >> —t nn.
4
EN
Ete = T r T T Vict. T T T T T
BER j „an =3) -23 =15 -? 1 9
Abb.16
ae naan FE Be : er | ee
= -23 -3) =2 -15 -7 \ 9
£
Abb.17
:
22 5 z
22 -
|
K
®
1
a
N
l
!
CC
Nr
Be ee Abb.18
: T T 1
=55 -47 33 31 -23 15 = ] 3
ya TE “g 3G Ah -2 8 2
REAL
Abb.19
erwendet man statt des PID-Regiers einen PD-Regler so erhält
n folgende Ergebnisse
-KoKp(1 + Typ)
G,(p) =
Cl Tp) (1S= tp) t i + Dep) Uap)
2. Sie
-Kak
G,(P) +1 = zei +1=0
Cis = tpl ne a Dy
ier
KK, -1 + (DET -P.)p + (RT HT T-D T)p* + 2 Tp?
SR ver DD Vv D v-D?P v-p-?
Witz : a, ? O eee ead BG deb erage oe erfullt ; Kr? Kg =
8083 = a48 < O; ergibt
aX
R
KsT,,IpT
Bt den o.g. Werten folgt
Btn) -3492 Kp
Pp = = = es b)
Z (Getss — p)iass" 2s pleat ©?
mit Bee 5: =
kK . m .
it 188t sich die WOK nach Abb. 20 aufzeichnen .
= 0
A
104.42 =
er
em
3-7
ı-
I
€ X Sn
1 -
7 ‘
=34 \
T 7 T T 4 T T
-14 -12 -18 -8 -6 =4 -2 8
hy
Abb.20
Durch Verschieben der Reglernullstelle gegen den Ursprung wan-
dern die WOK-Aste nach links und springen schließlich auf die
linke Seite der Nullstelle (Abb.21 + 23) .
Nun kann bei entsprechender Verstärkung der von Py nach Po
wandernae Pol als dominant betrachtet werden , wobei VZ1-Ver-
Halten vorliegt (Abb.23) .
Abb.24 gibt den Verlauf der WOK bei kleiner werdengem Po an
= a /
|
|
|
te
[7
L
ImaC
Sue za AS ee 8 Abb.21
o Se S NN
3 N 7 T oN NA x x
-34
\] \
-3 3 T T 1 7 T T T T T T T T 7 T rT 1
=a -12 -12 -B -D A 2 @ ve
REAL
Abb.22
38 4
305
227
©
Cc
= 14-7
= cae Se
644
Er aes a
4
-18 T T T T T T T T T T T TS T Tee
-55 -47 -39 -33 -23 -15 -7
REAL
Abb.23
«>
<
a
T 14 T T
1 3
Abb.24
26
re a eae ee en ee ee .._[
Die Versuchseinrichtung verfügt über eine Sollwert- sowie ge-
trennte P- , I- und D-Anteil-Eingaben . Diese ermöglichen ei-
nen direkten Einblick in die Funktionsweise eines PID-Reglers
da die Auswirkungen einer Parameteränderung sofort am Verhal-
ten der Strecke zu verfolgen ist .
2.4.1 PID-Regler
Mit Hilfe der folgenden Umformungen wird eine einfache Bestim-
mung der Reglerparameter möglich .
Es gilt
Kp = Kp(Tp, + Teo) - KT
Kr = Kp (13)
Ky = Eetpitro - Kply
und umgekehrt
Hr
: : Kp + KT A = + ne > ee + Kp?
R:1/2 oe Ras 2) Kr Kp
Rn = RK, :
2.4.2 PD-Regler
Bei Verwendung als PD-Regler wird Ky O und die Übertragungs-
funktion
Knp
oe 26 i ee K = 0.1000
Rye Str SP eT Deren
le :
tr ¢ q+ Typ : Ty = 12.5 ms :
Hier gilt
Kp = Kp
RK, = (fp - Tp)Kp
und
Pes *D at
Ro og: ep
P
et
i a —- - - . ..—_—
Ein Vorteil des Analogrechnens liegt unter anderem in der ein-
fach durchzuführenden Parameteränderung der Differentialglei-
chung eines Systems , was am Beispiel einer Wegänderung kurz
erläutert werden soll .
Ändert man den Abstand des Ankers vom Magneten , so geht dies
in die Bestimmung der Zeitkonstante der instabilen Strecke
nach Gleichung (4) ein : =
S
m „ss
Bei bleibender Reglereinstellung führt dies zu einer Verschie-
bung der Pole und damit zu einer Veränderung des Verlaufs der
Wurzelortskurve . Verwendet man eine Reglereinstellung. nach
Abb.17 , so zieht eine Verkleinerung von Xo eine Verminderung
von T und damit eine Verlagerung des negativen Pols nach sich .
Dieser wandert vom Ursprung weg und bewirkt eine Verlegung der
WOK in die gleiche Richtung (Abb.25) .
IMAG
Abb.25
In Abb.26 ist zu erkennen „ d.ß dies zu einer Stabilisierung
des Systemverhaltens führt
29
3. Simulation auf dem Analogrechner [6 |
Versuch 9 des Regelungstechnischen Praktikums baut auf Versuch
8 auf , der die Grundlagen des Analogrechnens vermittelt .
Ziel des Versuchs soll nun sein , die Anwendungsmoglichkeiten
und Vorteile des Analogrechnens zu zeigen . Deshalb wird am
Beispiel der magnetischen Aufhängung eine Simulation durchge-
führt . Hierbei wird insbesondere auf die Möglichkeit der Simu-
lation auch nichtlinearer Systeme und der Parameteränderung
hingewiesen . Zur Demonstration der Wirklichkeitsnähe einer
AR-Simulation soll schließlich die reale Strecke unter Ver-
wendung des an der simulierten Strecke entworfenen Reglers
geregelt werden .
3.1.1. Strecke
Mit der Amplitudenskalierung
x(t) = A5x5(t) 5 Ap = 200 =
x(t) = Ayx,(t) 5; A, = 0.48
x(t) =Asxo(t) ; A, = 0.045 m
iff) = Bei (te) 2, BS ak
kann Gleichung (2) angeschrieben werden
ae
mx(t)-= mg - C
x(t)
Es wird
ae iota)
Ss
ea
K
= : 3 B°i°(t)
A5xXo(t) se Ke ——) :
222
AG x6 6b)
30
Damit folgt schließlich
i I
a hen
A, x, (t)
Anhand dieser Gleichung kann die Schaltung (Abb.27) gezeichnet
werden . Durch Koeffizientenvergleich mit
ig(t) >
2 ney = ao TE)
werden die Potentiometerwerte
g E KB
AA), Cc ees : Gare = u
04° A, ’ 24410) Ay Ay
+ : —
und intern folgt mit a Ne Skee SOO SS
oe
0
R x ; Anfangsbed.: X99 » 10
4
x(t) - E, x4(t)dt + Xoo
: A
sowie 2 n
A
<]
On 5ke = =
07 A,
3.1.2 Verzögerungsglied
Die Übertragungsfunktion des Spannungs-Strom-Wandlers lautete
Ky : 1
Gosy = 7 > Tp 7 5 Ky = 0.0049 5 I, = 6ms 7
Vv R
Damit ergibt sich die zugehörige Differentialgleichung zu
Kp 1
it) = qe up(t) = mil)
Vv Vv
Mit der Amplitudenskalierung
i(t)
un (t)
>
N
200
Hi) Ed 5
EV
Upotgo lt) ; Uno
41
folgt die skalierte Gleichung
4B
U
Ro :
up.(t) - m = i(t)
Ro ay I] co)
K
: W
Eh)e m
A en
Hiernach entsteht die Schaltung in Abb.27 .
Für die Potentiometer erhält man mit
2
u
Ky Un. Se Kos 0061516
Gr. ck = m =—
05 Ir 1, Io ce = 4 2
Da der reale SSW eine Eingangsverstärkung von V = 100 besitzt ,
wird diese auch hier vorgesehen und
os = 0.0613
Cc =e
Ferner wird
4 ies I, ;
Angek = TT T, u und damit Ag = Oees
Cc
i}
a
3.1.3 Lichtschrankensystem , Soll-Istwertvergleich , Trenn-
verstarker
Diese drei Teilsysteme weisen P-Verhalten auf und können daher
zusammengefaßt mit Hilfe zweier Potentiometer a, , us (Abb.27)
und eines Addierers simuliert werden .
3.1.4 Regler
Es wird ein PID-Regler nach Schaltbild 27 vorgesehen .
4
Man erhalt Gp(P)
Aok
Pp
und G-(p)
Gn(p) folgt aus
10. aooK
Unp (P) + a QUp(p) = D = Up(p) = U,(p)
Dies ergibt
Up(p) 4 : p
10QQ9k
100. ok Bi: O4.)p
ae = >
Gy (p) =
4
Daog
1 +
Gar a
1009
und schließlich wird aus
32
= U]n,(P) ( Gp(P) + G-(p) + 100936 (Pp) ) Ana = Uprp(P)
die Übertragungsfunktion des Reglers
Potentiometereinstellung
Der Regler wird später mit einer Verstärkung von Ve
U
Gp(p) = Uprp 62?
Un, (P)
i
| 201903
O94 Aoak K 59
+ ge pP )
8
rs
1009
Ky Kpp
+ — + ) ?
p Poot. Typ
= 1000
aus
versehen , so daß die Potentiometer folgendermaßen eingestellt
werden :
Kp Kon S ous
Ky AgakVe zus
ao %oz NV aus
Ky ak
09
a
(@)
Th = 7
i]
Kp
le: ER
= (14)
02 AnaRVE zus :
ä = Kp Ooo
03 oa S aus
Ang = 0.01 gewählt
5 Ko = 0.38
93
3.15 AR-Schaltung
34
3.1.6 Kopplung der Teilsysteme
Im Praktikum sollen mit dem gleichen Regelsystem die simulier-
te und die reale Strecke geregelt werden
Abb. 28 veranschaulicht die Beschaltung
V
HES © Ls is Gc Goow nel D reale Strecke
ee a ee YAR
= SistGt,
aS
1 UTr Z
EIN , = RUS nen
IST
PN Te St" aa) mead So a ge es an Ps a a deca nes en ee Ne
10 As s&sT6Tr
Ks
— (15) © 100-Gogy : simulierte Strecke
x Abb. 28
Der SSW der. realen Strecke verfügt über eine Eingangsverstär-
kung von V = 100 . Hinter dem IS-System wird über Oz das
PR 3
gemeinsam mit der Eingangsverstärkung Crisp den Übertragungs-
funktionen von Soll-Istwertvergleich und Trennverstärker ent-
spricht , dem Ak-kegelsystem die Lageinformation zugeführt .
Um einen ausreichenden Regelbereich zu erhalten , wird eine
Reglerverstärkung Cage = 10 vorgesehen .
Bei Regelung der simulierten Strecke wird V im Verzögerungs-
glied berücksichtigt .
As dient der Umsetzung von x. zu der der realen Strecke ent-
6)
sprechenden Spannung .
Für die reale Strecke gilt
!
G =
ARR ISTeTr@pın
und damit
M3C1sneprp,artaus” = 1-4 Com
33
Hieraus folgen‘ Az = 0.154
aus 9
I@>tp arl= 0 + 1
In EIN und AUS müssen , um ohne Regleränderung umschalten zu
können , die Größen identisch sein .
Für EIN gilt demnach
4
70 XoAors"1g7Str = *SisSirspFor
Ee EI
x in NE BIN:
LI
x in V
und man erhalt
G = 0.09225 .
4
Us = 76 Aotıseıstetr
Fur AUS folgt
U
PID
o 200 Gosw 700. “©
10
= GoowUprp r
rl
i, inv
L v j
Io, in ME
fe
|
und
gE KB
u: Ay A,
Die Sollwerteinstellung erfolgt durch die Potentiometer Zag und
Any und es werden - E =
00 Ay
Es ist zu beachten , daß die Differenz Us 7 Urom einer sprung-
haften Anfangsstörung entspricht . Diese darf aufgrund der be-
grenzten Reglerverstarkung nicht beliebig groß gewählt werden .
36
4.1.7 Beispiel
=
i
108.7 8 I Ke = 0.009577 T
14.72 mm
rs
ll
Berechnung der Potentiometerwerte
m
g 9.81 > :
ee ea <0n
2 = 200 =,
Ss
m
A KB 9.81 „2 0.009577-2
Onncar= \r 1022 10°=:0,9427 = 5
we 200%, 0.045
S
Oy, = 0.0943 ,c = 10
AS
ob ee Ree N
dee ie 0.01778; ar = 0.0178 c=4
07 ner el 07 De
Xs
og a ee 0.3272
Die aus der WOK-Betrachtung gewonnenen Reglereinstellungen
sollen im folgenden simuliert werden .
Die Gleichung des offenen Kreises lautet nach (8)
-0.009577% Aa Kp(1 + Te,p)(1 + Trop)
G,(p) =
p(1. + Tp)(1 = Tp)(1 + Tip) + Typ)
oder 4 Ze =
eG) -127590 TpjT.oKp (Try + p) (Tp + py-s
: (36.58 + p)(36.58°' + p)(125s_| + p)(80s° | + p)
= 2
nn Ron :
Für Abb.18,19 (Thy = 33s, Tp = 33ms) erhält man bei Uberschrei-
ten der imaginären Achse die kritische Verstärkung
ER
20.46 100-62 ae K 0.436 10° s
Kerit,min
R krit,min 127590 33s 0.033s
Mit (13) folgt
=
K, = 3.14 8 Goo = 0.00006
Ke= 105,62 und nach (14) Go, = 0.1056
Knee elders Gio, = 0.1023
Damit ergibt sich folgende Tabelle ;
00 0.3272 09 0.0100
0159051055 10 0.3800
02 0.0060 11- 0.0943
03: 20.1023 72.20.0100
04 0.0491 13° 0.1540
05 0.0613 14. 0.9225
06 1.0000 15 0.0923
07 0.0178
08 0.2500
Zum Aufzeichnen der Sprungantworten mittels XY-Schreiber muß
das Regelsystem wegen der Trägheit des Schreibers verlangsamt
werden , was durch Herabsetzen der Potentiometer A„,;»Arc,Ane »
04? 705° "06
%7 og» A112 auf ein Zehntel ihres berechneten Wertes ge-
schieht .
Weitere Einstellungen seien tabellarisch aufgeführt
Abb. 19 12 13 20
Inı 33s 1s 10s =
To 44ms 27.4ms 27.4ms 27.4ms
Kerit,min 9.470 10 0.4 10°s 0.367 10 0.357 10
: 4] 4 =
K, ert pon Se 12ES VIE 10.51s 02
K, ne! ah erin ee 2
Kp 104.62 6,2 105.2 102.11
Ky 21225 1.68s 985 “lease
fen 0.1046 0.1162 0% 1052 O<= 1024
G95 0.006 0.002 0.0002 _
doz 9571023 0.0723 0.0743 0.0744
39
Das im Versuch realisierte Regelsystem setzt sich aus Licht-
schrankensystem , Soll-Istwertvergleich , PID-Regler , Span-
nungs-Stromwandler und Netzteil zusammen .
Das Lichtschrankensysten besteht aus Fototransistor > Sammel-
linse , Reflektor und Lampe , die von einem stabilisierten
Netzteil gespeist wird , das mit Transistor Tg und den Kompo-
nenten Ry 010923 aufgebaut ist . Der Fototransistor Ty wird
ebenfalls von einer stabilisierten Spannunsqguelle gespeist
(B,C, ,D,) . In seinem Emitterzweig liegt das Trimmpotentiome-
ter Py . Der Spannungsabfall an diesem Potentiometer bestimmt
den Abstand zwischen Anker und Magnet .
Als Trennverstärker zur Entkopplung von Soll-Istwertvergleich
und PID-Regelteil dient der Operationsverstärker IC 8 ‚dessen
Verstärkungsfaktor Kor mit Potentiometer Pao eingestellt wird .
Am Bingang werden zwei Spannungen summiert . Zum einen die po-
sitive Spannung von Potentiometer Py und zum anderen die nega-
tive Gleichspannung von Potentiometer Ps , das der Sollwertvor-
gabe dient . Die Summe dieser beiden Spannungen bildet um Kn
verstärkt die Eingangsspannung des PID-Reglers , so daß mittels
des als Summierverstärker beschalteten IC 4 der Transistor T,
angesteuert werden kann . Bei der Schaltung handelt es sich
um eine spannungsgesteuerte Stromquelle , deren Leistungstran-
sistoren Tz und T, den Strom durch den Elektromagneten Tr,
steuern .
Den Rückkopplungszweig des Spannungs-Stromwandlers bilden der
Operationsverstärker IC 5 und die Widerstände Ray
49 sowie
das Trimmpotentiometer Po . Da der dem Strom proportionale
Spannungsabfall an den Widerständen R49 und Ryz nicht masse-
bezogen ist , mußte IC 5 eingefügt werden .
Das Netzteil besteht aus einem Spannungsstabilisator IC 7 und
einem Längstransistor Ts . Um eine symmetrische Versorgungs-
spannung für die Operationsverstärker zu erhalten , wurde an
den nichtinvertierenden Hingarg von IC 6 die halbe Ausgangs-
spannung des Stabilisators IC 7 gelegt . Durch die Gegenkopp-
lung des Operationsverstärkers liegen auch die Emitter der
40
Transistoren T,und Th auf halber Speisespannung . Die Emitter
dieser Transistoren bilden den Massepunkt der Schaltung .
Zur Vermeidung hochfrequenter Schwingungen werden die Konden-
satoren Cy, und Cao sowie die Ausgleichsschaltung durch die
Widerstande Roy» Roc und die Diode De eingesetzt .
Die Potentiometer P51P31Po und Pe wurden aus dem Gehäuse heraus-
seführt und als 10-Gangpotentiometer ausgelegt .
Zwei Steckbuchsen ermöglichen das Umgehen des internen Regel-
systems durch Abgriff der Fototransistorspannung zum einen und
Aufgabe eines externen Regelsignals an Rog Zum anderen .
+1
COO7NI} mu Mi
za [9 zy
Blew
bl
3001
40-79
AQ7/00SZ
59
M007 /AZL
si‘< J >gcge NZ
"7
uool
wo
r/\
x
oO
iva)
id
79
L28
GN
: i |e no}
Suz
ara f
i 2 Gd
|
€9
| 982u
AS /NOOL
Jos yayjou
42
Bauteile
Sicerstande Halbleiter
m1,R24 2k? me BEY 61 = =BRY “G2;
1k5 BPX 62 MEL11 0.2.
#3 DDK T2 BC 547
24 ,R14...17 100k PAIR sor ae N 5059
BS ,R6,R22,R26...28 10k is BC 141
E7 4M [7 BC 161
BS ,k9 470
410,R11 1 AIR D4 4V7/40CmW , Zener
Bie, K13 10 /11VA De 1 N 4002
18 -22/5VA D4 12V/4COmW , Zener
19 - 1k8 D4...7 Si-Diode 3A/40V
0,K21 ATK D3 Si-Diode 1A/12V
4 82k
5 4k8 10s. G8 zus
ate fame 720
Potentiometer
Diverses
„P8 Sk es
10k Wendel LA Birne 12V/ca.100mA
2) 100k Wendel keflektor
Pp , P10 aM Konvexe Linse f=100mm
ek5 TrA zum Magneten umgebauter
PS 25k Wendel Netztransformator
50k ine Netztransformator
2 Sk Wendel C4V/3A
ondensatoren
100u/6V
pe qu
10u
C6 400n
2500u/40V
in
ie 10u/40V
Be 5 sche 10u/30V
3
ttm, AEE TE, Foxton
2 Tr
zt r
Fer am Reg > aD. H a ES
F
[2
f.
ae
=»
a i
} i i
Re) iy :
i re 5 re) NEL BETTEN ELTERN METER ERNEETSTHTNITER o
IR ea : Be
on [Be dee bes
NER
eo ©
dt.
onthe pee
EN ENTER
ER tor tae een ine:
ee at PRESSENENE Pe Era
ken :
Ty, GTETENSHIERRLTETEIE
3
vr i
jon OF = eI
= mer
a Tv
=e 3 Sa
Co A E c+ fe & T2 ER Tk — US R
eats Pe ye tak Bets Sa \k3 Pr | 3
aan
ee | Bee I,
at ee Se EZ
: I bp 4 ala “hs Sees
T f or iL | i=
Tr?" RP : Pa {xe F
. ra ns ae ges
R12
Ä
Auf der Platine und dem Bestückungsplan ist der Trennverstär-
ker (IC 8) nicht vorgesehen , da sich seine Notwendigkeit erst
nach Fertigung der Platine ergeben hat . Bei einem Nachbau
sollte er daher gleich auf der Platine vorgesehen werden .
49
- Literatur
Aas
Blektor, 1/77 : "Schwerkraftabsorber" .
Fritsche, R.: "Analogrechnen II" , Regelungstechnisches
Praktikum , Universität Karlsruhe
Mesch, F.: "Regelungstechnik II" , Vorlesung an der Uni-
versität Karlsruhe .
Föllinger, O.: "Regelungstechnik" , Elitera-Verlag ,
Berlin 33 1972 .
Simonyi, K.: "Theoretische Elektrotechnik" , 6.Auflage ,
VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften , Berlin AGEs,
Heinhold, J./Kulisch, U.: "Analogrechnen" , BI Wissen-
schaftsverlag , Mannheim 1969 .
Lehrstoff
Inhalt
9-1
Analogrechnen II
Regelung einer instabilen Strecke
Stabilitatsuntersuchung nach dem Hurwitz-
Kriterium
Reglerauslegung nach dem Wurzelortsverfahren
Selbständige Simulation auf einem modernen
Analogrechner
Grundlagen
1.1 Stabilitätskriterien
1.1.1 Stabilitatsdefinition
1.1.2 Kriterium von Hurwitz
1.1.3 Beispiel
1.2 Das Wurzelortsverfahren
1.2.1 Definition der Wurzelortskurve
1.2.2 Beispiel
1.2.3 Dominante Pole
4.2.4 Diskussion des Kurvenverlaufs
Regelung einer magnetischen Aufhängung
2.1 Untersuchung der Teilsysteme
2.2 Aufstellen der Übertragungsfunktion
des offenen Kreises
Simulation auf dem Analogrechner
4.1 Schaltungsentwurf
3.2 Messung der Sprungantwort
Versuchsvorbereitung
Versuchsaurchführung und Auswertung
Literatur
Anhang
Einleitung
Der Zweck einer Regelung ist normalerweise der Ausgleich
von Störungen , kann aber auch die Verbesserung des dyna-
mischen Verhaltens sein . Letzteres ist insbesondere bei
instabilen Strecken (z.B. Überkopfpendel, Hubschrauber)
der Fall , die mit einem geeigneten Regler stabilisiert
werden müssen . Im vorliegenden Versuch soll die Regelung
einer instabilen Strecke (magnetische Aufhängung) unter-
sucht und an einem Analogrechner simuliert werden .
1. Grundlagen
Die nächstliegende Frage bei der Auslegung eines Regelkrei-
ses ist die nach der Stabilität . Bei höheren Ansprüchen
wird jedoch häufig nicht nur Stabilität , sondern ein be-
stimmtes dynamisches Verhalten verlangt . In diesem Ab-
schnitt wird daher zunächst ein Stabilitätskriterium behan-
delt ; es folgt das Wurzelortsverfahren , welches die Ana-
lyse des gesamten dynamischen Verhaltens eines Kegelkreises
und in gewissem Umfang auch seine Synthese gestattet .
1.1 Stabilitätskriterien
1.1.1 Stabilitätsdefinition
Im folgenden sollen nur lineare zeitinvariante Systeme be-
trachtet werden , die sich durch folgende Differentialglei-
chung beschreiben lassen
(n)
any(t) Sa ee a,y(t) + ayy (t) + agy(t) = box(t) + b4x(t) +
tones + bent) : (1)
Für die Stabilität oder Instabilität des Systems spielt nur
die homogene Differentialgleichung eine Rolle , da die Sta-
bilität eine Systemeigenschaft ist und damit bei linearen
Systemen unabhängig von den Eingangssignalen x(t) definiert
sein sollte . Als Lösung der homogenen Differentialgleichung
ergibt sich bei einfachen Wurzeln 4; der zugehörigen charak-
teristischen Gleichung eine Sunme von Gliedern der Gestalt
3
Asse : (3)
Man spricht von einfacher Stabilitat , wenn die homogene
Lösung für beliebige Anfangsbedingungen und beliebige Zei-
ten beschränkt bleibt , wenn also lYnom6t)| <” Bi
Dies ergibt bei einfachen Wurzeln die Bedingung
Re tr} <0
und bei mehrfachen Wurzeln
Re {A} EEE
Dagegen spricht man von asymptotischer Stabilität , wenn
die homogene Lösung für große Zeiten asyuptotisch gegen
Null strebt , wenn also
lim a = 0
gilt . Dies ist auch bei einfachen Wurzeln nur moglich fur
ke [2 £ 0
Da die Wurzeln der charakteristischen Gleichung gleichbe-
deutenä den Polen der zugehörigen Übertragungsfunktion
Dr